Karstadt

Tarifverhandlungen bei Karstadt

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Tarifverhandlungen bei Karstadt

Beschäftigte sind zu keinem weiteren Verzicht bereit

Zum Auftakt der erneuten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Karstadt am morgigen Freitag erneuert die ver.di ihre Kritik am geplanten Personalkahlschlag im Warenhaus und unterstreicht ihre Forderung nach tariflicher Standort- und Beschäftigungssicherung sowie nach Rückkehr in die Tarifbindung.

Streik bei Karstadt Dietrich Hackenberg / ver.di NRW Krisenstimmung bei Karstadt

„Bislang gibt es keine Klarheit, wohin aus Sicht des neuen Eigentümers die Reise mit Karstadt gehen soll. Wer über Sanierung reden will, muss vorher deutlich machen, dass er an eine erfolgreiche Zukunft von Karstadt als Warenhaus glaubt. Die Beschäftigten sind nicht mehr bereit, weiter Verzicht zu üben. Sie verlangen, dass ihnen endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt wird, ihre Arbeitsplätze tariflich abgesichert werden und Karstadt in die Tarifbindung zurück kehrt. Es muss Schluss damit sein, dass die einen ständig um ihre Zukunft zittern müssen, während die anderen sich die Taschen füllen“, sagte Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer für Karstadt.

Während die Beschäftigten Jahre des Missmanagements und ausbleibender Investitionen erleben mussten und ihre Einwände für ein Umsteuern ignoriert wurden, haben sie selbst über diverse Sanierungs-Tarifverträge und aufgrund der Flucht von Karstadt aus der Tarifbindung auf rund 700 Millionen Euro zur Sanierung des Warenhauses verzichtet.

„Man verlangt von ihnen erneut, einen Sanierungskurs mitzutragen, ohne dass klar ist, wohin Karstadt gesteuert werden soll. Diesen Vertrauensvorschuss gibt es nicht mehr“, sagte Peukes.

Die Tarifverhandlungen beginnen am morgigen Freitag, 18.09.2014, um 12 Uhr in Göttingen. Es wird keine Einigung erwartet. Über die ver.di-Bewertung werden wir im Anschluss hier informieren.