GALERIA Karstadt Kaufhof

Wir verteidigen unser Streikrecht!

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Wir verteidigen unser Streikrecht!

Karstadt erwirkt einstweilige Verfügung gegen Streiks – das lassen wir uns nicht bieten!
Protest Vogel zeigen Jugend Wut nk.kravchenko.gmail.com, Bild-ID #171333492, Depositphotos.com Streikrecht beschneiden – Geht's noch?!

Das ist der absolute Tiefpunkt im Verhalten der Karstadt-Geschäftsführung: Sie will Streiks auf lange Sicht verbieten lassen. Beim Arbeitsgericht Berlin wurde deshalb Ende Juni eine einstweilige Verfügung gegen ver.di erwirkt.

Danach sind Arbeitskampfmaßnahmen "bis zum Abschluss von Flächentarifverträgen für den Einzelhandel im Jahr 2019, spätestens aber bis zum 30.09.2019 zu unterlassen."

Kein Zukunftskonzept – wann macht die Geschäftsführung endlich den richtigen Job?

Statt sämtliche Energien in die Entwicklung eines Zukunftskonzeptes zu stecken, das nachhaltigen Erfolg verspricht, schießt das Spitzenmanagement jetzt auch noch gegen das in der Verfassung garantierte Streikrecht. Ganz nach dem simplen Motto: Erst klauen wir ihnen die Kohle, dann die Zukunft und schließlich auch noch die demokratischen Rechte!

Alles deutet darauf hin: Den Kolleginnen und Kollegen soll dauerhaft in die Taschen gegriffen werden – und das, obwohl sich das Unternehmen verpflichtet hat, spätestens im April 2021 wieder das volle Entgeltniveau der regionalen Flächentarifverträge herzustellen. Ihr Unmut über ihren Arbeitgeber hat sich auch deshalb seit Beginn der Tarifrunde 2019 auffällig stark geäußert: Etliche Häuser im ganzen Bundesgebiet sind bestreikt worden, einige davon zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder. Andere waren auch schon in der vorigen Tarifrunde 2017 dabei, kurz nachdem der Zukunftstarifvertrag vereinbart worden war.

Sowohl bei den ursprünglichen Verhandlungen als auch bei den Streiks 2017 war es noch völlig unstrittig, dass die Beschäftigten bei Karstadt auch während der Laufzeit des Zukunftstarifvertrages in die Tarifrunden des Einzelhandels einbezogen werden können, um für ihr zukünftiges Entgelt streiken zu können. Damit soll jetzt Schluss sein, meint die Warenhaus-Geschäftsführung, die seit vielen Jahren wie selbstverständlich mit den hohen Sanierungsbeiträgen der Beschäftigten hantiert und trotzdem wenig zustandebringt.

Gesundheit wird stark belastet

Die Motive in den Belegschaften für eine Beteiligung an Aktionen sind vielfältig. Neben dem Wunsch nach dringend benötigten Gehaltsaufbesserungen ist es u.a. der Stress durch immer weniger Personaleinsatz auf der Fläche, der die Gesundheit stark belastet. Es kann nicht sein, dass man so leichtfertig mit dem Geld und der Gesundheit der Beschäftigten umgeht. Doch anstatt sich den eigentlichen Problemen zu stellen, will das Unternehmen jetzt auch noch ein zentrales Grundrecht der Beschäftigten einkassieren.

Das werden wir uns nicht bieten lassen!

ver.di wird sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Einschränkung des Streikrechts wehren. Denn es geht um die Zukunft der Beschäftigten. Wir wollen eine echte Perspektive für Karstadt, die Geschäftsführung muss endlich ihren Job machen. Wir wollen gute und gesunde Arbeitsbedingungen bei Karstadt und werden weiterhin dafür kämpfen!

Diese Infos findet ihr auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:

 

Jetzt erst recht: Schließt euch zusammen! Solidarisiert und organisiert euch!

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