Ladenschluss

Standpunkte zur Sonntagsöffnungszeit

Ladenschluss

Standpunkte zur Sonntagsöffnungszeit

Statements von Bürgerinnen und Bürgern zum Ladenschluss

Ver.di hat über 1000 Standpunkte zum freien Sonntag gesammelt! Hier präsentieren wir euch eine kleine Auswahl.

  • Lothar Binding, MdB

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    Der Sonntag dient der ohnehin zu kurzen Regenerationsphase nach sechs Tagen Arbeiten und Kaufen. Er erlaubt uns eigene Gedanken fassen zu können – jenseits der Alltagshektik, jenseits des Kommunikations- und Mediendrucks.

    Eine noch wichtigere Funktion hat der freie Sonntag allerdings für die Wirtschaft. Für Wachstum. Er, und nur er, der zwangsweise freie Sonntag, erzwingt den schrecklichen Entzug, einen ganzen Tag lang nicht alles überall und jederzeit kaufen zu können. Die Entzugserscheinungen, dieser ungeheure psychische Druck, ich möchte sagen Angstzustand nicht noch schnell Sonntagmittags oder wenigstens zwischen nach Arbeitsende am Freitag oder dem Samstagmorgen-Einkaufserlebnis und Christiansens Gedankenaustreibung am Sonntagabend, ein Schlafzimmer, einen Ohrring, drei Päckchen Palmin oder einen Briefbeschwerer als Geschenk kaufen zu können, führt zu einer Überwindung dieses Entzugs, zu Entladung der sonntags aufgestauten Kauflust in einem nachfolgend sechs Tage andauernden Kaufrausch. Manchmal ist der Sonntag etwas zu kurz um all die notwendigen Ideen zu haben die einen sechstägigen Kaufrausch tragen helfen.

    Vielleicht wäre es von Vorteil diesen auf den Sonntag begrenzten Entzug noch auszudehnen auf einige Stunden am Samstagnachmittag. Das könnte den Kaufzwang auch der Verkäuferinnen wenigstens so lange unterdrücken, dass er sich auch bei ihnen montags beginnend, wenigstens über einige Tage der Woche entladen könnte. Und mit dieser Zwangskraft von Montag bis Samstag zu kaufen, zu kaufen und zu kaufen, hätten ja auch alle Menschen viel mehr Geld auszugeben… und alles würde gut.

    Gäbe es den freien Sonntag also nicht. Alle Tage wären gewöhnliche Arbeits- und Kaufrauschtage. Der Kaufrausch würde in kürzester Zeit abflachen. Kaufen würde gewöhnlich, langweilig, eben all-täglich.

    Gemessen an den Folgen der Einführung eines Arbeits- und Kaufsonntags für die Wirtschaft in messbaren Ertragszahlen, sind solche kaum quantifizierbaren Kollateralschäden, wie die weitere Beschneidung der zeitlichen Möglichkeiten sich als Familie zu erleben, einen längeren Text zu lesen, ohne Zeitdruck etwas neues zu lernen oder sich bürgerschaftlich kulturell, sozial, kirchlich oder im Sport zu engagieren, eigentlich nachrangig.

    Deshalb bin ich für den Erhalt des freien Sonntags für das Halten von freien Sonntagsreden. Und wer schon einmal solche Sonntagsreden gehört hat, der kann ermessen, dass auch sie ausschließlich den oben angesprochenen Zielen der Wirtschaft dienen.

    Lothar Binding, Heidelberg – MdB 

  • Jörg Tauss, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Gesamtgesellschaftlich sehr viel.
    Auch wenn ich als Abgeordneter kaum freie Sonntage kenne, weiß ich doch um deren Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

    Jörg Tauss, Kaichtal – dt. Bundestag – Berlin - MdB

  • Bodo Ramelow, MdB

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    Pause, Erholung und Entspannung.

    Ohne Sonntage sind alle Tage Werktage!
    Dieser Slogan trifft es auf den Punkt.
    Jede Gesellschaft hat ihren vereinbarten Ruhepunkt!
    Sabbat, die Sonntagsruhe, das Feiertagsgebet – egal ob man selbst religiös ist – es ist eine Unterbrechung/eine Pause/zum Luft holen/zum Verschnaufen/zum Auftanken/zum Faulenzen...
    Alles um besser gerüstet, gemeinsam den Alltag zu Leben. Sonntage sind Familien-, Sport-, Kulturtage!
    Sonntage sind alles, nur keine Werktage!

