Thalia

Streik für höhere Löhne

Streik für höhere Löhne

Thalia-Beschäftigte in Berlin und Hamburg fordern Rückkehr in die Tarifbindung
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17. Juni 2022. In Hamburg und Berlin sind die Beschäftigten der Buchhandelskette Thalia am heutigen Freitag in den Streik getreten, um ihre Forderung nach einer Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung zu bekräftigen, aus der sich das Management zum 31.12.2021 verabschiedet hatte. Nach eigener Aussage strebt Thalia ein einheitlicheres und vor allem erfolgsabhängiges Vergütungssystem an. Aus Sicht von ver.di birgt dieses Vorgehen erhebliche Risiken für die Belegschaft, weil das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten verlagert und diesen die Möglichkeit zur Verhandlung der Arbeitsbedingungen auf Augenhöhe genommen wird.

„Die explodierende Inflation frisst die derzeitigen Einkommen vor allem bei den niedrig bezahlten Beschäftigten bei Thalia auf. Doch die Unternehmen weigern sich, ihren Verkäufer:innen Tariflohn zu zahlen. Nur mit den Tarifverträgen des Einzelhandels können sie ihre Arbeitsbedingungen rechtsverbindlich und planbar sichern. Die Streikenden fordern regelmäßige verbindliche Lohnerhöhungen und den Erhalt ihrer jetzigen Wochenarbeitszeit,“ sagt dazu Conny Weißbach, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel in Berlin-Brandenburg.

In Hamburg, wo die Beschäftigten auch am morgigen Sonnabend die Arbeit niederlegen wollen, erklärt die zuständige ver.di-Fachbereichsleiterin Heike Lattekamp: „Die Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag gute Arbeit, das haben sie auch unter den erschwerten Bedingungen während der Pandemie getan. Als Gegenleistung erwarten sie zu Recht gute und verlässliche Arbeitsbedingungen, die nicht durch einen Federstreich des Arbeitgebers kassiert werden können. Ein Vergütungssystem, das vom Unternehmenserfolg abhängt, lehnen sie ab. Mit der Flucht aus dem Tarifvertrag verabschiedet sich das Thalia-Management von der Sozialpartnerschaft und von Respekt und Wertschätzung für die Beschäftigten. Wir fordern die Geschäftsführung auf, in den Tarifvertrag zurückzukehren!“

Die Gewerkschafter*innen setzen auch auf die Solidarität der Kundinnen und Kunden. Ab Freitag sammeln sie Unterschriften, mit denen die Kund*innen sich an die Geschäftsführung wenden und eine Rückkehr in den Tarifvertrag fordern können. Die Unterschriftenliste kann heruntergeladen werden auf https://hamburg.verdi.de/


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