GALERIA Karstadt Kaufhof

Geld ist da: Arbeitgeber soll die Tarifverträge anerkennen!

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Geld ist da: Arbeitgeber soll die Tarifverträge anerkennen!

Rückkehr in die Tarifbindung ist überfällig!
Kundgebung in Stuttgart 21.6.2019 Röttgers Die Streikenden aus dem Handel setzen deutliche Zeichen, hier bei einer Kundgebung in Stuttgart (21.06.2019)

Karstadt Feinkost: Die Rückkehr in die vor zweieinhalb Jahren gekündigte Tarifbindung ist überfällig!

Die Kolleginnen und Kollegen bei Karstadt Feinkost dürfen nicht länger leer ausgehen und müssen wieder nach den regionalen Flächen­tarifverträgen des Einzelhandels bezahlt wer­den. Das betonte die ver.di-Tarifkommission bei Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite, die am 27. Juni 2019 nach langer Unterbrechung wieder stattgefunden haben. Überreicht wurde dabei der ausgearbeitete Entwurf eines Anerken­nungstarifvertrages.

Die Rückkehr in die zum Ende März 2017 gekündigte Tarifbindung ist überfällig, die Beschäftigten haben schon viel zu lange ver­zichten müssen und bekommen jetzt zum Beispiel in NRW als Verkäuferin oder Verkäufer 108 Euro brutto weniger als im Flächentarif­vertrag festgelegt ist.

Dabei herrscht beim Eigentümer offensichtlich kein Mangel an finanziellen Mitteln. Dafür spricht nicht zu­letzt die geplante Übernahme des Rewe­-Anteils, der das Kartellamt voraussichtlich bald zustim­men wird. Viel Geld fließt auch in die Umstrukturierung der Lebensmittelabtei­lungen von Kaufhof, die in diesem Jahr inte­griert werden sollen.

Wie zu erwarten war, zeichneten die Vertre­tungen der Geschäftsführung ein sehr düsteres Bild von der wirtschaftlichen Lage, die als ex­trem schwierig und defizitär dargestellt wurde. Deswegen sei die geforderte Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzelhandels derzeit nicht machbar, hieß es zum Ärger der ver.di­-Tarifkommission. Sie wird demnächst einen eigenen Sachverständigen beauftragen, der die wirtschaftlichen Daten bewerten soll.

Bei den Verhandlungen forderte ver.di das Unternehmen auf, endlich ein schlüssiges Zukunftskonzept für den wirtschaftlichen Erfolg und die Sicherheit der Arbeitsplätze zu entwickeln.

In die Erstellung müssten unbedingt das Know­-how und die Ideen aus der Belegschaft und ihren Interessenvertretungen einfließen.

Das ist dringend und hochaktuell, denn Warenhaus­-Chef Stephan Fanderl verfolgt mit der Übernahme aller Anteile an Karstadt Feinkost sehr ehrgeizige Pläne, die motiviertes und ver­nünftig bezahltes Personal voraussetzen. »Wir sehen Lebensmittel für unsere Warenhausgrup­pe nicht nur als wichtigen Frequenzbringer, sondern zusammen mit der Gastronomie als starkes Wachstumsfeld«, sagte er kürzlich.

Den starken Worten müssen Taten folgen. Eine der ersten sollte die tariflich garantierte Bezah­lung aller Kolleginnen und Kollegen auf dem Niveau der regionalen Flächentarifverträge sein. Tarifdumping ist das völlig falsche Konzept.

Wir bleiben dran und kämpfen weiter für den Anerkennungstarifvertrag bei Karstadt Feinkost!

Diese Infos findet ihr auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen an eure Kolleginnen und Kollegen:

 

Wann, wenn nicht jetzt? Schließt euch zusammen! Solidarisiert und organisiert euch!

Helft mit und gebt uns Rückendeckung: als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis. Denn wir sind umso stärker, je mehr wir sind. Und umso besser können wir für euch verhandeln.

Deswegen: mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in eurem eigenen Interesse!


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