    Bodo Ramelow, Gera – Die Linke im Bundestag – stellv. Fraktionsvorsitzender

  • Matthias Möhring-Hesse, Privatdozent

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    Wohlstand.
    Aber wie bei vielem, was uns wohl tut, erfährt man dessen Wohltat häufig erst dann, wenn uns der Sonntag (als gemeinsam freier Wochentag) dauerhaft verloren gegangen ist. Deshalb müssen wir das uns Selbstverständliche bewusst machen.

    Der gemeinsam freie Sonntag steigert deshalb unseren Wohlstand,

    ... weil er uns befreit ...
    Denn es gibt nicht nur die Freiheit, dann einkaufen, arbeiten oder Amtsgeschäfte erledigen zu können, wenn man es gerade will, sondern auch die, irgendwann einmal nicht einkaufen, nicht arbeiten und keine Amtsgänge unternehmen zu müssen. Das ist die „freie Zeit“, die man sich für die Dinge nehmen kann, die man eben nicht tun muss. Bei Lichte betrachtet, steigert die Preisgabe des freien Sonntags nicht die Freiheit der Menschen, sondern mindert sie im Gegenteil, weil ihnen diese „freie Zeit“ genommen wird.

    ... weil er verbindet ...
    Es gibt wertvolle Zeit, die man ganz allein für sich verbringt. Häufig aber ist wertvolle Zeit die Zeit, die man gemeinsam mit anderen verbringen kann. Der freie Sonntag ist gemeinsame Zeit – und all’ die Menschen, die auch außerhalb der Arbeit mit anderen Gemeinsames vorhaben, unverzichtbar. Genauso wichtig ist es, dass der freie Sonntag einen gemeinsamen Zeitrhytmus schafft, mit dem selbst die leben, die am freien Sonntag (für die anderen) arbeiten und daher nicht frei haben.

    ... weil er bestimmt ...
    Der freie Sonntag gehört zu den kulturellen Traditionen, aus denen heraus wir in der Bundesrepublik gemeinsam leben. Als eine Gesellschaft mit freiem Sonntag erfahren wir die Bundesrepublik als „Heimat“ – und eben Gesellschaften ohne diesen als „fremd“. Dabei ist der „freie Sonntag“ auch für eine zunehmend pluraleren Gesellschaft „erträglich“, ist er doch für unterschiedlichste Gestaltungen und Bedeutungen offen.

    Matthias Möhring-Hesse, Frankfurt/M - Institut für Christliche Sozialwissenschaft, Universität Münster – Privatdozent

  • Friedhelm Hengsbach, Hochschullehrer

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    das tun zu können, was ich tun möchte, wozu ich nicht von außen genötigt werde.
    Ein römischer Philosoph hat sich darüber gewundert, dass die Juden, die den Sabbat einhalten, 14% ihrer Leistungs-/Arbeitskraft nicht nutzen.
    Eben, weil sie sich frei machen von inneren und äußeren Arbeitszwängen.

    Friedhelm Hengsbach, Frankfurt/M. – Hochschule S. Georgen – Hochschullehrer

  • Jan Korte, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    • einen wichtigen Freiraum,

    • um zu lesen

    • mit Freunden zu sprechen

    • meine Familie zu treffen

    und Ruhe zum Nachdenken zu finden.

    Jan Korte, Berlin – MdB

  • Niels Annen, MdB

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    wichtige Zeit für mich selbst, gemeinsam mit Freunden und der Familie. Das ist nicht nur Zeit zum Erholen und Kraft tanken, sondern auch zum nachdenken und Abstand gewinnen. Sonntag ist auch Zeit für Kultur, Zeit zum Lesen, Zeit fürs Theater, fürs Kino oder die Oper.
    Ich halte nichts davon, am Sonntag, als grundsätzlich freien Tag, zu rütteln.

    Wirtschaftlich bringen verkaufsoffene Sonntage wenig bis gar nichts. Zudem werden bestehende Ladenöffnungszeiten nicht ausgenutzt. Somit würde nur eine weitere soziale Errungenschaft abgeschafft – mit weit reichenden Folgen nicht nur für die und den Einzelnen, sondern für unsere ganze Gesellschaft.

