GALERIA Kaufhof

Verhandlungen auf Eis gelegt

GALERIA Kaufhof

Verhandlungen auf Eis gelegt

Auswirkungen künftiger Kooperation oder gar Fusion von Karstadt und Kaufhof "nur schwer abschätzbar"
Fragezeichen Ungewissheit Entscheidung Rido, Bild-ID #176068208, Fotolia.com Die Zukunft für Galeria Kaufhof mit rund 17.000 Beschäfttigten ist weiterhin unklar.

Die Verhandlungen über einen Sanierungs- und Beschäftigungstarifvertrag bei Galeria Kaufhof sind am vergangenen Freitag, 29. Juni 2018, ins Stocken geraten.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Spekulationen über laufende Gespräche zwischen der Kaufhof-Mutter HBC und dem Karstadt-Eigner Signa forderte ver.di von den Kaufhof-Eignern, schnellstens Klarheit über die Zukunft des Unternehmens herzustellen.

Signa hatte in der Vergangenheit mehrfach Angebote zur Übernahme unterbreitet, um die beiden großen Kaufhausketten zusammenführen zu können.

Für die ver.di-Tarifkommission sind mögliche Auswirkungen künftiger Kooperation oder gar eine Zusammenführung der beiden Unternehmen "zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer abschätzbar", so ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke.

Die Beschäftigten müssen bei einer möglichen Fusion der Unternehmen im Mittelpunkt stehen, einen wirksamen Schutz gibt es nur durch Tarifverträge.

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

"Wir würden ja gerne über die gemeinsame Gestaltung eines glaubwürdigen Sanierungskonzepts verhandeln, also über Beschäftigungs- und Standortsicherung und über Tarifbindung", so Franke.

"Dafür müssten wir aber die genauen Rahmenbedingungen kennen. Die wurden uns heute allerdings nicht unterbreitet."

Franke bedauerte, dass eine Planung für ein geeintes Eckpunktepapier bis Ende Juni in der heutigen Verhandlung nicht mehr realisierbar war.

Die ver.di-Tarifkommission habe deshalb die Unternehmensleitung aufgefordert, schnell Klarheit über die Zukunft von Kaufhof zu schaffen.

Auch ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger meldete sich bzgl. Karstadt/Kaufhof zu Wort:
"Die Beschäftigten sind durch die Meldungen in der Presse verunsichert und machen sich Sorgen. Wir fordern deshalb die Eigentümer auf, umfassend zum Sachstand zu informieren.

Beschäftigungssicherung, Standortsicherung - nicht nur im Hinblick auf Doppelstandorte - und die Tarifbindung sind für ver.di und die Beschäftigten von größter Bedeutung."

Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

Gebt uns Rückendeckung für die kommenden Schritte – in eurem eigenen Interesse: für gute Arbeit bei der GALERIA Kauhof!

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