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Streiks bei Amazon vorläufig beendet

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Streiks bei Amazon vorläufig beendet

Tarifkonflikt geht weiter

ver.di zieht eine positive Bilanz der Streiks beim Versandhändler Amazon, die mit dem Ende der Spätschicht an diesem Donnerstag auch an den Standorten Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne vorläufig ausgesetzt werden.

Wirtschaftspolitik aktuell 7 / 2015 ver.di Amazons faule Eier

"Wieder haben sich viele Hundert Beschäftigte in den vergangenen Tagen an den Streiks beteiligt und klargemacht, dass sie in ihrem Kampf für sichere und gute Arbeitsbedingungen nicht nachlassen", sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

In dieser Woche hatten Beschäftigte der Versandzentren Leipzig, Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne, und Koblenz sowie die Beschäftigten der Amazon Instant Prime Video GmbH in Elmshorn (Schleswig-Holstein) die Arbeit niedergelegt.

Amazon bemüht sich um das Image eines arbeitnehmer-freundlichen Arbeitgebers, missachtet aber das grundsätzliche Recht der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag und übt in den Versandzentren ein rigides Kontrollregime aus!

Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di Bundesvorstand

"Wenn Amazon so viel Respekt für seine Mitarbeiter hat, dann soll das Unternehmen endlich Taten folgen lassen, sich mit der Gewerkschaft an einen Tisch setzen und einen Tarifvertrag aushandeln, der existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen verbindlich garantiert", fährt Nutzenberger fort.

In den Versandzentren ist durch die Streiks einiges liegen geblieben. Die Zustellung von Sendungen wird zudem durch die bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post AG massiv beeinträchtigt.

„Die Beschäftigten bei Amazon und der Deutschen Post wehren sich in beiden Fällen gegen Tarifflucht, das ist ein wichtiger und notwendiger Kampf“, so Nutzenbergers Bilanz.

Die vollständige Pressemitteilung von ver.di zu den Streiks vor Ostern bei Amazon gibt es auf der rechten Seite zum Download als PDF.