    Niels Annen, Hamburg - MdB

  • Dr. Gregor Gysi, MdB

    Der freie Sonntag, soweit er denn realisierbar ist, erinnert mich relativ regelmäßig an meine Chancen, meine Rechte und Pflichten außerhalb beruflicher und politischer Tätigkeit. Ich kann mich auf die mir wichtigen Beziehungen in der Privatsphäre, aber auch auf mich selbst, meinen Körper, meinen Geist und meine Seele konzentrieren. An diesem Tag denke ich mehr über die Rechte anderer nach als über berufliche Pflichten. Man pflegt Beziehungen, die es sonst kaum noch gäbe. Der freie Sonntag reduziert auch die Möglichkeiten zu Ausreden. Gerade durch ihn kann niemand plausibel erklären, weshalb er sich nicht um Menschen kümmert, um die er sich besser kümmerte. Da Millionen Menschen diesen Tag gemeinsam haben, ist er auch ein gesellschaftliches, ein kulturelles Ereignis. Hier besucht man Veranstaltungen, zu denen man sonst keine Zeit findet. Für die Beziehung von Eltern und Kindern scheint es mir ein besonders wichtiger Tag zu sein. Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der jeder Tag zum Alltag wird.

    Mit solidarischen Grüßen

    Dr. Gregor Gysi, Berlin – MdB – Bundestagsfraktion DIE LINKE

  • Klaus Ernst, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ruhe, Entspannung und Erholung!

    Ein stressfreier Tag ohne Bürostress und ohne Einkaufsstress!
    Außerdem gemeinsame Freizeit mit Familie und Freunden.

    Klaus Ernst, MdB – Schweinfurt

  • Dr. Barbara Hendricks, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    die Möglichkeit, ganz persönlich über meine Freizeit bestimmen zu können. Das klappt nicht immer, aber dennoch ist der Sonntag d e r  „Ruhetag“, der Tag, an dem Familie und Freunde, sowie die eigene Erholung im Vordergrund stehen.

    Für mich ist die hervorgehobene Rolle dieses Tages deshalb auch nicht mit einem anderen freien Tag in der Woche austauschbar, weil sie wesentlich damit verknüpft ist, dass das gesamte gesellschaftliche Leben an diesem Tag anders läuft, nämlich „zur Ruhe kommt“.  Man muss nicht, wie ich es bin, überzeugte Christin sein, um den tiefen Sinn des Innehaltens für eine Gemeinschaft zu begreifen.

    Sicher, wir alle brauchen auch an Sonn- und Feiertagen Tag Menschen, die notwendige Dienstleistungen aufrechterhalten. Aber was wir nicht brauchen, sind gleichförmige hektische Arbeitstage, aneinandergereiht ohne Struktur und Form. Wir brauchen den Sonntag auch als Anker, der unserer Gesellschaft Halt, Sinn und Gemeinsamkeit geben kann – und damit Kraft für den Alltag.

    Dr. Barbara Hendricks, Kleve – MdB – SPD Fraktion

  • Lothar Binding, MdB

    Der Sonntag dient der ohnehin zu kurzen Regenerationsphase nach sechs Tagen Arbeiten und Kaufen. Er erlaubt uns eigene Gedanken fassen zu können – jenseits der Alltagshektik, jenseits des Kommunikations- und Mediendrucks.

    Eine noch wichtigere Funktion hat der freie Sonntag allerdings für die Wirtschaft. Für Wachstum. Er, und nur er, der zwangsweise freie Sonntag, erzwingt den schrecklichen Entzug, einen ganzen Tag lang nicht alles überall und jederzeit kaufen zu können. Die Entzugserscheinungen, dieser ungeheure psychische Druck, ich möchte sagen Angstzustand nicht noch schnell Sonntagmittags oder wenigstens zwischen nach Arbeitsende am Freitag oder dem Samstagmorgen-Einkaufserlebnis und Christiansens Gedankenaustreibung am Sonntagabend, ein Schlafzimmer, einen Ohrring, drei Päckchen Palmin oder einen Briefbeschwerer als Geschenk kaufen zu können, führt zu einer Überwindung dieses Entzugs, zu Entladung der sonntags aufgestauten Kauflust in einem nachfolgend sechs Tage andauernden Kaufrausch. Manchmal ist der Sonntag etwas zu kurz um all die notwendigen Ideen zu haben die einen sechstägigen Kaufrausch tragen helfen.

