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Insolvenzgeld auf Tarifniveau

Insolvenzgeld auf Tarifniveau

Ein Erfolg für die Beschäftigten bei Galeria Markthalle
Blaue Galeria-Buttons mit der Aufschrift "Zukunft statt Kahlschlag" und dem ver.di-Logo Archiv Zukunft statt Kahlschlag

Die ver.di-Bundestarifkommission und die Unternehmensleitung haben in der zweiten Januar-Woche eine tarifvertragliche Lösung zum Insolvenzgeld erzielt.

Alle Beschäftigten erhalten rückwirkend zum 1. November 2022 für drei Monate das Entgelt auf dem Niveau der regionalen Flächentarifverträge – einschließlich der Sonderzahlungen. Vereinbart worden sind zu diesem Punkt 3/12 Urlaubsgeld und 3/12 Jahresabschlussvergütung (Weihnachtsgeld). Die ausstehenden Beträge werden mit dem Januar-Gehalt nachgezahlt.

Es wurde hart verhandelt

Die Verhandlungen waren aufgrund unterschiedlicher Rechtsauffassungen kompliziert, führten aber schließlich zum Erfolg.

Der Sozial- und Ergänzungstarifvertrag sieht vor, dass ab Beantragung einer Insolvenz rückwirkend zum Juli 2020 der jeweilige regionale Flächentarifvertrag zur Anwendung kommt. ver.di vertritt deshalb die Position, dass während des Insolvenzgeldzeitraums wieder das Niveau der regionalen Flächenverträge ausschlaggebend ist.

Der Arbeitgeber verneinte dies und hielt lange daran fest, dass die abgesenkten Tarife auch komplett beim Insolvenzgeld gelten sollten. Diese Position konnte er nicht halten und wir haben ihm wichtige Zugeständnisse abgerungen.

Eine Vereinbarung, die den rückwirkenden Verzicht auf Tarifentgelte regelt und im Gegenzug festlegt, dass Beschäftigte beim Verlust ihres Arbeitsplatzes rückwirkend für 12 Monate Anspruch auf Tarifentgelt haben, wollte die Arbeitgeberseite allerdings aktuell nicht abschließen.

Der Arbeitgeber ist jetzt aufgefordert, mit ver.di umgehend über die weiteren Arbeitsbedingungen zu verhandeln. Dazu soll es kurzfristig Termine geben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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