Hennes & Mauritz

GBR fordert Einhaltung der Menschenrechte bei Zulieferern

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GBR fordert Einhaltung der Menschenrechte bei Zulieferern

Gesamtbetriebsrat reagiert auf Verfolgung von Textilarbeiterinnen in Bangladesch
Menschenrechte Human Rights awsome design studio, Shutterstock.com Der GBR bei H&M kämpft für menschenwürdige Arbeitsbedingungen – auch im Ausland!

In Ashulia (Bangladesch) streiken Tausende von Textilarbeiterinnen seit Dezember 2016 für eine Erhöhung ihres Mindestlohns. Ihrer Forderung, den Lohn von derzeit rund 65 Euro monatlich zu verdreifachen, wird mit harscher Repression begegnet: Rund 200.000 Beschäftigte wurden ausgesperrt, Tausende entlassen, Fabriken geschlossen, Arbeiterinnen und Gewerkschaftsaktive werden angegriffen, verfolgt und zum Teil inhaftiert (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 01.02.2017).

Auch H&M lässt in acht Zulieferfabriken produzieren, in denen Beschäftigte oder Gewerkschaftsmitglieder der National Garment Workers Federation (NGWF) entlassen wurden. Die Fabriken sind geschlossen worden. Der Gesamtbetriebsrat von H&M hat das Unternehmen deswegen in einem offenen Brief dazu aufgefordert, endlich ernsthaften Druck auf die Zulieferer auszuüben.

"Den leeren Worten auf der H&M-Internetseite müssen wirkliche Taten folgen. H&M muss sich dafür einsetzen, dass die Fabriken wieder öffnen, alle Entlassenen wieder eingestellt und höhere Löhne gezahlt werden!"

Saskia Stock, GBR-Vorsitzende bei H&M

"Das Unternehmen muss seiner Verantwortung gerecht werden und sich klar und deutlich für die Freilassung der Inhaftierten einsetzen", fordert Saskia Stock, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats bei Hennes & Mauritz.

"H&M steht wie auch andere Unternehmen in der Verantwortung, menschenwürdige Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu garantieren", bekräftigt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. "Wir werden uns zusammen mit Gewerkschaftsaktiven in Bangladesch und anderen Ländern gemeinsam und solidarisch für die Rechte der Beschäftigten entlang der Lieferkette einsetzen!"

Der GBR trägt – wie ver.di – die von den internationalen Gewerkschaftsdachverbänden IndustriAll Global Union, UNI Global Union sowie dem Informationsportal LabourStart initiierte Protestpetition. Helft mit und unterzeichnet JETZT!

Die vollständige Pressemitteilung der ver.di vom 01.02.2017 und zugehörige redaktionelle Hinweise findet ihr auf der ver.di Hauptseite.

Den offenen Brief des Gesamtbetriebsrats bei Hennes & Mauritz gibt es hier als PDF zum Dowload: