Karstadt

Karstadt ist ein Warenhaus, kein Discounter!

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Karstadt ist ein Warenhaus, kein Discounter!

Hände weg vom Arbeitsvertrag!

Während gerade erst der Informationsaustausch zwischen Gesamtbetriebsrat und Geschäftsleitung über Interessensausgleich und Sozialplan begonnen hat, scheinen sich einige Filialverantwortliche als besonders eifrig auszeichnen zu wollen. So gibt es immer wieder Berichte, dass Beschäftigte ins Büro geholt werden, um eine Veränderung ihres Arbeitsvertrags zu unterzeichnen.

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Hintergrund ist, dass ein großer Teil der Beschäftigten, die heute im Verkauf tätig sind, künftig nur noch Regale auffüllen soll. Entsprechende Pläne hat die Geschäftsleitung dem Gesamtbetriebsrat offen gelegt.

Tarifvertraglich sind Beschäftigte im Warenserviceteam nicht mehr so hoch eingruppiert wie vorher im Verkauf, verdienen also schlechter. Und genau darum geht es den Arbeitgebern: Sie wollen Personalkosten einsparen, wo immer es geht. Egal, ob das einen Sinn macht oder nicht. Denn wir alle wissen, dass ein erfolgreiches Warenhaus qualifizierte und motivierte Beschäftigte auf den Verkaufsflächen braucht. Aufgefüllte Regale verkaufen sich nicht von alleine, sondern es bedarf guter Beratung!

ver.di und Betriebräte machen da nicht mit!
Deswegen sind sich die ver.di-Bundestarifkommission und alle Betriebsräte einig: Karstadt wird nur mit ausreichend Beschäftigten im Verkauf zum Warenhaus 2020, also zum erfolgreichen Kaufhaus der Zukunft. Das jetzt vorgelegte Strukturkonzept berücksichtigt im Gegensatz zu Fokus+ nicht mehr die von der Eigentümerseite selbst vorgelegte Analyse hinsichtlich der Kriterien für ein Warenhauskonzept der Zukunft.

Deshalb wird es von den Mitgliedern der ver.di-Bundestarifkommission genauso abgelehnt wie vom GBR. Wir alle wissen: Wer jetzt weiter Personal im Verkauf einsparen will, der setzt bei Karstadt das Format Warenhaus aufs Spiel! Der verabschiedet sich von einer erfolgversprechenden Konzeptsuche. Diesen Weg gehen wir nicht mit!

ver.di ruft Karstadt zu Verhandlungen auf
Die ver.di-Bundestarifkommission Karstadt hat den Arbeitgeber jetzt zu zeitnahen Verhandlungen aufgefordert. Gemeinsam mit allen Beschäftigten und den Mitgliedern des GBR werden wir dafür Druck machen, dass sich Fehler der letzten Jahre nicht wiederholen. Wer glaubt, er kann seine falschen Konzepte wieder mit den Arbeitsplätzen und den Einkommen der Beschäftigten finanzieren, wird auf unseren gemeinsamen Widerstand stoßen!

Mehr Details zu unseren einzelnen Kritikpunkten gibt es auf der rechten Seite zum Download als PDF.