Douglas

Wertschätzung geht nur mit Tarifvertrag!

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Wertschätzung geht nur mit Tarifvertrag!

Im Parfümerie- und Drogerie-Konzern ist Verunsicherung eingezogen, wir berichten zum Status Quo.
Douglas Streikende in München 2019 ver.di Handel Wir fordern einen für alle: Douglas muss die Flächentarifverträge anerkennen!

In ihrem aktuellen Rundschreiben würdigt die Douglas-Geschäftsführung das »außerordentliche Engagement« der Kolleginnen und Kollegen. So viel Wertschätzung fällt auf. Liegt es daran, dass die Stimmung aufgehellt werden muss oder will man den Beschäftigten eine Mogelpackung andrehen? Offenbar trifft beides zu...

Bei Douglas ist Verunsicherung eingezogen, seit das Management über die Medien die beabsichtigte Schließung von 70 Filialen – davon 20 in Deutschland – bekanntgegeben hat. Niemand in der Belegschaft weiß, welche Läden betroffen sein werden, was mit den Menschen dort passieren wird und ob es bei der genannten Zahl bleibt.

Auch den Betriebsräten und dem Aufsichtsrat werden umfängliche Informationen vorenthalten und man beschneidet sie so in ihren Mitbestimmungsrechten. Dies sofort abzustellen und ausführlich darzulegen, wohin das Unternehmen steuert, verlangen jetzt sehr nachdrücklich der Gesamtbetriebsrat und ver.di!

Wann folgen Taten von Douglas?

Douglas muss den schönen Worten auch Taten folgen lassen: Die exakte Beachtung der Mitbestimmungsrechte muss Bestandteil der Unternehmenskultur werden. Nur so wird echte Wertschätzung und Respekt gegenüber den Beschäftigten möglich. Und das sollte sich endlich auch bei der Bezahlung bemerkbar machen!

Tarifliche Sicherheit sieht anders aus und von Wertschätzung, die sich in existenzsichernden Gehältern niederschlägt, kann keine Rede sein!

Fazit des ver.di-Fachbereichs Handel zur aktuellen Lage bei Douglas

Im Rundschreiben werden Gehaltssteigerungen von zwei Prozent bzw. 50 Euro ab dem 1. Oktober (mit bis zu fünf Nullmonaten!) angekündigt, bei Teilzeit anteilig. Dies soll sich auch beim Weihnachtsgeld auswirken. Ausgenommen sind u.a. geringfügig Beschäftigte, sie gehen leer aus. Und auch die Beschäftigten der Zentrale, sollen nur 1,5 Prozent mehr Gehalt bekommen.

All dies hat mit einer angemessenen Honorierung des »außerordentlichen Engagements« für Douglas nichts zu tun, zumal die Umsätze wachsen und der Gewinn im Geschäftsjahr 2018/2019 voraussichtlich bei über 80 Mio. Euro liegen wird!

Außerdem kann das tariflose Unternehmen das freiwillige Plus beim Gehalt jederzeit wieder rückgängig machen, wenn ihm danach ist. Und für 2020 hält man sich erst einmal ganz zurück.

Douglas behandelt die Kolleginnen und Kollegen wie Beschäftigte zweiter Klasse, lehnt die Bezahlung nach den Flächentarifverträgen für den Einzelhandel ab.

Mit dieser Tarifflucht muss Schluss sein!

Der Gesamtbetriebsrat und ver.di erwarten, dass die für die Branche ausgehandelte Entgelterhöhung 1:1 auch auf die Douglas-Gehälter angewendet wird und zwar rückwirkend. Douglas muss seine Blockadehaltung aufgeben und die Flächentarifverträge des Einzelhandels anerkennen.

In der gerade beendeten Tarifrunde für den Einzelhandel haben zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens Douglas-Beschäftigte gestreikt, und zwar an Standorten in Düsseldorf, Viersen, Nürnberg, München, Erlangen und Hannover. Das war ein beeindruckender Start und das Ringen um tariflich garantierte und existenzsichernde Einkommen wird weitergehen.

Diese Infos gibt es hier zum Download als PDF, gerne auch zum Ausdrucken und Verteilen:

 

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Nichts wie los – für die Anerkennung der Flächentarifverträge bei Douglas!


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