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SCP gibt die Schließung von acht Märkten bekannt.

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SCP gibt die Schließung von acht Märkten bekannt.

Der neue Eigentümer SCP macht Tempo bei der Bereinigung des Filialnetzes von real.
real,- Geschäft Bild: Lukassek / Shutterstock.com real,- Geschäft

Der neue Eigentümer SCP macht Tempo bei der Bereinigung des Filialnetzes von real. Nur einen Tag nach dem der Verkauf (Closing) vollzogen ist, hat SCP am 26. Juni das Aus für acht real-Märkte bekanntgegeben. Davon befinden sich drei Märkte in NRW.

SCP begründet die Schließungen mit der in allen Fällen schwierigen Lage der Standorte. Ein Weiterbetrieb dieser Häuser sei aus Sicht des Unternehmens wirtschaftlich nicht vertretbar. Damit verlieren über 700 Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Gleiches gilt aber auch für alle Beschäftigten der übrigen 268 Märkten. Das schafft kein Vertrauen in den neuen Eigentümer.

Eure Betriebsräte und Geschäftsleiter haben am Montag, den 29. Juni ein Schreiben der neuen real-Geschäftsführung erhalten, was SCP mit euren Standorten plant:

Hierzu gibt es nach bisherigem Kenntnisstand drei Varianten:

  • “Wir freuen uns daher Ihnen heute mitzuteilen, dass wir für Ihren Markt bereits eine konkrete Vereinbarung mit einem an der Übernahme interessierten Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel erzielt zu haben. Nach dem Verständnis beider Parteien erfolgt dabei ein Geschäftsübergang nach § 613a BGB ...
  • “Wir freuen uns daher Ihnen heute mitzuteilen, dass wir für Ihren Markt bereits in konkrete Verhandlungen mit einem an der Übernahme interessierten Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel stehen“…
  • “Für Ihren Markt sind derzeit keine Veränderungen geplant. Dieser Standort wird daher wie gewohnt unter der Marke real weiterbetrieben. Für Sie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändert sich folglich zunächst einmal nichts. Sobald sich ein neuer Sachstand ergibt, werden wir Ihnen das umgehend mitteilen“…

Diese Anschreiben sagen nichts aus und lassen viele Fragen und Interpretationen zu.

Die Beschäftigten wissen zurzeit weder, wer ihr zukünftiger Arbeitgeber ist, noch wissen sie, wann sie einen neuen Arbeitgeber haben, geschweige denn zu welchen Bedingungen sie bei der Variante 1 und der Variante 2 beschäftigt werden.

Das einzige Gesicherte ist, dass Kaufland die Übernahme von 101 Märkten beim Bundeskartellamt am 11.06.2020 beantragt hat und Edeka laut Lebensmittelzeitung 70 Märkte übernehmen will. Ob dies zu Teilen oder im Ganzen geschehen wird, ist ebenso unklar.

Wir kämpfen gemeinsam um die Arbeitsplätze und um eine sicherere Zukunft:

  • für nachhaltige Beschäftigungssicherung
  • für den Schutz durch ver.di-Tarifverträge
  • für Sicherheit durch Betriebsräte
  • gegen Ausgliederungen an selbstständige Kaufleute

Alle Infos hier als kompaktes PDF, gerne zum Weiterverteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:


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