GALERIA Kaufhof

Gemeinsam zum tragfähigen Zukunftskonzept für Kaufhof und Karstadt

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Gemeinsam zum tragfähigen Zukunftskonzept für Kaufhof und Karstadt

ver.di sieht Tarifbindung, Beschäftigungs- und Standortsicherung als machbar an.
Möglich unmöglich fotomek, #140515462, Fotolia.com Wir erwarten, dass man mit unseren Kolleginnen und Kollegen verantwortlich umgeht!

Mit Kritik an den Eigentümern von Karstadt und Galeria Kaufhof hat ver.di auf nicht bestätigte Medienberichte über angebliche Einzelheiten der Übernahmegespräche reagiert.

"Die Beschäftigten von Galeria Kaufhof und Karstadt sowie ihre Gewerkschaft ver.di erwarten, dass sie jetzt unverzüglich von den Eigentümern über die Planungen eines möglichen Zusammengehens der beiden Unternehmen informiert und in die Planungen einbezogen werden", sagte das für den Handel zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Sowohl die Gewerkschaft wie auch die Betriebsräte beider Unternehmen seien bisher über die Zukunft der Beschäftigten im Unklaren gelassen worden.

"Wer Geld für solch eine Transaktion hat, muss auch Geld für die Beschäftigten haben", so Nutzenberger.

Eine wichtige Zukunftsinvestition wäre die schnelle Rückführung der Karstadt-Beschäftigten in den Flächentarifvertrag. Nutzenberger dazu: "Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie die Tarifbindung für Kaufhof und für Karstadt sind keine unerfüllbaren Forderungen".

Die Handelskette HBC (Galeria Kaufhof) und die Signa Holding des österreichischen Investors Rene Benko (Karstadt) müssten ihrer sozialen Verantwortung nachkommen. ver.di spreche sich gegen eine Verschmelzung der beiden Unternehmen aus.

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Galeria Kaufhof, Uwe Hoepfl kritisiert scharf: "Es ist skandalös, als Vertretung der Beschäftigten über Medien erfahren zu müssen, dass angeblich 5.000 Stellen gestrichen werden sollen". Kaufhof habe bereits im letzten Jahr fast 1.300 Stellen gestrichen. "Wie wollen wir eine sichere Zukunft für das Unternehmen planen, wenn es immer weniger Menschen auf der Verkaufsfläche gibt", so Hoepfl.

Der Karstadt-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl erklärte: "Es geht hier um Menschen. Wir erwarten, dass man mit unseren Kolleginnen und Kollegen verantwortlich umgeht." An Medien-Spekulationen würde sich der Betriebsrat nicht beteiligen.

Hier geht es um die Zukunft von rund 30.000 Beschäftigten und ihrer Familien. Ein Warenhaus, dass auf Lohndumping aufgebaut werden soll, wird keine Zukunft haben!

Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel

"Es ist jetzt allerhöchste Zeit, gemeinsam mit den Betriebsräten und ver.di ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln", ergänzte Stefanie Nutzenberger in einer weiteren Pressemeldung der ver.di vom 11. September 2018.

ver.di spricht sich gegen eine Verschmelzung der Unternehmen aus. "Beide Warenhäuser haben ihren Platz in Deutschland. Wenn das Konzept stimmt, können Doppelstandorte sogar eine Stärke sein", sagte Nutzenberger.

Dazu brauche man "Chefetagen, die mit innovativen Ideen die Kundschaft begeistern".

Immer weniger Menschen auf der Verkaufsfläche seien kein Mittel, den Fortbestand der Warenhäuser zu sichern. Sinn der Transaktion dürfe es nicht sein, "mit Innenstadt-Immobilien in bester Lage einmal mehr Kasse zu machen".

Zukunftsträchtige Konzepte für beide Warenhäuser brauchten mehr Arbeitsplätze und nicht weniger, so Nutzenberger weiter. Karstadt und Galeria Kaufhof verfügten über hochqualifiziertes Fachpersonal, Männer und Frauen, die ihre Arbeit gerne und motiviert tun.

Auch der Erhalt der Mitbestimmungsstrukturen in ihrer jetzigen Form sei wichtig, weil die Betriebsräte an jedem Standort Vorschläge zur Beschäftigungssicherung machen und die Personalplanung beraten können, erklärte die Gewerkschafterin.

"Die Fachkenntnisse und Kompetenzen der ehrenamtlichen Arbeitnehmervertretungen sind gerade in der sensiblen Phase eines Neustartes der Unternehmen hilfreich für die Beschäftigten und die Eigentümer", so Nutzenberger.

Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

Gebt uns Rückendeckung für die kommenden Schritte – in eurem eigenen Interesse: für gute Arbeit bei der GALERIA Kauhof!

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