GALERIA

Erneute Warnstreiks bei Galeria

Erneute Warnstreiks bei Galeria

ver.di ruft Beschäftigte zu Arbeitskampf auf
Warnstreik bei Galeria in Hamburg am Ostersamstag, 8. April 2023 ver.di Handel Hamburg Warnstreik bei Galeria in Hamburg am Ostersamstag, 8. April 2023

12. April 2023. Im Zuge der seit Februar dieses Jahres laufenden Tarifverhandlungen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Galeria Kaufhof Karstadt GmbH an diesem Mittwoch erneut in mehreren Bundesländern zum Warnstreik auf. Betroffen sind Filialen in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Beschäftigten wollen mit den Aktionen den Druck in den feststeckenden Tarifverhandlungen erhöhen.

In den seit Februar andauernden Verhandlungen fordert ver.di unter anderem die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels sowie den Insolvenzschutz für Zeitgutschriften und Zahlungsansprüche, die nicht mit der monatlichen Vergütung fällig sind. „Die Belegschaften stecken seit vielen Jahren Geld in die Sanierung des Unternehmens und verzichten auf bis zu 5.500 Euro jedes Jahr“, sagte Verhandlungsführer Marcel Schäuble. „Dass die Arbeitgeber jetzt erneut Lohnverzicht fordern, bringt Menschen bei Galeria auf die Straße.“

Es geht um die Zukunft der Menschen bei Galeria, und Zukunft heißt, dass sie sichere Arbeitsplätze zu guten tariflich abgesicherten Bedingungen haben.

Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstand

„Knapp 1.000 Kolleg*innen sind bereits am Ostersamstag in mehreren Bundesländern dem Streikaufruf ihrer Gewerkschaft gefolgt“, sagte Marcel Schäuble. „Dass Belegschaften sowohl in von Schließung betroffenen Häusern als auch in den sogenannten Fortführungsfilialen sich am Streik für die Rückkehr in die Tarifbindung des Einzelhandels beteiligt haben, zeigt wie groß die Wut der Beschäftigten ist“, so Schäuble weiter.

„Es geht um die Zukunft der Menschen bei Galeria“, sagte das für den Handel zuständige ver.di-Vorstandsmitglied Steffi Nutzenberger, „und Zukunft heißt, dass sie sichere Arbeitsplätze zu guten tariflich abgesicherten Bedingungen haben. Daran hängt letztlich die Existenz unserer Kolleg*innen. Deshalb herrscht neben der Wut große Enttäuschung über das Verhalten des Arbeitgebers, der bislang nicht zu den Flächentarifverträgen des Einzelhandels zurückkehren will“, so Nutzenberger. „Darüber hinaus kämpfen wir weiter mit den aktiven Belegschaften um die von Schließung bedrohten Filialen.“

Die Tarifverhandlungen sollen Ende April fortgesetzt werden.


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