GALERIA Kaufhof

NEIN zur Stundung von Tariferhöhungen!

Galeria Kaufhof

NEIN zur Stundung von Tariferhöhungen!

ver.di-Tarifkommission stimmt gegen den Antrag der Unternehmensleitung.
Bundesfachbereichskonferenz Gesundheit und Soziales 2015 in Bad Neuenahr Kay Herschelmann ver.di macht den Plänen des Kaufhof-Managements einen Strich durch die Rechnung.

Kaufhof beantragte Stundung von Tariferhöhungen und Urlaubsgeld, ver.di-Tarifkommission antwortete mit einem einstimmigen Nein.

Nicht viel Neues bei Kaufhof, oder doch? Jedenfalls verwendet die Arbeitgeberseite mal wieder viel Phantasie auf Gedankenspiele, wie den Beschäftigten auf die Schnelle in die Tasche gegriffen werden kann.

Worum geht es?

Die Unternehmensleitung wollte die in der vorigen Tarifrunde für 2018 vereinbarten Erhöhungen jetzt stunden lassen: Insbesondere beim Entgelt, einschließlich der Einmalzahlung.

Auch das tarifliche Urlaubsgeld für dieses Jahr sollte zurückgehalten werden. Und zwar bis zu einem Ergebnis über den Abschluss eines Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung, wie es in einem Antrag an die ver.di-Tarifkommission heißt. Die aber lehnte nach einer intensiven Diskussion voller Empörung ab. Das Ergebnis fiel einstimmig aus.

Denn schon bevor klar ist, ob die wirtschaftliche Lage die von Kaufhof angepeilten Verhandlungen über einen solchen Sanierungstarifvertrag auch aus Sicht von ver.di überhaupt erforderlich und sinnvoll macht, wollte sich das Unternehmen einseitig finanzielle Vorteile auf Kosten der Belegschaften verschaffen.

Keine neuen Ideen: Zahlen sollen vor allem die Beschäftigten

So viel Energie auf Geschäftsideen für das Warenhaus zu verwenden, die Erfolg und Zukunftssicherheit für die Arbeitsplätze versprechen, das wär doch mal was…

Doch das Konzept mit dem wohlklingenden Titel »Turn2Win«, das der Tarifkommission vorgestellt wurde, setzt sehr einseitig auf Sanierungsbeiträge der Beschäftigten.

Außer noch mehr Personalabbau sind konkrete Maßnahmen des Managements zur wirtschaftlichen Gesundung des Unternehmens nicht erkennbar.

Deshalb ist es in jedem Fall eine echte Zumutung, die Beschäftigten schon mal vorab zur Kasse zu bitten.

ver.di-Tarifkommission mit den besseren Argumenten

Die Mitglieder unserer Tarifkommission übten zum Teil heftige Kritik am Ansinnen des Arbeitgebers. Schließlich werden die im letzten Jahr erkämpften Tariferhöhungen dringend benötigt, um gestiegene Lebenshaltungskosten auszugleichen.

Das Urlaubsgeld ist für viele ein fest eingeplanter Einkommensbestandteil, auf den nicht ohne weiteres verzichtet werden kann.

Am 13. April wird sich die ver.di-Tarifkommission in Frankfurt am Main zu ihrer nächsten Sitzung treffen.

Dort werden die von ver.di beauftragten Sachverständigen ihre Gutachten zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns sowie zum vorgelegten Sanierungskonzept präsentieren.

Auf dieser Grundlage wird dann entschieden, ob die Voraussetzungen für Tarifverhandlungen gegeben sind oder nicht.

Der Antrag der Unternehmensleitung auf Stundung unserer Tarifanhebungen und des Urlaubsgeldes zeigt, wie wichtig eine starke Gewerkschaft in den Betrieben ist. Ohne gewerkschaftlichen Schutz hätte Galeria Kaufhof schon lange ungefragt zugelangt.

Unterstützt deshalb eure Tarifkommission in den kommenden Auseinandersetzungen mit der Geschäftsführung!

Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

ver.di-Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden: