Gegen Union Busting

ver.di solidarisch mit METRO-Gewerkschaft in Pakistan
12.03.2021
Solidarität mit Tahir Mehmood

Seit sieben Jahren kämpfen die Beschäftigten der METRO AG in Pakistan um den Abschluss eines Tarifvertrags. Die Führung des deutschen Großhandelskonzerns hat auf die berechtigten Forderungen der Kolleginnen und Kollegen jedoch mit einer gewerkschaftsfeindlichen Kampagne reagiert, die sich zuletzt besonders gegen den Generalsekretär der METRO-Habib-Gewerkschaft, Tahrir Mehmood, richtete. Im Februar 2021 sprach die METRO die Kündigung des Gewerkschafters aus und begründete das mit Fehlzeiten aus dem Jahr 2017 (!). Auch weitere aktive Beschäftigte wurden entlassen.

 

Wir fordern die METRO AG auf, sich endlich zu Verhandlungen mit den Beschäftigten in Pakistan bereitzufinden!

Stefanie Nutzenberger

Stefanie Nutzenberger, für den Handel zuständiges Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes, erklärt dazu:

„Wir fordern die METRO AG auf, den Kollegen Tahrir Mehmood sofort wieder einzustellen und die Kampagne gegen die Gewerkschaft in Pakistan zu beenden. Die Gründe für seine Entlassung sind offenkundig an den Haaren herbeigezogen und legen nahe, dass es nur darum geht, einen aktiven Gewerkschafter mundtot zu machen. Wir fordern die METRO AG auf, sich endlich zu Verhandlungen mit den Beschäftigten in Pakistan bereitzufinden. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen!“

Die internationale Dienstleistungsgewerkschaft UNI Global Union, der sowohl ver.di als auch die pakistanische METRO-Habib-Gewerkschaft angehören, hat eine Online-Petition gestartet, um die Personalchefin (Chief Human Resources Officer) der METRO AG, Andrea Euenheim, zu einer Kursänderung aufzufordern. Die Petition kann auf https://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=4798 unterzeichnet werden.

Stefanie Nutzenberger dazu weiter:

„Frau Euenheim hat in einem Interview stolz erklärt, dass ihr Unternehmen das Ziel verfolge, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern »den Raum zu bieten, sich als Persönlichkeiten zu entfalten und somit ihr Potential voll und ganz ausschöpfen zu können«. Wenn das mehr sein soll als leeres Gerede, muss die METRO AG ihre gewerkschaftsfeindliche Politik beenden und alle entlassenen Kolleginnen und Kollegen wieder einstellen..“

 

Plakat zum Download