Hennes & Mauritz

Gegen Union Busting und Horror-Jobs!

Hennes & Mauritz

Gegen Union Busting und Horror-Jobs!

Modekette H&M gewinnt Online-Abstimmung
Freitag der 13. Aktionstag zu H&M aktion ./. arbeitsunrecht e.V. Der 13. Oktober 2017 wird ein Schwarzer Freitag für die Modekette Hennes & Mauritz.

Der Aktionstag Schwarzer Freitag am 13. Oktober 2017 richtet sich gegen den schwedischen Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M). Die Kette setzte sich in einer Online-Abstimmung der Initiative aktion./.arbeitsunrecht e.V. gegen die Mitbewerber Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und den Mercedes-Benz Zulieferer Rotec durch.

Betriebsratsbekämpfung und miese Verträge bei H&M
Die aktion./.arbeitsunrecht wirft H&M vor, Betriebsräte in Deutschland mit Hilfe juristischer Nachstellungen der Kanzlei DLA Piper gezielt zu zermürben und Beschäftigte mit Kettenbefristungen, Arbeit auf Abruf und sog. Flexi-Verträgen in ständiger Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre Stundenzahlen halten.  (Mehr zu den Hintergründen: Dossier H&M).

Wir freuen uns auf den Aktionstag. H&M ist seit Jahren wegen systematischer Zermürbung von Betriebsräten und miesen Tricks mit befristeten Arbeitsverträgen auf unser Liste. Lange sah es so aus, als wenn das Deutsche Rote Kreuz das Rennen machen würde. Erst in der letzten Woche holten die H&M-Beschäftigen und ihre Unterstützer_innen fulminant auf. Wir werden mit phantasievollen Aktionen gemeinsam Druck gegen die Modekette machen und ihr lässiges Image ankratzen.

Jessica Reisner, Campaignerin der aktion./.arbeitsunrecht

Zum Aktionstag Schwarzer Freitag
Die Kampagne “Jetzt schlägt’s 13! Aktionstag Schwarzer Freitag” findet am 13. Oktober 2017 zum fünften Mal statt. Sie richtet sich gegen Fertigmacher, Union Busting und Horror-Jobs.

Lokale Gruppen, Initiativen und Komitees sind eingeladen, am Freitag, den 13. Oktober neben den Zuständen bei H&M auch lokale Konflikte aufzugreifen, die mit Betriebsratsbekämpfung, Lohnraub und Union Busting zu tun haben.

Zur Idee der Kampagne “Jetzt schlägt’s 13!” sagte Elmar Wigand, Pressesprecher der aktion./.arbeitsunrecht:

"Freitag, der 13. gilt in Deutschland als Pechtag, an dem man eher keine komplizierten Tätigkeiten erledigen sollte und besser im Bett bleibt. Freitag, der 13. war auch eine recht populäre Horror-Film Reihe.

Wir greifen dieses Grusel-Thema auf, um den alltäglichen Horror zu thematisieren, den viele Leute am Arbeitsplatz erleben. Wir wollen den Spieß einmal umdrehen. Es geht darum schikanöse Arbeitgeber und Anwälte des Schreckens das Fürchten zu lehren.

Es geht uns auch darum, der Märchen-Propaganda vom vorbildlichen Wirtschaftswunderland Deutschland einen Spiegel vor zu halten. Für Tausende von Beschäftigte ist Arbeit in Deutschland ein Alptraum – ob finanziell, körperlich oder seelisch."

Die aktion./.arbeitsunrecht steht in Kontakt zu Betriebsratsmitgliedern, Beschäftigten und ver.di Gewerkschaftern bei H&M. Sie arbeitet in solidarischer Nähe zu Gewerkschaften und Betriebsräten, ist aber sowohl finanziell als auch organisatorisch unbhängig und eigenständig.

Gefragt sind Eigeninitiative und Aktivitäten vor Ort
Beschäftigte und Gewerkschafter – nicht nur aus dem Einzelhandel – Bürgerrechtler und soziale Aktivist_innen sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Es mögen eigenverantwortliche, lokale Ad-hoc-Komitees zur Aktionsvorbereitung gebildet werden.

Das Kölner Büro der aktion./.arbeitsunrecht dokumentiert und vernetzt geplante Aktivitäten nach Kräften, ist aber nicht verantwortlich für deren Durchführung vor Ort.