Toys R Us

Anerkennungstarifvertrag jetzt!

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Anerkennungstarifvertrag jetzt!

Tarifbewegung löst offenbar Nervosität beim Arbeitgeber aus

Die Tarifbewegung bei Toys R Us, mit der ver.di die Bezahlung nach Tarifvertrag durchsetzen will, macht den Arbeitgeber nervös – selbst wenn er wie gewohnt Coolness vorspiegeln möchte. Warum sonst setzt er auf billige Spielchen und Ablenkungsmanöver?

Tarif R us Foto: ver.di im Handel Tarif R us

Zur Sache: Angeblich sind jetzt die Betriebsräte (BR) und der Gesamtbetriebsrat (GBR) daran schuld, dass Lohn- und Gehaltserhöhungen ausbleiben, zu denen Toys R Us bereit ist. Der völlig überflüssige und nicht haltbare Vorwurf lautet, sie wollten nicht verhandeln.

Warum gibt es überhaupt ein Angebot zur Lohnerhöhung?
Erst Dank der Tarifaktionen ist die Geschäftsführung bereit, etwas mehr Geld locker zu machen. Auch wenn 9,50 und 10,50 Euro viel zu wenig sind – ohne die Streiks und viele weitere Aktionen würde das sicher völlig anders aussehen.

Der Vorwurf an die betrieblichen Interessenvertretungen ist absolut haltlos. Selbst wenn BR und GBR Gespräche aufnehmen und ihr OK zu den in Aussicht gestellten Anhebungen in nur zwei Lohngruppen geben würden, wäre das wertlos, weil sie dazu einfach nicht berechtigt sind. Dies hätte zur Folge, dass der Arbeitgeber jederzeit – und zwar ohne Zustimmung der Betriebsräte – die Löhne auch wieder senken könnte.

Der Gesetzgeber hat es klar geregelt: Über Entgelterhöhungen mit Toys R Us zu verhandeln, das fällt ausschließlich in den Aufgabenbereich der Gewerkschaft ver.di und der ver.di-Tarifkommission. Nur dort wo es Tarifverträge gibt, sind Beschäftigte davor geschützt, dass der Wert ihrer geleisteten Arbeit nicht einseitig durch den Arbeitgeber festgelegt wird.

Ganz klar gesagt: Die Betriebsräte können und wollen nichts blockieren!
Ihnen steht es überhaupt nicht zu, mit der Arbeitgeberseite darüber zu verhandeln, ob es mehr Geld gibt oder nicht.

Noch einmal: Seit sich Kolleginnen und Kollegen gewerkschaftlich organisieren und Widerstand gezeigt haben, tut sich etwas auf Arbeitgeberseite!

Lasst euch keinen Bären aufbinden!
Nur Tarifverträge sorgen regelmäßig für mehr Einkommen, auf das nur ver.di-Mitglieder einen Rechtsanspruch haben. Deshalb verlangen wir laut und deutlich vom Arbeitgeber, dass er damit aufhört, dem BR und dem GBR eine Blockadehaltung anzudichten.

Wir bleiben bei der Forderung »Tarif ,R‘ Us – Anerkennungstarifvertrag jetzt!«, denn der einzig rechtssichere Weg zu Lohn- und Gehaltserhöhungen führt über die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels.

Zum Vergleich: In NRW etwa stünden einer gelernten Verkäuferin je nach Berufsjahren zwischen 10,37 und 15,15 Euro brutto in der Stunde zu. Bei Toys R Us müssen die gleichen Bedingungen gelten wie im übrigen Einzelhandel. Gleiche Arbeit – Gleiches Geld!

Bedeutet im Klartext: Auch die übrigen Beschäftigten bei Toys R Us sollten sich jetzt organisieren, damit wir gemeinsam noch mehr Schlagkraft bekommen!

Die ver.di-Infos im Mai für die Beschäftigten bei Toys R Us gibt es hier als PDF.