Hennes & Mauritz

H&M-Infotour in Bangladesch

Hennes & Mauritz

H&M-Infotour in Bangladesch

Aber nächstes Mal bitte richtig!

H&M rühmt sich gerne damit, für Arbeitsschutz und Gewerkschaftsrechte bei seinen Zulieferern zu sorgen. Im Juni 2014 reisten Vertreter des Unternehmens mit deutschen H&M-Beschäftigten nach Bangladesch, um die Kolleginnen vor Ort über die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern von H&M zu informieren.

Kampagne für Textil-Beschaeftigtenrechte ver.di Kampagne für Textil-Beschaeftigtenrechte

Als Teil des ExChains-Netzwerks begrüßen wir diese Initiative. Damit die Kolleginnen die Realität in den Bekleidungsfabriken und die Lage der Näherinnen kennenlernen, reicht es aber nicht, „einfach so“ nach Bangladesch zu fahren.

Der deutsche Gesamtbetriebsrat von H&M und die bangladeschische Gewerkschaft NGWF hatten vorab gemeinsam Richtlinien für eine solche Reise erarbeitet. Diese hatten wir H&M im Vorfeld der Reise vorgelegt und das Unternehmen zu deren Einhaltung aufgefordert.

Unsere Kolleginnen im deutschen H&M-Gesamtbetriebsrat sowie von der bangladeschischen Bekleidungsgewerkschaft sind seit langem gemeinsam im ExChains-Netzwerk aktiv und kennen sich gut. Beide Seiten waren sich einig, dass diese Richtlinien eingehalten werden müssen, wenn die Teilnehmerinnen der Reise ein realistisches Bild von der Lage der Beschäftigten bei den Zulieferern in Bangladesch bekommen sollen.

H&M hat sich geweigert, sich auf diese Richtlinien einzulassen. Damit hat das Unternehmen die Chance verspielt, zu zeigen, dass es ernsthaft an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern interessiert ist.

Den vollständigen exChains-Newsletter von September 2014 finden Sie auf der rechten Seite zum Download als PDF.