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Streiks zum Prime-Day beim Versandhändler

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Streiks zum Prime-Day beim Versandhändler

Beschäftigte fordern Tarifeinkommen: Mindestens zwei Tage Streik an sieben Standorten in Deutschland!
Streiks zum Prime-Day bei Amazon in Bad Hersfeld (17.07.2019) Fototeam ver.di Hessen, Andreas Gangl Zum Prime-Day legen die Amazon-Beschäftigten erneut die Arbeit nieder (mehr Fotos unten).

Zum sogenannten Prime-Day, dem traditionellen Schnäppchentag, treten beim Versandhändler Amazon in dieser Woche Beschäftigte an sieben Standorten in Deutschland für mindestens zwei Tage in den Streik. Die Ausstände beginnen Sonntagnacht auf Montag, 14. auf 15. Juli 2019.

Unter dem Motto „Kein Rabatt mehr auf unsere Einkommen“ fordern die Beschäftigten Tarifeinkommen wie im Einzel- und Versandhandel durch Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge sowie einen Tarifvertrag für gute und gesunde Arbeit. Gestreikt wird an den Amazon-Standorten in Werne, Rheinberg, Leipzig, Graben, Koblenz sowie an beiden Standorten in Bad Hersfeld. 

„Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung verwehrt“, kritisiert ver.di-Handelsexperte Orhan Akman den US-Konzern. 

Löhne und Gehälter bei Amazon dürfen nicht länger nach Gutsherrenart bestimmt werden, das Geld für eine existenzsichernde Bezahlung nach Tarif ist da!

Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter der ver.di im Einzelhandel

„Die Rabatte an die Kundinnen und Kunden lässt sich Amazon durch Tarifflucht und Niedriglöhne der eigenen Beschäftigten bezahlen – damit muss Schluss sein!

Das Unternehmen muss endlich die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennen.“

Das Geld dafür sei vorhanden, allein im ersten Quartal dieses Jahres habe Amazon nach eigenen Angaben weltweit einen Rekordgewinn von rund 3,2 Milliarden Euro erzielt.

ver.di fordert außerdem, die Tarifverträge des Einzelhandels endlich wieder für allgemeinverbindlich erklären zu lassen, um die dramatische Erosion der Tarifbindung umzukehren.

„Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag würde dann auch für Amazon gelten“, so Akman. Die Politik und der Einzelhandelsverband HDE seien in der Pflicht, den Weg dafür freizumachen.

Weiterhin gilt: Gemeinsam sind wir stärker!

Gebt uns Rückendeckung in eurem eigenen Interesse: Beteiligt euch an den Streiks und werdet Mitglied!


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