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Streiks zum Weltgesundheitstag

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Streiks zum Weltgesundheitstag

Tarifverträge schaffen mehr gute und gesunde Arbeit

Aus Anlass des heutigen Weltgesundheitstags legen Beschäftigte an sechs Amazon-Standorten (Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Graben, Koblenz) die Arbeit nieder. (Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 07. April 2016)

Amazon-Streik: Gemeinsam für gerechte Entlohnung Foto: Hubert Thiermeyer / ver.di Handel Amazon-Streik: Gemeinsam für gerechte Entlohnung

Sie streiken für dringend notwendige Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen, die sie durch einen Tarifvertrag garantiert sehen wollen. Die Beteiligung an den Streiks ist an allen Standorten hoch, was deutlich macht, wie wichtig den Beschäftigten auch gesunde Arbeit ist – neben der tariflichen Entlohnung.

"Amazon nimmt wenig Rücksicht auf die Gesundheit seiner Beschäftigten. Hoher Druck, immer mehr in kürzerer Zeit zu schaffen, permanente Leistungskontrollen und Überwachung, eine schlechte Führungskultur, unzureichende Erholungszeiten und fehlende Hilfsmittel sind schlechte Arbeitsbedingungen, die häufig bei Amazon zu finden sind", so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

"Die Beschäftigten streiken, weil sie nicht mehr der Willkür eines Arbeitgebers ausgesetzt sein wollen, der auf Kosten ihrer Gesundheit seine Geschäfte betreibt!"

Gesunde Arbeit ist ein Menschenrecht und Tarifverträge sind ein entscheidendes Mittel, um gesunde und gute Arbeitsbedingungen zu garantieren!

Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied der ver.di

Viele Beschäftigte beklagen, dass sie die Arbeit bei Amazon krank macht. Die tatsächlichen Probleme geht das Unternehmen entgegen aller wohlklingenden Verlautbarungen bisher nicht an.

Beschäftigte berichten stattdessen immer wieder, dass Hinweise für konkrete Lösungen ignoriert oder länger erkrankte Beschäftigte in sogenannten BEM-Gesprächen (Betriebliches Eingliederungsmanagement) unter Druck gesetzt werden, um sie letztlich loszuwerden.

An allen Streikstandorten werden Beschäftigte am 7. April ihre konkreten Probleme und Forderungen anhand einer betriebsöffentlichen Umfrage per Wandzeitung bewerten und diskutieren.

Auch am Standort Pforzheim gibt ver.di den Beschäftigten heute in Aktionen Gelegenheit zu einer solchen Bewertung.

(Quelle: Pressemitteilung der ver.di vom 07. April 2016)