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Auch bei Galeria Markthalle: Tarifplus von 3,3 Prozent jetzt …

Auch bei Galeria Markthalle: Tarifplus von 3,3 Prozent jetzt als Zeitguthaben!

Weitere Erhöhungsschritte in den nächsten Jahren
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3. Januar 2022. Auf dem Weg zum vollständigen Niveau der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels, die ver.di mit der Geschäftsleitung von Galeria Markthalle für Anfang 2025 vereinbart hat, sind jetzt weitere Schritte zugunsten der Beschäftigten genommen worden. Sie sind Ergebnis des Sozial- und Ergänzungstarifvertrages, der vor eineinhalb Jahren abgeschlossen wurde, um Galeria Markthalle eine Zukunftsperspektive zu verschaffen und langfristig möglichst viel Beschäftigung bei fairer Bezahlung zu sichern. Das jedenfalls war und ist die gewerkschaftliche Zielstellung.

Die für dieses Jahr in der Branche ausgehandelte 3-prozentige Tariferhöhung plus einer Tariferhöhung von 0,3 Prozent aus dem Jahr 2020 werden jetzt vom Unternehmen als Zeitguthaben weitergegeben. Das geschieht rückwirkend zum jeweiligen Beginn der neuen regionalen Flächentarifverträge.

Weitere Erhöhungsschritte in den nächsten Jahren

Die genannten 0,3 Prozent sind Bestandteil der in den vorigen Flächentarifverträgen für 2020 festgelegten 1,8-Prozent-Erhöhung. Diese wird laut Sozial- und  Ergänzungstarifvertrag auf drei Jahre verteilt und damit zeitverzögert weitergegeben: 0,3 Prozent 2021 als Zeitguthaben sowie 0,6 Prozent und 0,9 Prozent in den beiden Folgejahren in Geldform. Auch dies wird zusätzlich zu der schon feststehenden Anhebung aus der »Fläche« geschehen, also 1,7 Prozent in 2022 (gesamt: 2,3 Prozent) sowie 2023 zusätzlich zu der Tariferhöhung, die erst in der kommenden Tarifrunde Einzelhandel ausgehandelt wird.

Ein Plus von insgesamt 3,3 Prozent als Zeitguthaben wirkt sich zweifellos sehr positiv für die Beschäftigten aus – doch wie es richtig berechnet wird, darüber gibt es trotz mehrfacher Einigungsversuche zwischen ver.di und der Geschäftsleitung Galeria Markthalle in den letzten Wochen noch keine Einigkeit.

ver.di-Tarifkommission will gerichtliche Klärung

Die ver.di-Bundestarifkommission (BTK) vertritt bei der Auslegung des Tarifvertrages die Position, dass die 0,3 Prozent rückwirkend zur eigentlichen Fälligkeit in 2020 berücksichtigt werden müssen. Die Geschäftsleitung wiederum beharrt darauf, dass der jeweilige Abschluss der neuen Flächentarifverträge in 2021  ausschlaggebend ist.

In ihrer Sitzung am 13. Dezember hat die BTK einstimmig beschlossen, arbeitsgerichtlich klären zu lassen, wie die Weitergabe der Tariferhöhung aus dem Jahr 2020 korrekt zu handhaben ist. Der ver.di-Bundesfachbereich Handel wird entsprechende Schritte einleiten, um das Beste für die Beschäftigten herauszuholen.


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