Zara

ZARA-Beschäftigte wehren sich

ZARA-Beschäftigte wehren sich

Protest gegen drohende Entlassungen
Protestaktion vor der ZARA-Filiale in Regensburg Christin Rappl / ver.di Handel Protestaktion vor der ZARA-Filiale in Regensburg

21. April 2022. Die Beschäftigten der Textilhandelskette ZARA wollen sich nicht mit dem drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze abfinden. In Regensburg machten die von der angekündigten Schließung ihrer Filiale betroffenen Kolleginnen des zum spanischen Inditex-Konzern gehörenden Unternehmens am 9. April auf ihre Situation aufmerksam. Mit einem Transparent postierten sie sich vor dem Geschäft, sammelten Unterschriften bei Kundinnen und Kunden und informierten die Öffentlichkeit. Mehrere regionale Medien berichteten über die Aktion und die Pläne von ZARA.

Das Unternehmen plant in mehreren Orten, die bisherigen Geschäfte in den Innenstädten zu schließen und dafür neue Filialen in Einkaufszentren zu eröffnen. Teilweise sind die neuen Standorte nur wenige hundert Meter von den bisherigen entfernt, doch trotzdem will ZARA nicht von Umzügen sprechen. Es gehe um Schließung und Neueröffnung, heißt es aus der Zentrale in Hamburg. Hintergrund ist, dass in den Augen des Managements eine Schließung der Filiale betriebsbedingte Kündigungen rechtfertigen kann, während ein Umzug mit den bisherigen Beschäftigten erfolgen würde. Zwar will man nach eigenen Angaben den Betroffenen Ersatzarbeitsplätze anbieten - aber nicht unbedingt in den neuen Stores, sondern irgendwo in Deutschland. Doch wer von den Kolleginnen und Kollegen kann für einen Job bei ZARA einfach mal so umziehen, das eigene Umfeld aufgeben und anderswo völlig neu anfangen?

Die Beschäftigten, ihre Betriebsräte und ver.di wollen das nicht hinnehmen und werden den Druck auf das Unternehmen weiter verstärken. Denn ohne uns hat ZARA keine Zukunft!


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