Groß- und Außenhandel

Verkauf bei Saint-Gobain: Was bedeutet das für die Beschäftigten?

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Verkauf bei Saint-Gobain: Was bedeutet das für die Beschäftigten?

Mutterkonzern stellt Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH als Ganzes zum Verkauf.
ver.di Fahne Tarifvertrag Renate Kossmann, www.verdi-foto.de Macht immer Sinn: Organize now!

Die Geschäftsführung hat am Montag, den 26. November 2018, im Townhall-Meeting bekanntgegeben, dass der französische Konzern Saint-Gobain die Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD) als Ganzes zum Verkauf stellen wird.

Derzeit seien die Unternehmensberatungsfirma McKinsey und die Geschäftsführung dabei, einen Businessplan für das operative Geschäft und für den Verkauf vorzubereiten. Eine Investmentbank ist mit der Suche nach Investoren beauftragt.

Der Verkauf ist eine unternehmerische Entscheidung, die im Mutterkonzern getroffen wurde und keine Mitbestimmung auslöst. Je nachdem wie der Verkaufsprozess umgesetzt wird, entstehen Veränderungen und Folgen und damit auch Mitbestimmungsmöglichkeiten der Betriebsräte und des Aufsichtsrats.

Gesetzt den Fall, das Unternehmen SGBDD wird als Ganzes verkauft, würden sämtliche Strukturen übernommen. Arbeitsverträge, Betriebsratsorganisation und Aufsichtsrat würden unverändert weiter Bestand haben.

Falls es im Laufe der Verhandlungen doch zu einer Zerschlagung des Unternehmens kommen würde, wäre der Aufsichtsrat sowie der Gesamtbetriebsrat in der Mitbestimmung bezüglich einer sozialen Umsetzung des Verkaufsprozesses.

Gesamtbetriebsrat und ver.di: So sehen wir das!

Grundsätzlich ist die Absicht der Konzernmutter zu bedauern, das Unternehmen SGBDD zu verkaufen. Unser Ziel ist es, die bereits errungenen betrieblichen, sozialen und tariflichen Standards beizubehalten bzw. abzusichern.

Unsere Forderungen:

  • SGBDD wird als Gesamtpaket verkauft:
  • Standortsicherung für acht Jahre;
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen für acht Jahre;
  • Zugesagte Investitionen finden unverändert statt;
  • Beibehaltung aller sozialen und tariflichen Standards;
  • Erhalt der Mitbestimmungsstrukturen;
  • Vorlage des Businessplans beim Wirtschaftsausschuss und beim Aufsichtsrat;
  • Bildung einer Begleitkommission für den gesamten Prozess

Helft mit und gebt uns Rückendeckung!

Ihr könnt diese Forderungen unterstützen: Werdet Mitglied bei ver.di und damit Teil unserer Basis. Denn wir sind umso stärker, je mehr wir sind. Und desto einfacher und schneller können wir auch unsere Forderungen durchsetzen.

Deswegen: Mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in eurem eigenen Interesse!

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