Hennes & Mauritz

Verzicht erhöht nicht die Arbeitssicherheit!

Hennes & Mauritz

Verzicht erhöht nicht die Arbeitssicherheit!

ver.di pocht auf gemeinsame Planung beim "H&M-Store der Zukunft".
Logo Schriftzug H&M Hennes & Mauritz Store wdnet, Bild-ID #167191840, Depositphotos.com Schnäppchenpreise bei H&M... auf Kosten der Beschäftigten?!

Zukunft gemeinsam mit ver.di gestalten – denn Verzicht ist kein geeignetes Mittel für mehr Arbeitsplatzsicherheit!

In der Betriebsräteversammlung im November 2018 haben wir über das gemeinsame Projekt "H&M-Store der Zukunft" von Gesamtbetriebsrat und ver.di informiert. Ausgangspunkt des Projektes ist die Schließungswelle bei H&M, die vor dem Hintergrund des Onlinehandels stattfindet.

Wenn mehr als ein Viertel der Umsätze in Deutschland über das Internet laufen, so hat das natürlich Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Filialen. Der Onlinehandel ist für H&M nicht mehr ein netter Zusatzverkauf, der neben dem Filialbetrieb gepflegt wird: Der Onlinehandel ist ein neuer Vertriebsweg, der an die Stelle eines dichten Filialnetzes tritt. Die übrig bleibenden Filialen werden mit dem Onlinehandel sehr eng verwoben sein.

An dieser Stelle setzt das Projekt "H&M-Store der Zukunft" an. Wir gehen von den beobachtbaren Trends im Einzelhandel aus und überlegen uns, welche Auswirkungen diese auf unsere Arbeit und somit auf unser Leben haben könnten. Dabei betrachten wir diese Trends nicht als unabänderliche "Naturgesetze", sondern als eine Entwicklung, auf die wir Einfluss nehmen können.

Deshalb haben die ver.di-Aktiven Forderungen aufgestellt, wie diese Entwicklung gestaltet werden soll. Diese Forderungen finden sich im Positionspapier des Gesamtbetriebsrats wieder (siehe dazu Infobox unten).

Die Positionen sind eine Weiterentwicklung unserer ver.di-Kampagne "Menschenwürdiges Leben bei uns und entlang der Wertschöpfungskette". Mit dieser Kampagne sind wir gegen prekäre Beschäftigung und krankmachende Arbeitsbedingungen aktiv vorgegangen. Wir, die ver.di-aktiven Betriebsräte, können euch darüber berichten.

Im "H&M-Store der Zukunft"...

...wollen wir gute Arbeit erreichen, wie sie im Positionspapier des GBR beschrieben wird:

  • Beschäftigungssicherung (bei Filialschließungen Übernahme in benachbarte Stores)
  • Normalarbeitsverhältnisse (Vollzeit bzw. keine unfreiwillige Teilzeit, unbefristete Verträge, geregelte und familienfreundliche Arbeitszeiten)
  • Gesundheitsschutz (alters- und alternsgerechtes Arbeiten bis zur Rente)


In der Betriebsräteversammlung vom Juni 2019 haben wir diese Punkte erneut aufgegriffen. Das eine ist, Forderungen zum "H&M-Store der Zukunft" aufzustellen – und die andere Seite ist, diese Forderungen auch durchzusetzen. In der Juli-Sitzung des GBR mit dem Wirtschaftsausschuss wurden erste Handlungshilfen für die Betriebsräte diskutiert und entwickelt.

Um noch mehr und besser auf die Entwicklung von H&M Einfluss nehmen zu können, müssen wir gewerkschaftliche Stärke in den Betrieben aufbauen. Die brauchen wir, denn die rechtlichen Einflussmöglichkeiten der Betriebsräte sind beschränkt.

In der GBR-Sitzung im Juli wurde den Betriebsräten erneut bewusst, dass sie zu Beginn von Verhandlungen über einzelne Technologien (etwa die Einführung von RFID) das gesamte Ausmaß der Umstrukturierungs- und Umbaumaßnahmen verstehen müssen: Der Wandel von Arbeit lässt sich nur in seiner Gesamtheit begreifen.

Als ver.di-Aktive in den Betriebsräten und in den Belegschaften wissen wir, dass wir diesen Wandel nur verstehen können, wenn wir die Betriebs- und Unternehmensgrenzen überschreiten, also einen gewerkschaftlichen Weg einschlagen.

Wir können von unseren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Unternehmen lernen. Wir lernen, dass ein Verzicht auf Arbeitnehmerrechte oder Gehalt kein geeignetes Mittel für mehr Arbeitsplatzsicherheit ist, sondern nur ein Mittel, um unsere Arbeit günstiger zu machen.

Wenn Arbeitgeber verzichten, dann auf uns Beschäftigte. Das ist ihr "Verlust". Wir hingegen verlieren unsere Existenzgrundlage.

Deswegen brauchen wir eure Unterstützung!

Diese Infos findet ihr auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:


Wann, wenn nicht jetzt? Organisiert euch, schließt euch zusammen – werdet Mitglied!

Um den "H&M-Store der Zukunft" in Richtung gute Arbeit und Arbeitsplatzsicherheit zu gestalten, sind alle darauf angewiesen, dass niemand auf sein Recht verzichtet, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Denn nur durch unsere Zusammenarbeit in ver.di können wir eigene Antworten auf die Zukunftsfragen entwickeln und uns gegenseitig unterstützen!

Deswegen: mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in eurem eigenen Interesse!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für eine sichere Zukunft und gute Arbeit bei H&M!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr zu ver.di bei der Modekette H&M auf unserer Übersichtsseite