GALERIA

Bei Kurzarbeit wird wieder aufgestockt

Bei Kurzarbeit wird wieder aufgestockt

Neue Tarifregelung bei Galeria vereinbart
Kundgebung Galeria Karstadt Kaufhof Berlin-Tempelhof ver.di Handel Kundgebung Galeria Karstadt Kaufhof Berlin-Tempelhof (3. Juli 2020)

14. Dezember 2021. Für die Beschäftigten der Galeria-Warenhäuser gibt es jetzt eine neue Regelung zum Kurzarbeitergeld, die wieder um einiges besser ist als die gesetzliche Regelung. Sie ist angesichts der durch Corona zugespitzten wirtschaftlichen Situation dringend notwendig: Für den Fall, dass behördlich angeordnete Infektionsschutzmaßnahmen wie die 2-G-Regelung und daraus resultierende Umsatzeinbußen die Einführung von Kurzarbeit in den Filialen notwendig machen, hat ver.di sich mit dem Unternehmen auf Regelungen zu Kurzarbeit geeinigt.

Am 7. Dezember haben die ver.di-Bundestarifkommission und die Unternehmensleitung der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH (GKK) ihre intensiven Verhandlungen mit einer neuen Kurzarbeiterregelung abgeschlossen. Damit soll Beschäftigten Planungssicherheit verschafft und auch das wirtschaftliche Überleben von Galeria abgesichert werden. Der seit zwei Jahren bestehende Integrations- und Sozialtarifvertrag beider Tarifparteien ist durch eine entsprechende Protokollnotiz ergänzt worden.

Das Ergebnis in Zahlen sieht so aus

  • Vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. März 2022 wird für alle Kolleg*innen in Kurzarbeit das von der Bundesanstalt für Arbeit gezahlte Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent bzw. 87 Prozent (bei mindestens einem Kind) des Netto-Entgelts aufgestockt.
  • Vom 1. April bis zum 30. Juni 2022 erhalten alle Kolleg*innen, die zum Zeitpunkt des 1. April 2022 mindestens vier volle Monate im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie seit März 2020 in Kurzarbeit gewesen sind und deren Arbeitszeit im jeweiligen Monat ab 1. April um mehr als 50 Prozent reduziert ist, eine zusätzliche Aufstockung um 5 Prozent auf insgesamt 85 Prozent bzw. 92 Prozent ihres Netto-Entgelts.

Das ausgehandelte Ergebnis wirkt sich vergleichsweise positiv für die betroffenen Beschäftigten aus. Dennoch sind die durch Kurzarbeit bedingten Einbußen bei den Einkommen für viele nur extrem schwer zu verkraften und verlangen eigentlich nach stärkerer Kompensation, wie auch in der ver.di-Bundestarifkommission immer wieder kritisch hervorgehoben wird.

Zeitgutschriften sichern!

Die Unternehmensleitung von Galeria hat mit der Arbeitsagentur die Regelung verabreden können, dass auf jedem Arbeitszeitkonto, im Falle von Kurzarbeit, bis zu 50 Mehrarbeitsstunden bestehen bleiben dürfen. Nur alle Stunden darüber müssten abgebaut werden. Eine solche Regelung war auch bereits bei der letzten Kurzarbeit vereinbart worden. Eine verbindliche Regelung mit der Bundesarbeit für Arbeit ist auch in Bezug auf die tarifliche 3,3%-Zeitgutschrift für die Beschäftigten wichtig, damit diese nicht im Zuge von Kurzarbeit kassiert wird. Wir werden weiter informieren!

Gemeinsam stärker: Seid solidarisch in diesen schwierigen Zeiten, tauscht euch aus und schließt euch zusammen – werdet Mitglied in ver.di!


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