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Fertigstellung von Robotics steht vor der Tür - und die Beschäftigten …

Fertigstellung von Robotics steht vor der Tür - und die Beschäftigten bald auch!

Amazon in Graben digitalisiert auf Kosten der Belegschaft
Streiks bei Amazon in Graben am 18. April 2019 ver.di Handel Streiks bei Amazon in Graben am 18. April 2019

4. November 2020. Die Digitalisierung vernichtet und schafft Arbeitsplätze. Nach Angaben von Amazon sollen in den Standort Graben bei Augsburg, 150 Millionen Euro investiert werden. Bereits im Frühjahr 2020 ist Amazon mit dem Betriebsrat in Verhandlungen zum Sozialplan getreten. ver.di befürchtet, dass mindestens zwei Drittel aller Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz bangen müssen.

„Vor rund neun Jahren eröffnetete Amazon seinen Standort in Graben mit ca. 5000 Beschäftigten. Durch die fortwährende Steigerung der Automatisierung an diesem Standort ist die Anzahl der Beschäftigten mittlerweile auf ca. 1800 gesunken. Denn die ständige technologische Modernisierung, die einst als Maßnahme zur Standortsicherung beworben wurde, wird nun, laut Einschätzung von ver.di, den Beschäftigten zum Verhängnis. Auch die versprochene Erweiterung der Bandbreite an Arbeitsplätzen geht zu Lasten der langjährig Beschäftigten, da Amazon durch die aktuellen Verhandlungen zum Sozialplan eher den Austausch und Verringerung als die Weiterbildung der Beschäftigten bevorzugt“, so Sylwia Lech, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für den Handel im Bezirk Augsburg.

„Amazon zeigt sich von der Corona-Pandemie nicht nur unbeeindruckt, vielmehr ist der Konzern der große Gewinner der Pandemie. Denn der Versandriese kann durch den boomenden Online-Handel einen verdreifachten Gewinn vermelden, wie das Unternehmen am Donnerstag, 29.10.2020, nach US-Börsenschluss mitteilte (Quelle: finanzen.net). Davon bekommen die Beschäftigten jedoch nichts zu spüren. Was Amazon als Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeiter*innen bezeichnet, ist eher ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft.

 

Wer innerhalb von fünf Beschäftigungsjahren keine Krankheitstage vorzuweisen hat, kann sich über einen Warengutschein in Höhe von 40 Euro 'freuen'

Mit unwürdigen, selbsterdachten 'Challenges' im Rahmen des 'Peaks' (Weihnachtsgeschäft) sollen die Beschäftigten bei Laune gehalten und zu  gesundheitsgefährdender Performance gedrängt werden. Die finanzielle Wertschätzung hält sich bei Amazon dieses Jahr auch in Grenzen, denn wer innerhalb von fünf Beschäftigungsjahren aktiv war und keine Krankheitstage vorzuweisen hat, kann sich über einen Warengutschein in Höhe von 40 Euro 'freuen'“, ergänzt Sylwia Lech.

„Der Online-Riese zahlt nach wie vor seinen Beschäftigten keine angemessenen Löhne in Form eines Tariflohns. Auch das von Amazon freiwillig gezahlte Weihnachtsgeld liegt weit unter den tariflichen Standards. Amazon darf sich nicht länger seiner sozialen Verantwortung gegenüber seiner Beschäftigten entziehen und muss mit ver.di über den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages zu den regionalen Flächentarifverträgen des Einzel- und Versandhandels sowie über Gute und gesunde Arbeit verhandeln“, fordert Sylwia Lech.


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