    Vielleicht wäre es von Vorteil diesen auf den Sonntag begrenzten Entzug noch auszudehnen auf einige Stunden am Samstagnachmittag. Das könnte den Kaufzwang auch der Verkäuferinnen wenigstens so lange unterdrücken, dass er sich auch bei ihnen montags beginnend, wenigstens über einige Tage der Woche entladen könnte. Und mit dieser Zwangskraft von Montag bis Samstag zu kaufen, zu kaufen und zu kaufen, hätten ja auch alle Menschen viel mehr Geld auszugeben… und alles würde gut.

    Gäbe es den freien Sonntag also nicht. Alle Tage wären gewöhnliche Arbeits- und Kaufrauschtage. Der Kaufrausch würde in kürzester Zeit abflachen. Kaufen würde gewöhnlich, langweilig, eben all-täglich.

    Gemessen an den Folgen der Einführung eines Arbeits- und Kaufsonntags für die Wirtschaft in messbaren Ertragszahlen, sind solche kaum quantifizierbaren Kollateralschäden, wie die weitere Beschneidung der zeitlichen Möglichkeiten sich als Familie zu erleben, einen längeren Text zu lesen, ohne Zeitdruck etwas neues zu lernen oder sich bürgerschaftlich kulturell, sozial, kirchlich oder im Sport zu engagieren, eigentlich nachrangig.

    Deshalb bin ich für den Erhalt des freien Sonntags für das Halten von freien Sonntagsreden. Und wer schon einmal solche Sonntagsreden gehört hat, der kann ermessen, dass auch sie ausschließlich den oben angesprochenen Zielen der Wirtschaft dienen.

    Lothar Binding, Heidelberg - MdB

  • Marko Mühlstein, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    der einzig freie Tag in der Woche. Für das Familienleben ist der freie Sonntag von zentraler Bedeutung und muss deshalb –frei- bleiben.

    Marko Mühlstein, Berlin - MdB

  • Christian Lange, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ruhe und Erholung vom Konsumterror.

    Christian Lange, Backnang – MdB

  • Inge Höger-Neuling, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    mich mit Freunden, Bekannten, Familie treffen und gemeinsame freie Zeit mit einander zu verbringen.
    Am Sonntag sollten nur Menschen in Krankenhäusern, bei der Feuerwehr und ähnlich wichtigen Dienstleistungsbereichen oder in Kneipe, Kino u.s.w. arbeiten müssen.

    Inge Höger-Neuling, Herford - MdB

  • Carola Schewe, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ruhe auf der Straße, Zusammensein mit den Liebsten.

    Carola Schewe, Aachen – MdB – wiss. Mitarbeiterin

  • Paul Schäfer, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    ein Tag, an dem ich länger schlafen kann, mich auf das Glockengeläut, eine schöne Morgenmusik und ein gemütliches Frühstück freue, meine Kumpels im Fußballverein treffe und ansonsten in Ruhe etwas lesen kann.

    Wer mir diese kulturelle Errungenschaft nehmen will, ist ein Barbar!

    Paul Schäfer, Köln – MdB

  • Dr. Carl-Christian Dressel, MdB

    Der freie Sonntag gedeutet für mich ...

    gesellschaftliche Stabilität.

    Er ermöglicht es den Menschen, sich miteinander an einem gemeinsamen Tag zu treffen, de in unserem Kulturkreis über alle Ländergrenzen hinweg verbindlich ist. Insofern ist der Sonntag auch eine soziale Errungenschaft. Er war nicht immer arbeitsfrei, sondern er war ständig Angriffen ausgesetzt. Menschen hatten ihn seit jeher gegen ökonomische Interessen zu verteidigen. Gleichzeitig soll der Sonntag auch der geistlichen Erbauung und dem Gottesdienst (und nicht zum Kapitaldienst) dienen.

    Dr. Carl-Christian Dressel, Coburg - MdB

  • Gesine Multhaupt, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    • dass es viele Ausnahmen gibt: Pflegeberufe, Kulturschaffende, Verkehrsbetriebe ...

