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Bundesweite Streiks: Heute und morgen, 01. und 02. Oktober!

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Bundesweite Streiks: Heute und morgen, 01. und 02. Oktober!

ver.di ruft Amazon-Beschäftigte zum Streik vor dem Tag der deutschen Einheit auf.
Erneute Streiks bei Amazon (hier in Bad Hersfeld) Wolfgang Becker / www.verdi-foto.de Erneute Streiks bei Amazon (hier in Bad Hersfeld)

Vor dem Tag der deutschen Einheit ruft ver.di die Beschäftigten des größten Online-Versandhändlers Amazon am heutigen Montag, den 01.10.2018, mit Beginn der Frühschicht zu bundesweiten Streiks bis Dienstagabend auf. Betroffen sind die Standorte Bad Hersfeld, Koblenz, Leipzig, Rheinberg und Werne.

Bereits in der letzten Woche war es an mehreren Standorten zu Arbeitsniederlegungen gekommen. ver.di geht davon aus, dass es durch die Streiks zu Lieferverzögerungen kommt.

In den letzten Tagen hatte Amazon versucht, die Belegschaften durch geringe, einseitige Lohnerhöhungen von zwei bis maximal 2,7 Prozent von weiteren Arbeitsniederlegungen abzuhalten.

"Ohne die ausdauernden Streiks der letzten Jahre würde es wahrscheinlich bis heute keinen Cent mehr Lohn bei Amazon geben. Das weiß die Belegschaft genau", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

"Einseitige Lohndiktate können allerdings morgen wieder geändert werden. Sicherheit bietet nur ein Tarifvertrag."

Wer um 4,5 Mio. US-Dollar pro Stunde reicher wird, kann seinen Beschäftigten wenigstens verlässliche Einkommen und rechtsverbindliche Lohnzuwächse bieten!

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di und zuständig für den Handel

ver.di fordert seit Jahren einen Tarifvertrag für den weltweit größten Versandhändler, während Amazon jede tarifliche Bindung für die Beschäftigten ablehnt. Darüber hinaus hat ver.di das Online-Kaufhaus zum Abschluss eines Gesundheitstarifvertrages aufgefordert, der ebenfalls abgelehnt wird.

"Wenn die Amazon-Beschäftigten gesund die Rente erreichen wollen, benötigen sie heute Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen. Körperliche und psychische Belastungen müssen verringert oder vermieden werden, die lückenlose Überwachung und Kontrolle an den Arbeitsplätzen wollen wir stoppen", sagte Nutzenberger.

Eine Rechtssicherheit durch entsprechende Tarifverträge würde auch helfen, Altersarmut zu verhindern.

Kontakt für Streikende vor Ort

  • Bad Hersfeld: Mechthild Middeke, 0160/90 90 73 85
  • Koblenz: Maria Rinke, 0171/22 82 855
  • Leipzig: Thomas Schneider, 0160/71 97 238
  • Rheinberg: Tim Schmidt, 0160/99 48 03 74
  • Werne: Karsten Rupprecht, 0151/40 19 16 76

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