GALERIA Kaufhof

Betriebsversammlungen bei Kaufhof

GALERIA Kaufhof / Karstadt

Betriebsversammlungen bei Kaufhof

Betriebsrat und Gewerkschaft warnen vor Personalabbau und fordern "nachhaltiges Zukunftskonzept".
Versammlung Menschenmenge gemeinsam Tawng, Bild-ID #6482941, Depositphotos.com Ein Unternehmenserwerb bedeutet, Verantwortung für die Beschäftigten zu übernehmen!

Die Beschäftigten der Galeria Kaufhof wurden am Mittwoch, den 27. Februar 2019, in bundesweit insgesamt 96 Betriebsversammlungen erstmals über die Zukunft des Unternehmens informiert.

Nach einer Betriebsrätekonferenz in Willingen mahnte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Zysik ein nachhaltiges Zukunftskonzept an: "Die Karstadt-Sanierung ist keine Blaupause für Galeria Kaufhof. Wir erwarten von der Unternehmensleitung den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen in den Filialen und einen Plan, wie das Unternehmen wieder in den profitablen Bereich geführt werden kann. Dazu ist eine Aufteilung der Beschäftigten in Verkäuferinnen und Verräumer nicht notwendig", so Zysik.

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger warnte die Unternehmensleitung davor, bei der Sanierung von Galeria Kaufhof "fahrlässig und mit Vorsatz Fehler zu wiederholen". Man müsse aus beiden Häusern das Beste nehmen und gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft gestalten.

Beschäftigte kennen die Kunden, Bedürfnisse, Abläufe und Prozesse. Das macht sie zu den besten Unternehmensberatern, die es gibt. Wer das nicht begreift und nutzt, wird scheitern!

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di und zuständig für den Handel

Es gebe eine klare Erwartung an die neuen Besitzer: "Wenn Geld der Beschäftigten für Sanierungsphasen gefordert wird, dann höchstens als Investition und nicht als dauerhafte Spende. Das heißt, die Rückzahlung des Geldes zu einem bestimmten Zeitpunkt muss mitgedacht werden", sagte Nutzenberger.

Ein Eigentümer übernehme mit dem Erwerb eines Unternehmens nicht nur Immobilien, sondern vor allem Verantwortung für die Menschen, die dort arbeiten. In diesem Zusammenhang erwarte ver.di eine Stellungnahme zu Medienberichten, wonach HBC bei der Übernahme von Galeria Kaufhof die meisten Warenhausimmobilien aus dem Unternehmen herausgelöst habe, sie zum Teil an Joint Venture Partner verkauft habe und Kaufhof seitdem mit höheren Mieten im zweistelligen Millionenbereich ausbeute.

"Wir fragen uns, wie hoch die Mieten heute sind und was die Signa Holding mit den Mieten macht", so die Gewerkschafterin. "Wenn weiterhin der Abbau von Personal und Tarifflucht im Mittelpunkt des Ganzen stehen, kann man getrost von Konzeptionslosigkeit sprechen."

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