real,-

real,- setzt auf Hungerlöhne

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real,- setzt auf Hungerlöhne

SB-Warenhauskonzern steht an der Spitze der Bewegung im Arbeitgeberlager

Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt in der aktuellen Tarifrunde im Einzelhandel auf eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Die Arbeitgeber wollen mit der Kündigung der Manteltarifverträge in eine völlig andere Richtung.

Schaut man sich die Arbeitgeberforderungen an, so erkennt man schnell, dass diese vorrangig die Beschäftigten in den Lebensmittelfilialbetrieben betreffen. Das Unternehmen real,- vertreten durch den Arbeitsdirektor Herrn Schrödinger steht dabei an der „Spitze der Bewegung“ im Arbeitgeberlager, um die Arbeits- und Einkommensbedingungen wesentlicher Beschäftigtengruppen in unserer Teilbranche drastisch zu verschlechtern.

Die größte Beschäftigtengruppe in allen real,- SB-Warenhäusern sind die Kassierer/innen, die schrittweise durch den Einsatz von Leiharbeitern verdrängt werden, weil diese billiger sind.

Der Arbeitgeber weiß, dass mit den Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ein dauerhafter Einsatz von Leiharbeitnehmern auf Stammarbeitsplätzen nicht mehr möglich ist, wenn die Betriebsräte ihre Mitbestimmungsrechte konsequent umsetzen und damit diesem Missbrauch der Leiharbeit einen Riegel vorschieben. Deshalb wollen die Arbeitgeber die Kassiererinnen zukünftig schlechter bezahlen und streben als ersten Schritt die Streichung der Kassierzulagen an.

Das Unternehmen real,- setzt im großem Umfang Fremdkräfte auf Werkvertragsbasis ein, um die Waren in die Regale verräumen zu lassen. Dafür gibt das Unternehmen jährlich ca. 25 Mio. Euro aus. Die rund 2.000 Fremdkräfte bekommen von ihrem Arbeitgeber für diese Tätigkeit in den real,- Betrieben nur einen Hungerlohn von 6,12 Euro im Osten und 6,63 Euro im Westen. Das Imagerisiko ist für alle Handelsunternehmen enorm hoch, wenn die Kunden das bemerken, solchen Praktiken eine Absage erteilen und „mit den Füssen abstimmen“, wie sie es bei der Firma Schlecker getan haben.