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Jetzt übernimmt der Süden!

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Amazon-Streikfackel wird an Graben abgegeben
Amazon-Beschäftigte fordern Respekt für ihre Arbeit. ver.di Handel Amazon-Beschäftigte fordern Respekt für ihre Arbeit

Nach erfolgreichem Streikauftakt der Amazon-Beschäftigten in Leipzig und Bad Hersfeld wird die Streikfackel nun nach Graben bei Augsburg übergeben. (Quelle: Pressemitteilung ver.di vom 23. März 2015)

Dort werden die Beschäftigten heute mit der Frühschicht, unmittelbar zum Ostergeschäft, in den Streik gerufen. Die Beschäftigten werden ab 5 Uhr in den Ausstand treten, also bereits vor der ersten Schicht um 6:45 Uhr. Ab 14:30 Uhr wird dann auch die zweite Schicht streiken.

„Der Kampf um existenzsichernde Tarifverträge bei Amazon hat nicht nur elementare Bedeutung für die Beschäftigten bei Amazon selbst, sondern für den gesamten Einzelhandel. Wenn Großkonzerne sich Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten verschaffen, heizt dies den Verdrängungswettbewerb im Handel massiv an“, sagt Hubert Thiermeyer, ver.di-Fachbereichsleiter Handel in Bayern.

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Ein Viertel dauerhaft krank

Befristungen am laufenden Band, gesundheitsgefährdender Leistungsdruck und wenig Respekt zeichneten noch immer die Arbeitsbedingungen bei Amazon aus.

„Tarifbindung durch faire Tarifverträge ist ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Situation“, so Thomas Gürlebeck, ver.di-Streikleiter in Graben. Wenn ein Viertel der Belegschaft dauerkrank sei, und sich die Geschäftsführung handlungsunfähig zeige, müsse mehr gute und gesunde Arbeit durch Tarifverträge durchgesetzt werden.

„Die Unternehmensleitung Amazon diktiert momentan einseitig die Löhne, überwacht die Beschäftigten und setzt sie gesundheitsschädlichem Leistungsdruck aus. Die Geschäftsführung irrt, wenn sie glaubt, dass Kunden und Beschäftigte dies auf Dauer akzeptieren“, sagt Hubert Thiermeyer.