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Es ist noch viel mehr drin!

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Es ist noch viel mehr drin!

Die ver.di-Infos für Amazon-Beschäftigte im September 2015

»Jetzt ist mehr drin« – da haben sie ausnahmsweise mal recht … Was die Geschäftsführung gerade überall auf All Hands-Meetings im Zusammenhang mit der Lohnerhöhung verkünden ließ, zeigt vor allem eines: Unsere Streiks zeigen echt Wirkung!

Klare Ansage: Die Beschäftigten wollen mit Amazon verhandeln Foto: ver.di im Handel Klare Ansage: Die Beschäftigten wollen mit Amazon verhandeln

Amazon muss erneut reagieren: Die Steigerung um 2,5 bzw. 2,6 Prozent ist kein Zufall!

Wir gehen jede Wette ein, dass es ohne unsere  Streiks überhaupt nichts oder bestenfalls viel weniger gegeben hätte. Auch das bestärkt uns darin, weiterzumachen und zusammen mit möglichst vielen von euch den Druck zu erhöhen.

Noch mehr Druck wird noch mehr Wirkung zeigen

Wir wollen faire und verlässliche Arbeits- und Einkommensbedingungen durchsetzen. Unser Ziel ist ein existenzsichernder Tarifvertrag, der dies garantiert.

Anpassungen der Löhne nach oben dürfen nicht länger dem Gemütszustand des Arbeitgebers überlassen bleiben: Die Aufforderung an Amazon, mit der Gewerkschaft ver.di einen Tarifvertrag abzuschließen, steht!

Wird das durchgesetzt, ist sehr viel mehr drin... Außer Einkommensverbesserungen lassen sich mit Hilfe eines Tarifvertrages zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft auch andere Dinge regeln, die vielen von uns unter den Nägeln brennen.

Zum Beispiel ließen sich die vielen aufeinanderfolgenden Befristungen zugunsten von festen, unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen
eindämmen.

Amazon stellt sich stur und provoziert neue Streiks

Amazon verweigert nach wie vor die Aufnahme von Verhandlungen über einen Tarifvertrag. Stattdessen versucht die Geschäftsführung immer wieder, den Betriebsrat mit Themen zu befassen, die laut Betriebsverfassungsgesetz ausschließlich in den Aufgabenbereich der zuständigen Gewerkschaft fallen.

Um es deutlich zu sagen: Betriebsräten steht es nicht zu, über die Entgelthöhe zu verhandeln. Amazon will sich offenbar auch in dieser Frage über in Deutschland geltendes Recht hinwegsetzen. Das ist der falsche Weg, er führt in die Sackgasse!

Unser Weg ist ein anderer

Die Verweigerungshaltung des Arbeitgebers zwingt uns dazu, neue Arbeitsniederlegungen vorzubereiten. Wir wollen viele Kolleginnen und  Kollegen einbeziehen, die bisher noch abseits gestanden haben.

Zur Erinnerung: Erst seit sich bei Amazon die Beschäftigten stärker gewerkschaftlich organisieren und Widerstand zeigen, gibt es Verbesserungen bei den Löhnen und Arbeitsbedingungen.

Für uns alle ist mehr drin, wenn wir Amazon unüberhörbare und klare Antworten geben: Beteiligt euch an Streiks, wenn ver.di dazu aufruft! Werdet Gewerkschaftsmitglied! Kämpft mit uns für einen existenzsichernden Tarifvertrag! Denn damit ist noch viel mehr drin!

Die aktuelle Ausgabe der ver.di-Informationen für die Beschäftigten bei Amazon gibt es hier auch kompakt als PDF zum Download: