Hennes & Mauritz

Immer noch keine Zusage für Verhandlungen

Immer noch keine Zusage für Verhandlungen

Digitalisierungstarifvertrag: Spitzengespräch zwischen H&M, ver.di, Bundestarifkommission und GBR
Streikende H&M-Beschäftigte am 26. November 2021 in Heilbronn Sidar Carman Streikende H&M-Beschäftigte am 26. November 2021 in Heilbronn

4. März 2022. Am 1. März haben sich Vertreterinnen und Vertreter von H&M sowie von ver.di, Bundestarifkommission und Gesamtbetriebsrat auf Seiten der Beschäftigten zu einem digitalen Spitzengespräch getroffen. Am Ende eines dreistündigen Gedankenaustausches teilte H&M mit: Es gibt noch keine Zusage zur geforderten Aufnahme von Verhandlungen über einen Digitalisierungstarifvertrag. Erst nach einer Rückkoppelung mit dem Arbeitgeberverband HDE will H&M abschließend entscheiden.

Bereits beim ersten Gespräch zwischen ver.di und der neuen Geschäftsleitung von H&M in Deutschland am 22. Juni letzten Jahres wurde detailliert dargelegt, warum es für die Beschäftigten wichtig ist, einen Digitalisierungstarifvertrag abzuschließen. Im Rahmen eines eigenen Tarifvertrages können für beide Seiten maßgeschneiderte und verbindliche Tarifregelungen zur Digitalisierung vereinbart werden.

Daran anknüpfend haben die Vertreter*innen des Gesamtbetriebsrates deutlich gemacht, dass solche Regelungen mit den Mitteln der Betriebsverfassung nicht erreicht werden können: Das ist der Grund, warum Versuche von so genannten »betrieblichen Lösungen« in den letzten Jahren regelmäßig an der Realität gescheitert sind.

Für uns ist wichtig: Technik muss dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Technik!

Seitens ver.di und der Bundestarifkommission wurde erklärt: Gerade tarifliche Lösungen machen es möglich, dass Digitalisierung nicht nur schneller, sondern in einem ständigen Verbesserungsprozess auch immer stärker an den Interessen der Beschäftigten gemessen und den Bedürfnissen von H&M angepasst werden können. Kurzum: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von H&M, ver.di und Betriebsräten bereits in der Planungsphase, bevor Technik eingeführt wird. Bereits in dieser frühen Phase lassen sich Lösungen eines Zukunftskonzepts finden, die im Interesse von Beschäftigten und H&M liegen.

Es gab im Spitzengespräch einen grundlegenden Konsens: Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn sie durch Menschen erlebbar gemacht wird! Für uns ist wichtig: Technik muss dem Menschen dienen und nicht der Mensch der Technik! Aus diesem Konsens heraus muss H&M nun die richtigen Konsequenzen ziehen, das heißt, Dich mit Hilfe eines Digitalisierungstarifvertrages am Zukunftskonzept beteiligen!

Wenn Digitalisierung nur durch Menschen erlebbar gemacht werden kann, dann muss es auch für Dich eine gute, gesundheitsförderliche und gesicherte Arbeit mit Zukunft geben. Ob H&M diese Konsequenzen zieht, das hängt von unserer gemeinsamen Stärke ab.

STARK BIST DU IN EINER SOLIDARISCHEN GEMEINSCHAFT VON BETRIEBSRÄTEN UND VER.DI, DIE ENG ZUSAMMENWIRKEN.

  • Unterstütze deshalb bei den Betriebsratswahlen die Betriebsräte, die sich für eine solche starke Gemeinschaft einsetzen wollen.
  • Je mehr Mitglieder in Deiner Gewerkschaft sich engagieren, desto stärker der Zusammenhalt und desto stärker wirst auch Du!

WERDE DESHALB MITGLIED UND SPRECHE DEINE KOLLEGIN UND DEINEN KOLLEGEN AUF EINE MITGLIEDSCHAFT IN VER.DI AN.

Gemeinsam für einen Digitalisierungstarifvertrag!


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