Wir verdienen mehr!

29.09.2023

Wenig erfreulich, aber auch wenig überraschend, wenn die Arbeitgeber blockieren: erneut keine Abschlüsse. Stattdessen gehen die Arbeitgeber dazu über den Beschäftigten einseitig Entgelterhöhungen zuzusagen. Dieses Verhalten verschärft den bestehenden Konflikt der Tarifauseinandersetzungen noch zusätzlich und wird unsere kämpferische Stimmung noch weiter anheizen!

Wir streiken bis die Arbeitgeberseite versteht: Ohne uns kein Geschäft!

 

5. Tarifverhandlung im bayerischen Buchhandel und bei Verlagen endet ergebnislos: Beschäftigte verdienen mehr!

 

Beschäftigte verdienen mehr als warme Worte und solche Angebote.

Hubert Thiermeyer

Die fünfte Tarifverhandlung für die Beschäftigten im bayerischen Buchhandel und bei Verlagen endet ergebnislos. In den letzten Wochen kam es zu weiteren Aktionen und Streiks der Beschäftigten. Dort zeigten die aktiven Kolleginnen und Kollegen, dass sie keine weiteren Reallohnverluste mehr hinnehmen können und dringend Entgelterhöhungen brauchen. Die Arbeitgeber legten ein neues Angebot vor, welches weitere Reallohnverluste bedeutet und die Gefahr der Altersarmut massiv verschärft.

"Seit sechs Monaten dauert der Tarifkonflikt an und seit sechs Monaten warten die Beschäftigten auf die dringend notwendigen Entgelterhöhungen. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber muten den Kolleginnen und Kollegen weitere Reallohnverluste zu und verschärfen die dramatische Altersarmut", erklärt Hubert Thiermeyer.

Die Tarifverhandlungen werden am 30.11.2023 fortgesetzt.

 

Tarifrunde Handel NRW: Mahnwache vor Arbeitgeberverband des Einzelhandels – Beschäftigte setzen ein Zeichen gegen Reallohnverlust

 

Seit Monaten kämpfen wir im Einzelhandel für faire Löhne und Gehälter sowie angemessene Ausbildungsvergütungen. Es ist inakzeptabel, dass die Arbeitgeberseite bis heute kein Angebot vorgelegt hat, das die finanzielle Sicherheit unserer Mitglieder gewährleisten würde.

Jana Zorn, Gewerkschaftssekretärin im Handel für die Bezirke Aachen/Düren/Erft und Köln-Bonn-Leverkusen

Die Gewerkschaft ver.di hielt in dieser Woche eine fünftägige Mahnwache vor dem Arbeitgeberverband des Einzelhandels An Lyskirchen/ Ecke Filzengraben in Köln ab. Die Mahnwache fand vom 25. September bis zum 29. September 2023 täglich in der Zeit von 8:00 bis 15:00 Uhr statt. Beschäftigte des Einzelhandels und Streikdelegationen aus verschiedenen Unternehmen des Einzelhandels aus Köln und der Region waren vor Ort.

Seit Mai 2023 streiken die Beschäftigten im Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen und bislang liegt kein Angebot der Arbeitgeberseite vor, das einen Reallohnverlust für die Beschäftigten und ihre Löhne, Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen angemessen berücksichtigen würde.

Jana Zorn, Gewerkschaftssekretärin im Handel für die Bezirke Aachen/Düren/Erft und Köln-Bonn-Leverkusen betont die Dringlichkeit der Situation: „

Die Mahnwache vor dem Arbeitgeberverband des Einzelhandels An Lyskirchen/Ecke Filzengraben in Köln symbolisiert den Zusammenhalt und die Entschlossenheit der Gewerkschaftsmitglieder für gerechte Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen, sowie verbesserte Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Die Streikenden setzen sich für eine angemessene Lohnerhöhung ein, die nicht nur die steigenden Lebenshaltungskosten abdeckt, sondern auch die harte Arbeit und das Engagement der Beschäftigten im Einzelhandel anerkennt.

Die nächsten Verhandlungen sind für den 17. Oktober 2023 vereinbart.

„Die Beschäftigten im Einzelhandel, sind richtig sauer. Wir wollen einen Abschluss des Tarifvertrages, aber nicht um jeden Preis. Wenn es nötig sein muss, werden wir auch im Weihnachtsgeschäft streiken, um unsere berechtigten Forderungen durch- zusetzen", sagt Jana Zorn.

 

Tarifrunden Handel Baden-Württemberg: Zentrale Demonstration und Kundgebung für baldige Tarifabschlüsse

 

Im Rahmen der andauernden Tarifrunden im Einzelhandel, sowie im Groß- und Außenhandel rief ver.di am Dienstag, den 26. September in verschiedenen Teilen des Landes zu eintägigen Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen sind überwiegend Betriebe des Einzelhandels, in geringerem Umfang auch Betriebe des Großhandels.

In Stuttgart wurden ca. 1.000 Streikende aus ganz Baden-Württemberg erwartet, die in einem gemeinsamen Demonstrationszug durch die Innenstadt zogen und sich zu einer anschließenden Kundgebung versammelten. Der Demonstrationszug startete um 11 Uhr 15 am DGB-Haus, die Abschlusskundgebung fand ab 12 Uhr auf dem Schlossplatz statt.

Hauptredner waren ver.di Landesbezirksleiter Martin Gross und ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger.

Die Tarifrunden über Gehälter und Löhne für die Beschäftigten im Handel laufen bereits seit Anfang April (Einzelhandel mit bisher vier Verhandlungsrunden) bzw. Anfang Mai (Groß- und Außenhandel mit bisher 5 Verhandlungsrunden).

Die Angebote, die die Arbeitgeber bislang abgegeben haben, wurden von ver.di als viel zu niedrig angesichts der anhaltend hohen Inflationsraten zurückgewiesen.

„Im Hinblick auf die extrem gestiegenen Preise im vergangenen Jahr – insbesondere bei Lebensmitteln –, fortgesetzt in diesem Jahr, können wir uns mit den bisherigen Angeboten der Arbeitgeber nicht zufriedengeben. Daher rufen wir weiterhin zu Streiks auf“, so ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger. "Die Beschäftigten warten schon viel zu lange auf mehr Geld! Für sie gilt es, möglichst bald zu einer guten Einigung zu kommen.“

Seit Anfang Mai ruft ver.di immer wieder in Betrieben Baden-Württembergs zu ein- und mehrtägigen Arbeitsniederlegungen auf. Rund 20.000 Streikende beteiligten sich bislang an den Streiks.

Mittlerweile gehen die Arbeitgeber dazu über, einseitig Entgelterhöhungen den Beschäftigten zuzusagen. ver.di sieht darin eine Verschärfung der Tarifauseinandersetzung, die die kämpferische Stimmung in den Betrieben noch mehr anheizen wird.

Der nächste Verhandlungstermin für den Einzel- und Versandhandel (5. Runde) wurde von den Tarifparteien einvernehmlich vom 6. Oktober auf den 3. November verschoben.

Die nächste Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel (6. Runde) findet am 4. Oktober statt.