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Streik in Leipzig wird fortgesetzt!

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Streik in Leipzig wird fortgesetzt!

Erneut ruft ver.di die Amazon Beschäftigten in Leipzig zum Streik auf.
Streik bei Amazon in Graben (2014) Foto: Hubert Thiermeyer / ver.di Bayern Streik bei Amazon in Graben (2014)

Am heutigen Montag, 13. März 2017, ruft ver.di erneut die Beschäftigten bei Amazon in Leipzig zum Streik auf. Schon am Samstag wurde in Leipzig gestreikt. Heute legten gleichzeitig auch die Beschäftigten in Bad Hersfeld die Arbeit nieder. (Quelle: Pressemitteilung der ver.di im Bezirk Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen vom 13. März 2017)

„Die Weigerung des Amazon Managements, Tarifverhandlungen aufzunehmen, ist reine Schikane und Demonstration von Größenwahn. Am Geld liegt es nicht. Amazon investiert in neue Standorte und wächst und wächst. Doch wo bleiben die Mitarbeiter“, fragt sich ver.di Streikleiter Thomas Schneider.

„Dabei sind die Beschäftigten stinksauer“, so Schneider weiter. „Statt Wertschätzung gibt es ständige Kontrollen der Beschäftigten bei der Arbeit und in den Pausen, selbst Toilettengänge werden beobachtet. Bei Krankheit wird Druck ausgeübt, es wird mit Kündigungen gedroht. Scheinbar sollen Beschäftigte rausgemobbt werden, das Management schürt Angst.“

„Wir fordern einen Tarifvertrag, wo Gehälter, Löhne und gute Arbeit geregelt werden. Wir brauchen Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Amazon, wo auf Augenhöhe über faire Arbeitsbedingungen verhandelt wird. Arbeitnehmerwillkür, wie sie Amazon praktiziert, muss gestoppt werden! Deshalb setzen wir heute den Streik fort,“ erklärt Schneider.

ver.di fordert die Anwendung des Tarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel auch beim Online-Riesen Amazon. „1.033 Euro Weihnachtsgeld, 1.096 Euro Urlaubsgeld, eine 38 Stundenwoche und sechs Wochen Urlaub sind in der Branche üblich. Das wollen wir auch für die Beschäftigten bei Amazon durchsetzen“, fordert Jörg Lauenroth-Mago, ver.di-Landesfachbereichsleiter im Handel.

Amazon verweigert die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Der Online-Händler hat aber aufgrund der Streiks in den letzten drei Jahren die Gehälter und Löhne immer wieder etwas erhöht, zuletzt im September 2016. Amazon zahlt kein Urlaubsgeld und gewährt nur 28 Arbeitstage Urlaub.

Rückfragen gerne an thomas.schneider@verdi.de.