Ladenschluss

Die Gesundheit der Beschäftigten im Handel muss geschützt werden!

Ladenschluss & freier Sonntag

Die Gesundheit der Beschäftigten im Handel muss geschützt werden!

Allianz für den freien Sonntag lehnt Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ab.
Ostern geschlossen Ladenschluss Feiertag Ladenöffnung limbi007, Bild-ID #103792002, depositphotos.com Osterfeiertage dürfen nicht dem Konsum zum Opfer fallen!

Die Allianz für den freien Sonntag dankt den Beschäftigten im Handel für ihren großen Einsatz, durch den sie in dieser angespannten Corona-Zeit die Versorgung der Bevölkerung mit allen lebenswichtigen Waren sicherstellen. Sie haben sich ruhige Feiertage mehr als verdient!

Welche Bedeutung die Beschäftigten für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens haben, wird einem großen Teil der Gesellschaft zunehmend bewusst.

Umso mehr halten wir es für bedenklich, wenn Beschäftigte durch eine Ausweitung der Arbeitszeiten weiterem Druck ausgesetzt werden. Wir begrüßen deshalb, dass u.a. Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz von Plänen Abstand genommen haben, den Geschäften die Öffnung an den Osterfeiertagen zu erlauben. Die Feiertage im Kreis ihrer Familie zu verbringen, haben sich die Beschäftigten mehr als verdient. Das muss auch für den Ostersonntag und -montag gelten! 

Als verantwortungslos empfinden wir, dass Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), öffentlich eine generelle Sonntagsöffnung des Einzelhandels „nach der Krise“ verlangt und das damit begründet, dass „Shoppen auch eine Freizeitaktivität“ sei. Der Arbeitgeberverband versucht, die Not und Ängste der Bürgerinnen und Bürger auszunutzen, um einen erneuten Angriff auf den verfassungsrechtlichen Schutz des Sonntags vorzubereiten.

Zugleich verweigert der HDE den Beschäftigten eine bundesweite Regelung zur Erhöhung des Kurzarbeitergeldes im Einzelhandel auf 90 Prozent, obwohl der reguläre Satz von 60 bzw. 67 Prozent nicht zum Leben reicht. Das macht deutlich, dass es mit der aktuell so sehr beschworenen Wertschätzung für die Beschäftigten im Handel nicht weit her ist!

Deswegen fordern wir von Politik und Handel:

  • die aktuelle Corona-Krisen nicht für eine generelle Ausweitung von Ladenöffnungszeiten auszunutzen sowie
  • die öffentliche Wertschätzung der Beschäftigten im Handel zu honorieren und zwar
  • nicht nur heute und in Worten, sondern dauerhaft in Tarifverträgen!

Was verhilft noch zu fairen Arbeitszeiten und mehr Freizeit? Eine starke Gewerkschaft!

Wir kämpfen für Jobsicherheit und gute Arbeit, tragen die Anliegen der Beschäftigten in die Öffentlich­keit und vertreten sie gegenüber der Politik.

Seid dabei und unterstützt uns: Mitmachen, mitbestimmen, Mitglied werden – in eurem eigenen Interesse!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung im Handel!


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