Amazon

Verzögerungen bei der Auslieferung

Amazon

Verzögerungen bei der Auslieferung

ver.di zieht positive Bilanz der Streiks anlässlich des Prime Days.
Amazon Paket Streik Jeramey Lende, Shutterstock.com #AmazonBrauchtTarif – die Beschäftigten setzen dazu erneut ein deutliches Zeichen.

Beschäftigte der Amazonstandorte Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg, Werne und Koblenz haben in der vergangenen Woche immer wieder gestreikt. Anlass war der sogenannte Prime Day von Amazon mit erhöhtem Bestellvolumen im Verlauf der Woche. (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 16. Juli 2017)

Die letzten Arbeitsniederlegungen gingen am Abend des 15. Juli 2017 in Bad Hersfeld, Graben, Leipzig und Koblenz zu Ende. An den Tagen, an denen alle genannten Standorte im Streik waren, beteiligten sich deutlich über 2.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen.

„Die Beschäftigten bei Amazon haben erneut ein deutliches Signal gesendet, sie verlangen einen Tarifvertrag, damit Arbeitsbedingungen endlich auf Augenhöhe ausgehandelt und abgesichert sind", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Streiks zum Prime Day waren erfolgreich. Amazon war deutlich überfordert, überall blieben etliche Lieferungen liegen, das Management reagierte nervös.

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

"Die Beschäftigten leisten extrem harte Arbeit und haben bessere Arbeitsbedingungen mehr als verdient. Amazon ist aufgefordert, endlich mit uns zu verhandeln.“

Erneut setzten die Beschäftigten auf eine unberechenbare Streiktaktik: Die jeweiligen Arbeitsniederlegungen wurden kurzfristig angekündigt.

In Werne streikten die Beschäftigten zum ersten Mal spontan aus der Schicht heraus. In Rheinberg fanden erneut sogenannte Rein-Raus-Streiks statt: Die Beschäftigten gingen morgens in den Streik, nach rund zwei Stunden wieder an die Arbeit, um kurz darauf erneut zu streiken.

Solch eine Taktik macht die Streiks für das Management deutlich unkalkulierbarer.