    • Zeit für kulturelle und/oder religiöse Betätigung

    • Zeit für Familie, Freunde, alte und pflegebedürftige Menschen

    • Ein christlicher Grundsatz bleibt in unserer Gesellschaft Leitbild

       

    Gesine Multhaupt, MdB

  • Olaf Scholz, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ich bin für den Erhalt des freien Sonntags.

    Für mich persönlich bedeutet er Ruhe und Erholung, das ist meine „quality-time“ um es auf Neudeutsch zu sagen. Zeit zu haben, um mit Freunden etwas zu unternehmen, mal ein Buch zu lesen, mit meiner Frau ins Kino zu gehen oder eine ausgedehnte Joggingrunde an der Elbe zu drehen – das ist Luxus, auf den ich nicht verzichten möchte.

    Olaf Scholz, MdB; 1.Parlament. Geschäftsführer der SPD-Fraktion

  • Brunhilde Irber, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ich habe maximal 5 freie Sonntage pro Jahr, möchte dies aber niemand anderem zumuten. Der freie Sonntag bedeutet für mich Erholung, Zeit für meine Familie, Zeit für sportliche Aktivitäten und Zeit zu lesen von nicht dienstlicher Literatur.

    Brunhilde Irber, MdB

  • Walter Kolbow, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ruhe, Erholung, Besinnung, Familie, Freunde. Er muss arbeitsfrei bleiben!

    Walter Kolbow, Würzburg - MdB

  • Willi Brase, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    • ein ruhiger für und mit meiner Familie.

    • vermisse ich nicht die Möglichkeiten des Kaufens!

    • brauche ich keine Termine und Veranstaltungen.

    • die 5-Tage-Woche sollte spätestens am Samstag enden.

    In diesem Sinne mit freundlichen Grüßen

    Willi Brase, MdB

  • Rainer Wend, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich...

    ... eine kulturelle Errungenschaft und historische Leistung, für die die Arbeiterbewegung und die Sozialdemokratie lange gekämpft haben.

    Denn der arbeitsfreie Sonntag ist eine Garantie dafür, dass Ehepartner, die beide berufstätig sind, zumindest an einem Tag in der Woche Zeit füreinander haben und das sich Eltern an den schulfreien Tagen mit ihren Kindern beschäftigen können. Kurzum: Ein freier Tag in der Woche ist eine wichtige Basis für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, um den uns viele Nationen beneiden. Ich möchte ihn nicht missen.

    Rainer Wend, Bielefeld - MdB

  • Detlef Dzembritzki, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    viel, denn einmal abgesehen von der notwendigen Erholung, die Körper und Geist nach einer arbeitsreichen Woche benötigen, bin ich stark Familien- und Freundeskreis orientiert.

    Um aber diesen engen Bezug zu der Familie, zu den erwachsenen Kindern und den Enkels sowie zu den zumeist berufstätigen Freundinnen und Freunden aufrecht erhalten zu können, ist es notwendig, dass alle am gleichen Tag arbeitsfrei sind, um Zeit für Gemeinsamkeit zu haben.

    Die christlich-abendländische Tradition hat den Sonntag zu unserem freien Tag bestimmt. Und auch wenn die Gesellschaft diesen Tag zunehmend ohne den religiösen Bezug wahrnimmt, so wird allein schon durch den geringeren allgemeinen Lärmpegel, den das allgemeine ruhen der Arbeit mit sich bringt, neben Erholung auch Besinnung vermittelt.

    Detlef Dzembritzki, Berlin - MdB

  • Ursula Mogg, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie.

    Ursula Mogg, Koblenz - MdB

  • Brigitte Pothmer, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    persönlich ein Stück Lebensqualität, nämlich Zeit für mich, meine Interessen, meine Familie und Freundinnen und Freunde zu haben.  

    Unter der rotgrünen Bundesregierung wurde im Jahr 2003 das Ladenschlussgesetz reformiert und die Öffnungszeiten an Samstagen erweitert. Darüber hinaus ermöglichen Ausnahmeregelungen flexible regionale Lösungen. Diese Gesetzesänderung trug zum einen dem veränderten Käuferverhalten Rechnung, sorgte sich aber zum anderen auch um einen fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Geschäftsinhaber, der im Einzelhandel Beschäftigten und der Verbraucher. An den Grundlagen für diese Entscheidung hat sich aus meiner Sicht bis heute nichts verändert.

