Es geht um die Menschen bei Galeria

Bundestarifkommissionen haben klare Forderungen
06.02.2023
Wir sind die Menschen bei Galeria - Wir kämpfen für unsere Zukunft!

6. Februar 2023. Immer neue Kürzungsrunden haben das Warenhaus nicht nachhaltig saniert. Im Gegenteil: Ein gutes Geschäftsmodell ist von ideenlosen  Spitzenmanagern nicht weiterentwickelt, sondern seit Jahren kaputtgespart worden. Und schon wieder breitet sich auf der Arbeitgeberseite die Vorstellung aus,  mit massiven Gehaltskürzungen bei den Beschäftigten GKK und Galeria Markthalle retten zu können.

Dazu sagen die Bundestarifkommissionen, die sich vor dem ersten Termin für Verhandlungen bei Galeria Karstadt Kaufhof am 10. Februar 2023 gemeinsam  beraten haben, ein deutliches Nein. Sie haben sich auf folgende Forderungen verständigt:

  • Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages zu den regionalen Flächentarifverträgen Einzelhandel, mit dem auch die zukünftigen Tariferhöhungen gewährleistet werden.
  • Für Mitglieder von ver.di, die als Tarifgewerkschaft die Tarifverträge aushandelt, gibt es als Vorteilsregelung einen Warengutschein über 750 Euro.
  • Insolvenzschutz für Mehrarbeit und Vergütungsansprüche. Damit soll verhindert werden, dass Ansprüche wie Mehrarbeitsvergütung und tarifliche Altersvorsorgeleistungen des Arbeitgebers aufgrund einer Insolvenz verloren gehen.
  • Eine Wertschätzungszulage von monatlich 1.000 Euro für die Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren – für die letzten drei Monate des  Beschäftigungsverhältnisses.

Zukunft nur mit Personal

Notwendig sind ein tragfähiges Zukunftskonzept für ein digital-stationäres Warenhaus und entsprechende  Investitionen.

Beides sind Arbeitgeber und Eigentümer, die in Verantwortung für die Menschen und die Zukunft der Arbeitsplätze bei GKK stehen, bis heute schuldig  geblieben.

Von der Zukunft der Warenhäuser hängt auch die der Beschäftigten bei Galeria Markthalle ab. Ein tragfähiges Zukunftskonzept braucht Kundenorientierung,  gute Beratung und Service vor Ort. Zukunft geht nur mit Personal und Menschen, die für ihre Leistung tariflich bezahlt werden und über existenzsichernde Einkommenverfügen – bei GKK und Galeria Markthalle.

Statt tragfähigen Konzepten fällt den Verantwortlichen bei Galeria auch jetzt nicht viel anderes ein, als den Beschäftigten tief in die Tasche zu greifen. So soll bei GKK und Galeria Markthalle nach Eröffnung der Insolvenz wieder der abgesenkte Tarif gezahlt werden. Doch hier prallen gegensätzliche Positionen aufeinander: Nach Auffassung von ver.di steht den Kolleginnen und Kollegen seit Kündigung des Integrationstarifvertrages durch den Arbeitgeber das Entgelt nach den aktuell geltenden Flächentarifverträgen zu, das den Beschäftigten bei Galeria vorenthalten wird (dazu demnächst ausführliche Infos in einem weiteren Flugblatt).

Für unsere Forderungen müssen wir Druck machen. Zum Beispiel auch mit der laufenden ver.di-Unterschriftensammlung »Wir kämpfen für unsere Zukunft«, mit der sich Einwohnerinnen und Einwohner für lebendige Innenstädte aussprechen und zusammen mit den Betriebsräten die Forderung nach Erhalt jeder einzelnen Filiale und jedes einzelnen Jobs unterstützen können.

Stärkt euren Tarifkommissionen den Rücken. Und falls ihr es noch nicht seid: Werdet Mitglied bei ver.di!

 

Das Flugblatt als PDF