GALERIA Karstadt Kaufhof

Arbeitgeber erhöht den Druck

GALERIA Karstadt Kaufhof

Arbeitgeber erhöht den Druck

Örtliche Geschäftsführung wirbt für inakzeptable Lohnkürzungen – alle Zeichen stehen auf Streik!
Ärger Streit Konflikt Verhandlung Kampf Trouble Gerd Altmann, Pixabay.com Die Arbeitgeberseite hält an ihrem Kurs fest und provoziert damit eine Eskalation der Verhandlungen.

Nach den ergebnislosen Tarifverhandlungen am 26. und 27. November (siehe Beschäftigteninfo unten vom 28.11.2019) versucht Galeria Karstadt Kaufhof den Druck auf die Beschäftigten zu erhöhen: Wir wehren uns gegen Lohnsenkung und kämpfen für den Tarifvertrag!

Vor dem nächsten und voraussichtlich entscheidenden Verhandlungstermin am 12. und 13. Dezember in Köln werben die örtlichen Geschäftsführer in den Filialen massiv für das Arbeitgeberangebot, das von den Beschäftigten erhebliche Tarifverzichte bis ins Jahr 2025 verlangt und eine Rückkehr zum Flächentarifvertrag des Einzelhandels auf Dauer unmöglich erscheinen lässt.

Außerdem wurde bekannt, dass die geplante Verschmelzung der Unternehmensbereiche Karstadt und Kaufhof beschleunigt werden soll. Bereits am 2. Januar soll Kaufhof auf Karstadt verschmolzen werden, um den dort geltenden "Zukunftstarifvertrag" sofort auch für die Kaufhof-Beschäftigten zur Anwendung zu bringen.

Damit sollen die ver.di-Tarifkommissionen unter Druck gesetzt werden: Wenn vor der Verschmelzung kein anderer Tarifvertrag abgeschlossen wird, würde dies bedeuten, dass die Löhne der Kaufhof-Beschäftigten auf einen Schlag um weitere zehn Prozent gesenkt werden und der Lohnverzicht der Karstadt-Beschäftigten unverändert andauern würde. Für Karstadt Sports und Karstadt Feinkost gäbe es weiterhin keine Tariflösung.

Jetzt ist der Zeitpunkt, sich gegen diese Zumutungen der Arbeitgeberseite zu wehren! Die Belegschaften sollten dem Management deutlich zeigen, was sie von diesem Manöver halten:

  • Wir wehren uns gegen den Eingriff in die monatlichen Entgelte und eine dauerhafte Abkehr vom Tarifvertrag!
  • Wir kämpfen für die verbindliche Rückkehr in die Flächentarifverträge, für sichere Arbeitsplätze und sichere Einkommen!
  • Es geht um unsere Zukunft, deshalb unterstützen wir unsere Tarifkommissionen mit spürbarem Druck aus den Betrieben – auch im Weihnachtsgeschäft!

Inakzeptable Arbeitgeberpläne

Auch im letzten Angebot in der Verhandlungsrunde Ende November hielten die Arbeitgebervertreter daran fest, die Entgelte der Kaufhof-Beschäftigten auf der Basis des niedrigeren Karstadt-Zukunftstarifvertrags abzusenken. Damit würden alle Warenhaus-Beschäftigten bei den Entgelten etwa zehn Prozent unter dem Niveau der Flächentarifverträge liegen.

Alle ver.di-Tarifkommissionen lehnen weiterhin jeglichen Eingriff in die monatlichen Entgelte strikt ab, treten für eine gemeinsame Lösung für alle Bereiche ein – inklusive Karstadt Sports und Karstadt Feinkost – und lassen sich das Modell der Arbeitgeberseite auch nicht als großes Entgegenkommen verkaufen.

Auch die "abgemilderte" Variante würde die Rückkehr auf das Niveau der Flächentarifverträge für den Einzelhandel in unerreichbare Ferne rücken. Bis zum Ende der vorgesehenen Tarifregelung – Laufzeit bis 2025(!) – würde der Abstand immer größer werden, die Rückkehr zum Tarifniveau immer unwahrscheinlicher.

Der Investor muss investieren!

ver.di hat von Anfang klar und deutlich gesagt, dass die Beschäftigten zu verkraftbaren Sanierungsbeiträgen bereit sind, wenn es ein glaubwürdiges Sanierungskonzept gibt, das die Arbeitsplätze, die Standorte und die Einkommen dauerhaft absichert. Eine dauerhafte Absenkung der Einkommen wird es mit uns auf keinen Fall geben!

Die Unternehmen sind sanierungsfähig, wenn der Unternehmer es will. Dafür muss der Eigentümer allerdings mehr Investitionsmittel zur Verfügung stellen, als die bisher zugesagten!

Der gewerkschaftliche Vorschlag an die andere Tarifpartei für eine Einigung liegt auf dem Tisch:

  • Rückkehr bei den Entgelten zum Flächentarifvertrag Einzelhandel ab 1. Januar 2020 und
  • Finanzierung von Sanierungsbeiträgen der Beschäftigten ausschließlich aus den Sonderzahlungen.

Wenn die Arbeitgeber dazu nicht bereit sind, müssen wir streiken! Für einen Tarifvertrag für die Anerkennung der Flächentarifverträge mit Sanierungselementen – dafür kämpfen wir gemeinsam!

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden!

Diese Infos gibt es auch zum Herunterladen, Ausdrucken und Verteilen an die Kolleginnen und Kollegen:

 

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