Einzelhandel

Gemeinsam gegen Union Busting bei WELTBILD

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Gemeinsam gegen Union Busting bei WELTBILD

Kommt am 19.11. zum Arbeitsgericht und macht mit bei unserer Foto-Aktion!
Sie unterstützen den Betriebsrat von WELTBILD und zeigen Gesicht für Fairness und Mitbestimmung (v.l.n.r.): Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs Handel; Manfred Wirsch, Bundesfachgruppenleiter Groß- und Außenhandel; Sylwia Lech, ver.di-Sekretärin in Augsburg. ver.di FB12 Sie unterstützen den Betriebsrat von WELTBILD und zeigen Gesicht für Fairness und Mitbestimmung: Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs Handel, Manfred Wirsch, Bundesfachgruppenleiter Groß- und Außenhandel sowie Sylwia Lech, ver.di-Sekretärin in Augsburg.

Unterstützung für den Betriebsrat von WELTBILD: Kommt am 19. November um 8.00 Uhr zum Arbeitsgericht in Augsburg!

Der Krieg der WELTBILD-Geschäftsführung gegen den Betriebsrat geht weiter. Nachdem die ursprünglichen Vorwürfe gegen den BR-Vorsitzenden offensichtlich nicht haltbar waren, hat sich der Arbeitgeber eine neue Geschichte zurechtgesponnen. Am Montag, 19.11.2018, wird der Fall vor dem Arbeitsgericht in Augsburg verhandelt.

Wir wollen den Prozess gemeinsam begleiten und den Betriebsrat öffentlich unterstützen: Treffpunkt ist um 8.00 Uhr vor dem Arbeitsgericht in der Frohsinnstraße 2.

Die Anschuldigungen gegen den Vorsitzenden werden immer wirrer und die Aussagen des Zeugen widersprechen sich:

  • Hat ein persönliches Gespräch stattgefunden oder war es bloß ein Telefonat?
  • Fand der Kontakt im Februar statt oder Mitte oder Ende März?
  • Was soll der Vorsitzende genau gesagt haben: der Kollege solle „krankmachen“ oder „auf psychisch belastet“ oder hat der Vorsitzende gar nur einen Arztbesuch empfohlen?

Die Wurschtigkeit, mit der die WELTBILD-Geschäftsführung die Vorwürfe behandelt, zeigt, dass es im Kern nicht um den Fall als solchen geht. Vielmehr sollen das Gremium und die Belegschaft eingeschüchtert werden.

Diese Behinderung der gesetzlichen Mitbestimmung werden wir nicht hinnehmen!

Das Beispiel von WELTBILD darf in Augsburg keine Schule machen. Deshalb werden wir vor dem Gerichtstermin solidarisch für die Mitbestimmung demonstrieren – Zeigt euch solidarisch, seid dabei und helft mit!

Foto-Aktion im Internet

Wer keine Zeit hat, zum Gericht zu kommen, kann den Betriebsrat auch auch anders unterstützen!

Im Internet unter www.weltbild-verdi.de veröffentlichen wir derzeit Fotos von solidarischen Menschen. Macht mit!

Dazu einfach hier das Soli-Plakat herunterladen, ausdrucken, hochhalten und sich mit dem Handy fotografieren lassen.

Euren Schnappschuss schickt ihr einfach per E-Mail direkt an die blogredaktion@web.de.

Auch wenn der Ausgang des Prozesses sicher zu sein scheint: Die Situation ist für die Betroffenen außerordentlich belastend, und sie freuen sich sehr über jede Unterstützung

Außerdem braucht der Arbeitgeber ein starkes Signal von uns allen: Schluss mit dem Betriebsratsmobbing – nicht nur bei WELTBILD!

Vielen Dank für eure Unterstützung!


Was bisher geschah

Die Geschäftsführung der Weltbild GmbH stellte am Arbeitsgericht Augsburg den Antrag auf Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats, um die fristlose Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden vollziehen zu können.

Zum Hintergrund für dieses undemokratische Vorgehen kommt unserer Meinung nach nur das Ablenken von den dramatischen Managementfehlern bei Weltbild und die Einschüchterung der Belegschaft in Frage.

Deshalb startete ver.di bereits im Juli 2018 zusammen mit dem Weltbild-Betriebsrat die Kampagne „Finger weg von unserem Betriebsrat!“

Schmutzige Tricks der Geschäftsführung

„Es ist typisch, was hier die Geschäftsführung von Weltbild vorhat. Um die planlosen Strategien des Gesellschafters Dröge aus Düsseldorf gegen jede Vernunft und den Willen der Belegschaft durchzusetzen, will man den Betriebsratsvorsitzenden auf ganz schäbige Art und Weise aus dem Unternehmen entsorgen", erklärt der zuständige ver.di Sekretär Thomas Gürlebeck.

"Mit schmutzigen Tricks und ehrverletzenden Behauptungen will man den starken und beschäftigtenorientierten Betriebsrat einschüchtern und schwächen. Die Geschäftsführung will Angst und Verunsicherung im Unternehmen schüren, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken und Beschäftigtenrechte weiter massiv einzuschränken."

Der Vorwurf an den Betriebsratsvorsitzenden, er habe aktiv zu Straftaten angestiftet, ist skandalös und sucht seinesgleichen. Wir werden uns das nicht bieten lassen!

Thomas Gürlebeck, zuständiger ver.di Sekretär

"Ab heute werden wir mit einer Postkartenaktion, die direkt an den Geschäftsführer Herrn Sailer gerichtet ist, die Kampagne 'Finger weg von unserem Betriebsrat' starten,“ ergänzte Gürlebeck.

"Wir werden die Kundschaft der Weltbild informieren, wie mit Beschäftigtenrechten und insbesondere mit Betriebsräten bei Weltbild umgegangen wird.

Die Weltbild Geschäftsführung und der Gesellschafter Herr Dröge sind gut beraten, wenn sie diese Sauerei stoppen!“

Belegschaft zeigt sich empört

Die Beschäftigten bei Weltbild wurden am 9. Juli 2018 auf einer kurzfristig einberufen Betriebsversammlung über das Vorgehen der Geschäftsleitung informiert.

Mit großer Empörung reagierten die Kolleginnen und Kollegen auf die Vorgänge gegen den Betriebsrat. In einer spontanen Unterschriftenaktion zeigten sich die Beschäftigten solidarisch mit dem Betriebsrat und erklärten, sich an weiteren Aktion zu beteiligen.

Weitere Infos findet ihr auf dem Weltbild ver.di Infoblog.

Helft mit und schreibt eine Protestpostkarte!

Postkarten könnt ihr in Augsburg beim ver.di Fachbereich 12 für den Handel ordern. Schreibt einfach eine E-Mail an fb12.augsburg@verdi.de und gebt uns die benötigte Menge durch.

Die Postkarten dürft ihr auch gerne auf allen Konferenzen, Betriebsversammlungen, Sitzungen u.s.w. verteilen und dort am besten gleich wieder einsammeln.

Für den Rücklauf gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Jeweils selbst frankieren und Karten einzeln abschicken;
  2. Karten einsammeln und in der nächsten ver.di Geschäftsstelle abgeben;
  3. Karten einsammeln und abschicken an ver.di Augsburg, Am Katzenstadel 34, 86152 Augsburg.

Lasst uns gemeinsam wieder einmal den Arbeitgebern zeigen, dass ein solches Vorgehen von uns Gewerkschaftsaktive nicht hingenommen wird!

Beim Fachbereich 12 in Augsburg gibt es unsere Protestpostkarte zur Ansicht als PDF.

Zum Info-Blog unserer Aktiven bei Weltbild