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Schluss mit Arbeit, die krank macht!

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Schluss mit Arbeit, die krank macht!

Vom 22. bis zum 26. Juni 2020 veranstaltet ver.di eine bundesweite Gesundheitswoche bei Amazon.
Amazon Lager Logistik Picker Frederic Legrand – COMEO, Bild-ID #1514808617, shutterstock.com Gesundheitsschutz war bei Amazon nie ein großes Thema.

Am Montag startet ver.di an allen Amazon-Standorten ihre bundesweite Gesundheitswoche (22. bis 26. Juni 2020). Ziel ist die Durchsetzung eines Tarifvertrags zur guten und gesunden Arbeit im Konzern.

Durch die Covid-19-Pandemie wurde einmal mehr klar, dass die Profitgier bei Amazon keine Grenzen kennt. Viele Beschäftigte berichteten von fehlenden Abstandsvorkehrungen und zunehmenden Fällen von Corona-Infektionen.

"Corona zeigt dabei nur die Spitze des Eisbergs. Gesundheitsschutz wird bei Amazon aber auch sonst nicht groß geschrieben", wirft Akman dem Onlinehändler vor.

Mit Beginn der Pandemie etwa habe der Online-Gigant einen befristeten Gehaltsaufschlag von zwei Euro für jede geleistete Arbeitsstunde in Aussicht gestellt. Mit dieser Neureglung hätten sich viele Beschäftigte unter Druck gesetzt gefühlt, auch krank zur Arbeit zu kommen. "Das genau war das Ziel von Amazon: Auspressen, wo es geht", bewertet Orhan Akman die mittlerweile ausgelaufene Konzernregelung.

Die Gesundheit der Beschäftigten wird bei Amazon in fahrlässiger Weise der Profitgier untergeordnet, auch und gerade während der Corona-Pandemie.

Orhan Akman, Bundesfachgruppenleiter der ver.di im Einzel- und Versandhandel

Aktuell versucht Amazon, an mehreren Standorten Sonntagsarbeit durchzusetzen. "Obwohl Sonntagsarbeit dem Konzern in Gerichtsurteilen bereits wiederholt untersagt worden ist, versucht Amazon nun, die Verbote durch die Hintertür zu unterlaufen und die Arbeitsschichten so zu ändern, dass die Nachtschichten früher beginnen", erklärt Akman.

Die Beschäftigten müssten dementsprechend bereits am Sonntagabend zur Arbeit erscheinen, wenn sie für die Nachtschicht eingeplant sind. Dafür seien Beschäftigte auch unter Druck gesetzt worden, ohne Bedenkzeit eine entsprechende Änderung ihrer Arbeitsverträge zu unterzeichnen, wie zum Beispiel in Winsen (Luhe). Weitere Infos dazu gibt es unten als kompaktes PDF.

"Solche Arbeitsbedingungen machen krank und wir werden sie nicht hinnehmen", so Akman.

Mit den Aktionen in der Gesundheitswoche wollten die Beschäftigten dem Handelsriesen deutlich machen: ver.di fordert von Amazon, die Gesundheit seiner Beschäftigten endlich wirksam zu schützen!

ver.di fordert bereits seit Jahren einen Tarifvertrag für gute und gesunde Arbeit bei Amazon. Diesen lehnt der Konzern ebenso ab wie Gespräche über die von ver.di geforderte Anerkennung der Branchentarifverträge des Einzel- und Versandhandels.

Im Rahmen der ver.di-Gesundheitswoche finden Aktionen der Amazon-Beschäftigten u.a. statt in:

  • Bad Hersfeld
    Montag, 22. Juni, 14 Uhr, vor dem Tor, Amazon Str. 1
  • Werne
    Dienstag, 23. Juni, 14 Uhr (Schichtwechsel) vor dem Tor
  • Rheinsberg
    Dienstag, 23. Juni, 14 Uhr (Schichtwechsel) vor dem Tor

Mehr Infos zum Thema Gesundheit und gute Arbeit bei Amazon findet ihr hier als kompakte PDFs:


Wir bleiben dabei: Schließt euch zusammen, seid solidarisch – auch jenseits von Ländergrenzen! Eure Gesundheit ist wichtiger als Profit!

Gemeinsam bis zum Tarifvertrag! Gebt uns Rückendeckung in eurem eigenen Interesse: als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis. Denn je mehr wir sind, umso stärker können wir Druck machen!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – für angemessenen Gesundheitsschutz und faire Arbeit bei Amazon!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

Mehr Infos zu ver.di bei Amazon auf unserer Übersichtsseite: