GALERIA Karstadt Kaufhof

Mit der Pistole an der Schläfe über die Zukunft verhandeln?

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Mit der Pistole an der Schläfe über die Zukunft verhandeln?

Arbeitgeber wollen den Flächentarifvertrag in beiden Unternehmen dauerhaft unterschreiten
Aktive bei Karstadt und Galeria Kaufhof ver.di FB12 Aktive bei Karstadt und Galeria Kaufhof

Die für Karstadt und Kaufhof zuständige Warenhaus-Geschäftsführung legt aktuell ein Verhalten an den Tag, das höchst unprofessionell ist und in seinem schlechten Stil kaum zu toppen.

Nach einem Informationsgespräch mit ver.di am 6. August setzte sie den gewerkschaftlichen Bundestarifkommissionen in aller Öffentlichkeit die Pistole an die Schläfe, um die eigenen Positionen bei künftigen Verhandlungen über eine gewünschte „Tariflösung“ ohne größere Widerstände durchsetzen zu können.

Kaum war das Treffen zu Ende, wurde in einer Presseerklärung damit gedroht, das Niveau der Kaufhof-Beschäftigten durch einen gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss beider Unternehmen empfindlich zu senken. Natürlich nur, wenn ver.di sich einer anderen Variante zur dauerhaften Unterschreitung des Flächentarifvertrages in beiden Unternehmen verschließen würde.

Das ist nicht nur schlechter Stil, das zeugt auch von einer erschreckenden Realitätsferne, die sich schon in anderen Bereichen der Unternehmensleitung, sprich: die Planung für das „Warenhaus der Zukunft“, aufgetan hat.

Scharfe Kritik am Warenhausmanagement
Der Versuch, auf dem Weg über die Medien Druck auf ver.di zu erzeugen, könnte schnell nach hinten los gehen. Den Kolleginnen und Kollegen in den Warenhäusern ist in den vergangenen Jahren schon einiges genommen worden – vielen von ihnen auch die Angst, sich zu wehren.

Die Gewerkschaft ver.di ist sich ihrer Verantwortung für die Warenhaus-Beschäftigten voll bewusst und engagiert sich auch jetzt wieder für zukunftsfähige Lösungen, mit denen die Beschäftigung und existenzsichernde Einkommen garantiert werden können. Wer allerdings unbedingt auf Konflikte aus ist, kann sie haben.

ver.di will Verhandlungslösungen, aber nicht zu jedem Preis. Vor allem lassen wir uns keine Bedingungen diktieren – weder über den Weg der Presse, noch hinter verschlossenen Türen. Die ver.di-Bundestarifkommissionen für Karstadt und Kaufhof werden die von der Unternehmensführung geäußerten Vorstellungen in den nächsten Tagen beraten und Position dazu beziehen. Schon jetzt ist klar, dass niemand mit der Pistole an der Schläfe verhandeln wird.

Diese Infos findet ihr auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:

 

Wann, wenn nicht jetzt? Schließt euch zusammen! Solidarisiert und organisiert euch!

Helft mit und gebt uns Rückendeckung: als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis. Denn wir sind umso stärker, je mehr wir sind. Und umso besser können wir für euch verhandeln.

Deswegen: mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in eurem eigenen Interesse!


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