GALERIA Karstadt Kaufhof

Die Schließungspläne müssen vom Tisch!

Die Schließungspläne müssen vom Tisch!

ver.di verlangt Einhaltung der Tarifverträge bei Galeria Markthalle
Ver.di bei GALERIA Kaufhof ver.di GALERIA Kaufhof

4. Februar 2021. Wie zuverlässig hält sich das Unternehmen Galeria Markthalle an Tarifverträge? Diese Frage drängt sich auf, nachdem die Geschäftsführung die Absicht geäußert hat, die Filiale Berlin-Alexanderplatz wegen längerer Umbauarbeiten zum 17. April und die Filiale München-Hauptbahnhof endgültig zum 30. Juni dicht zu machen.

Eine unmissverständliche Antwort

Nach einer Antwort muss nicht lange gesucht werden, sie fällt unmissverständlich aus: Sollten die Schließungen wie geplant realisiert werden, wäre dies ein klarer Verstoß gegen den Sozial- und Ergänzungstarifvertrag, den ver.di im Sommer 2020 mit der Arbeitgeberseite abgeschlossen hat. Dort ist in § 14 vereinbart, dass keiner der bestehenden Märkte während der Laufzeit dieses Tarifvertrages geschlossen wird.

Geplanter Verstoß gegen Tarifvertrag

Die Gewerkschaft ver.di fordert die Geschäftsführung deshalb klar und deutlich auf, ihre Schließungspläne umgehend zurück zu nehmen. Wir erwarten die schriftliche Zusage, dass die beiden Filialen von Galeria Markthalle nach dem Umbau der Warenhaus-Standorte weiterbetrieben werden und unsere Kolleginnen und Kollegen in diesen Filialen weiterarbeiten können.

Wie im Sozial- und Ergänzungstarifvertrag festgelegt ist, kommt eine Schließung nur dann in Betracht, wenn der Mietvertrag von Galeria Karstadt Kaufhof für das Objekt endet, also rechtmäßig gekündigt wird. Das aber ist nicht der Fall. Die Mietverträge für die fortgeführten Filialen laufen mindestens bis zum 31.12.2024 fort. An beiden Standorten soll nach dem Umbau ein GKK-Warenhaus betrieben werden.

Zukunftsperspektive für alle Beschäftigten?

Es reicht nicht aus, den Beschäftigten dieser Standorte anzubieten in andere Standorte zu wechseln. Insbesondere den vielen betroffenen befristet Beschäftigten, die schon länger dort arbeiten, wird durch diese Schließungen die Zukunftsperspektive ­genommen.

ver.di: Die Beschäftigten haben jetzt Vorrang

Das Interesse der Beschäftigten von Galeria Markthalle an sicheren Beschäftigungs- und Einkommensverhältnissen muss umfassend respektiert und garantiert werden. Darum wird es auch gehen, wenn am 16. Februar der Zukunftskreis für das Unternehmen aus Vertreter*innen von ver.di, des Gesamtbetriebsrates und der Arbeitgeberseite zusammentrifft. Dieses Gremium ist gegründet worden, um den im Oktober 2020 abgeschlossenen »Tarifvertrag Gute und Gesunde Arbeit / Beteiligung Zukunftskonzept« mit Leben zu e­rfüllen.

Für Transparenz und Offenheit!

Wichtiges Anliegen von ver.di ist es, bei der Sitzung des Zukunftskreises ausführlich auch über die Planungen insbesondere für diejenigen Standorte informiert zu werden, die der Galeria-­Eigentümerin Signa gehören – u.a. am Kurfürstendamm und am Hermannplatz in Berlin, in der Hamburger Mönckebergstraße und an der Hauptwache in Frankfurt/Main. Wir erwarten Transparenz und Offenheit.

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