GALERIA Karstadt Kaufhof

Erstes Tarifgespräch für das gesamte Warenhaus

GALERIA Karstadt Kaufhof

Erstes Tarifgespräch für das gesamte Warenhaus

ver.di-Tarifkommissionen stellen wesentliche Voraussetzungen für Tarifgespräche klar.
Streiks in Stuttgart zum Flächentarifvertrag für die Galeria Karstadt Kaufhof Helmut Roos Streiks in Stuttgart zum Flächentarifvertrag für die Galeria Karstadt Kaufhof

In Köln hat am Dienstag, den 10. September 2019, ein erstes Tarifgespräch mit der Warenhaus-Geschäftsleitung über einen Sanierungstarifvertrag mit ver.di für die gesamte Unternehmensgruppe (Galeria Kaufhof, Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Karstadt Feinkost) stattgefunden.

Daran waren Kolleginnen und Kollegen beteiligt, die in den vier eigenständigen ver.di-Bundestarifkommissionen für Galeria Kaufhof, Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Karstadt Feinkost gewählt worden sind. Diese Kolleginnen und Kollegen werden in ihrer jeweiligen Tarifkommission ausführlich über den Verlauf des Gespräches berichten.

Die Geschäftsleitung hat beim Tarifgespräch die aktuelle schlechte wirtschaftliche Situation aller vier Einzelunternehmen und die aus ihrer Sicht ungünstigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit dargestellt. Gleichzeitig wiederholte sie ihre Vorstellungen vom 6. August 2019 für eine tarifliche Lösung mit ver.di, die alle Teile des Gemeinschaftsunternehmens Galeria Karstadt Kaufhof einschließen soll.

Laut Geschäftsleitung sollen die Beschäftigten in einem Sanierungstarifvertrag jährlich 50 Millionen Euro Verzichtsbeiträge leisten (zusätzlich zu den ca. 43 Millionen, die bei Karstadt Warenhaus geleistet werden). Der Zukunftstarifvertrag Karstadt Warenhaus soll laut der Geschäftsleitung ab 2021 um vier weitere Jahre verlängert werden und dann für alle Unternehmenssparten gelten. Dabei seien Verzichtsbeiträge der Beschäftigten nicht als Darlehen zu sehen und würden nach Ende eines möglichen Tarifvertrages nicht zurückerstattet werden.

Die Kolleginnen und Kollegen der ver.di-Tarifkommissionen stellten die wesentlichen Voraussetzungen für Tarifgespräche klar:

  • Die Bindung an die jeweiligen regionalen Flächentarifverträge ist die Grundvoraussetzung für Tarifverhandlungen mit ver.di.
  • Dauerhaft abgesenkte Tarifverträge werden konsequent abgelehnt – egal, ob sie Segment- oder Warenhaus-Tarifvertrag heißen.
  • Vereinbart werden muss eine umfassende Standort- und Beschäftigungssicherung, die die Fremdvermietung in den Filialen begrenzt und eine Mindestbesetzung gewährleistet. Konzepte, die auf eigene Flächen in Kiosk-Größe plus Rolltreppe hinauslaufen, werden entschieden abgelehnt!
  • Entwickelt werden muss ein tragfähiges und nachhaltiges Zukunftskonzept, das alle Unternehmensbereiche umfasst. Vom Eigentümer erwarten wir Investitionen in die Zukunft der jeweiligen Unternehmen.
  • Es müssen verbindliche Erhöhungsschritte für Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Karstadt Feinkost festgelegt werden, um das Minus zu den Flächentarifverträgen zu verringern und die Rückkehr in die Flächentarifverträge zu gewährleisten.
  • Eingriffe in die monatlichen Entgelte der Beschäftigten bei Galeria Kaufhof darf es nicht geben und sind abzulehnen.

Abschließend wurde die Fortsetzung der Tarifgespräche für den 20. September verabredet. Wir werden euch weiterhin so schnell wie möglich informieren und auf dem Laufenden halten.

Diese Infos findet ihr auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:

 

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