GALERIA Karstadt Kaufhof

Beim Verhandlungsstart noch weit auseinander

GALERIA Karstadt Kaufhof

Beim Verhandlungsstart noch weit auseinander

Einigkeit besteht lediglich beim Thema Beschäftigungs- und Standortsicherung für alle Häuser.
Tauziehen Verhandlung zäh Ringen peshkova, Bild-ID #30292849, depositphotos.com Zähes Ringen um einen Sanierungstarifvertrag für die Warenhäuser

Nach der ersten Verhandlung ist eine Tariflösung über einen Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung der Warenhäuser sowie von Karstadt Sports und Karstadt Feinkost noch nicht in Sicht.

Beim Auftakt am 19. November 2019 zeigte sich, dass beide Seiten in wesentlichen Punkten weit auseinanderliegen. Auf erhebliche Ablehnung stießen bei den ver.di-Tarifkommissionen mehrere Positionen der Arbeitgeberseite, die ein erstes Angebot vorlegte.

So will der Arbeitgeber die derzeit niedrigeren Entgelte im Zukunftstarifvertrag Karstadt durch eine Ergänzungsvereinbarung fast deckungsgleich auf Kaufhof ausdehnen und um vier Jahre bis 2025 verlängern. Ob am Ende das Niveau der Flächentarifverträge wieder erreicht sein wird, ist dabei völlig unsicher, denn eventuelle Erhöhungen sollen weitestgehend von den Unternehmenskennzahlen abhängig gemacht werden. 

Dieser Zeitraum ist viel zu lang, argumentiert ver.di. Außerdem muss das unternehmerische Risiko beim Eigentümer bleiben und darf nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden.

Tariflösung nur, wenn am Ende „die Fläche“ steht!

Für eine Verhandlungslösung fordern die Tarifkommissionen deshalb fest vereinbarte Schritte zur Entgeltanpassung, damit am Ende tatsächlich wieder die Flächentarifverträge gelten. Nur dann ist eine Tariflösung denkbar. Notwendig ist bei diesen Anpassungen auch die Weitergabe der Erhöhungen aus den Flächentarifverträgen. 

Dieser Aspekt spielte bisher im Angebot der Arbeitgeber überhaupt keine Rolle. Die von ihnen genannten Entgeltanhebungen würden den Abstand zum Niveau der Flächentarifverträge bis 2025 kaum verringern. Auch das hat den Verdacht bestärkt, dass die Warenhaus-Geschäftsführung auf Umwegen einen dauerhaft niedrigeren Spartentarifvertrag faktisch einführen will. 

Das lehnt ver.di strikt ab. Stattdessen ist unser aktuelles Ziel, mit einem großen Anpassungsschritt bei Karstadt Warenhaus bereits für 2020 den Abstand zur Fläche in einem abschlussfähigen Sanierungstarifvertrag auf deutlich unter zehn Prozent zu verringern.

Im Verlauf der ersten Verhandlungsrunde machte ver.di auch klar, dass an der Position der Tarifkommissionen „Kein Eingriff in die monatlichen Entgelte“ nicht zu rütteln ist. Die Arbeitgeberseite schlägt vor, die Sonderzahlungen pro Monat und über das Jahr zu verteilen und zusammen mit den doch reduzierten Monatsgehältern auszuzahlen. 

Im Gegensatz dazu schlug ver.di vor, die Entgelte bei Karstadt und Kaufhof ab 1. Januar 2020 auf das Niveau der Flächentarifverträge anzuheben und die Sanierungsbeiträge der Beschäftigten aus den Sonderzahlungen zu bestreiten.

Wie geht es weiter?

Ungeachtet der Differenzen wurden für den 26. und 27. November zwei weitere Verhandlungstage verabredet.

Die ver.di-Tarifkommissionen haben die Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof aufgefordert, ihr Zukunftskonzept zu konkretisieren. Sie erwarten für eine Tariflösung u.a. die Garantie, dass keine Eingriffe in die Monatsentgelte erfolgen und am Ende die volle Rückkehr zum Flächentarif steht.

Außerdem erwartet ver.di, dass die Arbeitgeberseite die Mitwirkung der Beschäftigten beim Zukunftskonzept genauer ausgestaltet. Ebenso haben wir noch mal unterstrichen, dass wir per Tarifvertrag gute und gesunde Arbeitsbedingungen geregelt haben wollen, die eine Mindestbesetzung auf der Fläche gewährleisten.

Einigkeit gibt es immerhin beim Thema Beschäftigungs- und Standortsicherung für alle Häuser. Unklar ist allerdings noch, was mit den Häusern passiert, deren Mietverträge in den nächsten Jahren auslaufen. Hier erwartet ver.di Klarheit durch die Arbeitgeberseite.

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden – stay tuned!

Diese Infos gibt es hier als PDF zum Download, gerne auch zum Ausdrucken und Verteilen:

 

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