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Beschäftigte wollen nicht für Managementfehler bezahlen

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Beschäftigte wollen nicht für Managementfehler bezahlen

Kaufhof muss ein tragfähiges Zukunftskonzept vorlegen!
Betriebsversammlung Betriebsrat Mitbestimmung Winne, Bild-ID #34263451, Fotolia.com Die Betriebsräte bei Galeria Kaufhof rufen zu Betriebsversammlungen auf.

Für Freitag, den 13. Oktober 2017, haben die Betriebsräte bundesweit zu nichtöffentlichen Betriebsversammlungen eingeladen. (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 12.10.2017)

Angesichts des Antrags der Unternehmensführung von Kaufhof auf einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag finden an etlichen Standorten am Freitag, 13.10., bundesweit nichtöffentliche Betriebsversammlungen statt, zu denen die Betriebsräte von Kaufhof eingeladen haben. Zum Teil kam oder kommt es auch schon am heutigen Donnerstag zu Betriebsversammlungen.

"Die Beschäftigten von Kaufhof wollen nicht für Managementfehler büßen", sagte im Vorfeld ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

"Bereits seit 2015 weisen der Gesamtbetriebsrat und der Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrats regelmäßig auf Managementfehler hin, etwa auf eine nicht erkennbare Verkaufsstrategie und eine verfehlte Rabattpolitik. Ein Umsteuern konnten wir aber bis heute nicht erkennen", so Nutzenberger weiter.

"Wir erwarten von Kaufhof einen klaren, tragfähigen Zukunftsplan. Kaufhof braucht überzeugende Konzepte, wie die Umsätze gesteigert werden sollen. Mit Personalkostenkürzungen bringt man das Unternehmen nicht voran."

Nutzenberger verwies auf zahlreiche offene Fragen, die zu klären seien. "Dazu gehört die Frage möglicher überhöhter Mieten und auch, wie der Mutterkonzern HBC agiert. Wie viel Geld fließt tatsächlich für Investitionen von HBC an Kaufhof zurück und wie viel Geld fließt von Kaufhof zu HBC ab?"

Es werfe Fragezeichen auf, wenn HBC einerseits die kapitalintensive Europaexpansion vorantreibe, andererseits aber nun angeblich so wenig Geld da sei, dass man den Beschäftigten bei Kaufhof in die Tasche greifen wolle.

"Wir werden diese Fragen alle auf den Tisch bringen. HBC muss seiner sozialen Verantwortung gerecht werden, das hat das Unternehmen bei der Übernahme von Kaufhof schließlich vollmundig versprochen und die Beschäftigten haben das als klares Bekenntnis zum vollständigen Flächentarifvertrag verstanden", so Nutzenberger.

"Die Beschäftigten sind die letzten, die auf etwas verzichten können. Sie und ihre Familien sind auf ihre Einkommen dringend angewiesen!"

Das weitere Vorgehen, kündige Nutzenberger an, werde "eng mit den Betriebsräten, der Tarifkommission und den Beschäftigten abgestimmt, denn es geht um ihre Interessen."