GALERIA Kaufhof

Gemeinsame Erklärung der Tarifkommissionen

GALERIA Kaufhof / Karstadt

Gemeinsame Erklärung der Tarifkommissionen

Die Zukunft der Kauf- und Warenhäuser kann nur mit den Beschäftigten erfolgreich gestaltet werden!
Mitglieder der drei Tarifkommissonen Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Galeria Kaufhof ver.di FB 12 Mitglieder der drei Tarifkommissonen Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Galeria Kaufhof  – In der Mitte die Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Peter Zysik (Galeria Kaufhof), Jürgen Ettl (Karstadt Warenhaus), Ralph Thomas (Karstadt Sports) und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger

Die Tarifkommissionen von Karstadt, Karstadt Sports und Galeria Kaufhof haben diese Woche die folgende gemeinsame Erklärung veröffentlicht:

Die von den Eigentümern beabsichtigte Fusion der Unternehmen ist weder im Vorfeld mit den Beschäftigtenvertretungen von Karstadt Warenhaus, Karstadt Sports und Galeria Kaufhof diskutiert worden, noch gibt es Übereinstimmung über die Ziele der Fusion.

Für die angestrebte Fusion gibt es folgende gemeinsame Positionen:

  • Beide Warenhäuser und Karstadt Sports haben ihren Platz in Deutschland. Die Erfahrungen und Chancen, die der Auftritt dieser Unternehmen bietet, sind ein wesentlicher Zukunftsgarant. Deshalb müssen die Marken ausgebaut und weiterentwickelt werden.

    Sogenannte Doppelstandorte sind doppelte Chancen und decken ein breiteres Spektrum beim Kunden ab. Die Verschmelzung der beiden Unternehmen auf Karstadt lehnen wir kategorisch ab.

  • Die Zukunft der Kauf- und Warenhäuser in Deutschland kann nur mit den Beschäftigten erfolgreich gestaltet werden. Schon die Vergangenheit lieferte genügend Beweise, dass die fehlende Einbeziehung des Sachverstandes der Beschäftigten in die Unternehmensentwicklung zu schwerwiegenden Fehlern geführt hat.

    Es ist allerhöchste Zeit, gemeinsam mit den Betriebsräten und ver.di ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln.

Verdrängung im Einzelhandel

Der Einzelhandel erlebt seit Jahrzehnten den härtesten Verdrängungswettbewerb. Dieser wird durch den Onlinehandel und fehlende Regulierungspolitik verschärft. Die nachhaltige Zukunft der Kauf- und Warenhäuser und deren Beschäftigten kann nur mit ausreichenden Investitionen und nicht mit weiteren Kosteneinsparungsprogrammen gestaltet werden.

Wer für Milliarden Unternehmen kaufen kann, muss auch Geld in seine Beschäftigten investieren!

Tarifkommissionen von Karstadt, Karstadt Sports und Galeria Kaufhof

Schon in der Vergangenheit zeigte sich, dass die Kosteneinsparungskonzepte auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien ausgetragen wurden und zu keiner nachhaltigen Neuausrichtung der Unternehmen in die Zukunft führten. Eine Neuausrichtung braucht nicht mehr Controller, sondern Führungskräfte, die ein Warenhauskonzept für die Zukunft entwickeln können.

Der Wettbewerb mit den Onlinehändlern setzt nicht nur klare Konzepte voraus, die mit den Beschäftigten entwickelt werden, sondern auch:

  • Mehr und nicht weniger Service!
  • Mehr und nicht weniger Fachberatung!
  • Mehr und nicht weniger Personal!

Existenzsichernde Tarifverträge sind für die Beschäftigten und ihre Zukunft elementar. Angst vor Altersarmut und Dumpinglöhnen greifen die Gesundheit der Beschäftigten und damit das Rückgrat des Unternehmens an. Deshalb ist die Tarifbindung zwingende Voraussetzung für die Fusion.

Kürzungen, wie sie die Karstadt-Beschäftigten seit Jahren hinnehmen mussten, müssen zurückgenommen werden.

Wir fordern:

  • Sofortige, volle Tarifbindung an die Flächentarifverträge!
  • Keine Verschmelzung der Unternehmen, sondern Erhalt eigenständiger Unternehmen in einer Holding mit Sitz in Deutschland!
  • Erhalt der Mitbestimmungsstrukturen in ihrer jetzigen Form!
  • Ein gemeinsames tragfähiges Zukunftskonzept unter Beteiligung der Beschäftigten!
  • Für alle Standorte eine Standort- und Beschäftigungssicherung!
  • Zukunftsträchtige Konzepte für beide Warenhäuser und Karstadt Sports brauchen mehr Arbeitsplätze und nicht weniger!
  • Eine Zusage der Eigentümer, dass Kosten, die durch die Fusion entstehen, ausschließlich von ihnen getragen und nicht aus den Betriebsergebnissen finanziert werden!
  • Eine bessere und transparentere Informationspolitik!

Als Tarifkommissions- und Betriebsratsmitglieder werden wir mit ver.di gemeinsam den weiteren Weg gehen und uns nicht spalten oder gegeneinander ausspielen lassen.

Wir sind bereit, für unsere Forderungen und Ziele engagiert einzutreten und alle uns zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen. Die Eigentümer sollten unsere Entschlossenheit nicht unterschätzen!

Engagiert euch mit uns, gestaltet eure Zukunft mit und gebt uns Rückendeckung!

Denn je mehr wir sind, desto stärker ist unsere Verhandlungsposition!

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