    Brigitte Pothmer, MdB Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

  • Thomas Oppermann, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    ein wichtiges Kulturgut, das schutzwürdig ist und in einer beschleunigten Gesellschaft mehr denn je gebraucht wird.

    Thomas Oppermann, MdB

  • Christian Carstensen, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Einen notwenigen Tag der Ruhe und Erholung zu erhalten, der Zeit lässt für die Familie.
    Deshalb werde ich mich als neu gewählter SPD-Bundestagsabgeordneter auch weiterhin für den grundsätzlichen Erhalt des freien Sonntags einsetzen. So wie ich es schon früher als Mitglied der HBV und dann von ver.di getan habe.

    Christian Carstensen, MdB

  • Anett Baron, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    • Zeit mit Kindern und Familie

    • Zeit zur Erholung

    Ich persönlich brauche keine Einkaufsmöglichkeit am Sonntag, weiß aber, dass es die Attraktivität der Stadt für den Tourismus enorm steigern würde.

    Anett Baron, Berlin – MdB – wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Anette Kramme, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Als Bundestagsabgeordnete habe ich leider nur selten einen freien Sonntag. Gerade deshalb weiß ich aber auch, wie wichtig der arbeitsfreie Sonntag in unserer Gesellschaft ist. In der heutigen schnelllebigen Zeit ist der Sonntag als Tag der Ruhe und der Erholung, aber auch der Familie und der Freunde unerlässlich. Zu Recht ist der Schutz von sonn- und Feiertagen in Artikel 140 des Grundgesetzes verankert.

    Insbesondere für die Beschäftigten im Einzelhandel hat sich die Arbeitssituation in den letzten Jahren verschlechtert. Die Arbeitsbelastung ist größer geworden, Flexibilität und Schichtarbeit haben zugenommen. In den Geschäften, in denen Montags bis Samstags bis 20 Uhr gearbeitet wird, sind die Beschäftigten oft von Freizeitaktivitäten und Kultur ausgeschlossen. Die Belastungen des Familienlebens haben dadurch zugenommen.

    Ich spreche mich daher klar dafür aus, dass der Sonntag als arbeitsfreier Tag bestehen bleiben muss. Ausnahmen sollten die im öffentlichen Interesse notwendigen Dienste bleiben, wie Polizei, Krankenhäuser, Gastronomie oder bestimmte Freizeiteinrichtungen. Aber wer leidet Not, wenn Läden unter der Woche um 20 Uhr schließen und am Sonntag zu bleiben?

    Anette Kramme, Heinerreuth/Bayreuth - MdB - SPD

  • Sören Bartol, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Der freie Sonntag bedeutet für mich Zeit für Familie und Freunde, Zeit für gesellschaftliches Zusammenleben und ehrenamtliche Arbeit, Zeit für Erholung und Entspannung. Auch wenn sich durch die Globalisierung und den Trend zur Dienstleistungsgesellschaft feste Zeitmuster auflösen, strukturiert der freie Sonntag noch immer den gemeinsamen Zeitrhythmus der gesamten Gesellschaft. Diesen gemeinsamen Freiraum dürfen wir nicht aufgeben, wenn wir ein kinder- und familienfreundliches Land sein wollen und wenn wir wollen, dass Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Der freie Sonntag ist eine wichtige Voraussetzung für eine lebenswerte Balance zwischen privatem, gesellschaftlichem und beruflichem Leben.

    Sören Bartol, Marburg – MdB (SPD)

  • Sabine Zimmermann, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Ich möchte hiermit persönlich die Möglichkeit nutzen, dir auf dein Schreiben für den Erhalt des freien Sonntags zu antworten. Mit Missmut habe ich über die letzten Jahre beobachten müssen, dass bestehende Arbeitszeiten im Handel aber auch anderswo flexibilisiert und ausgedehnt werden. In der Region Zwickau/Vogtland in Sachsen haben wir vom DGB, dessen Vorsitzende ich bin, gemeinsam mit Kollegen von ver.di versucht dieser Entwicklung Einhalt zu bieten. Deshalb begrüße ich es sehr, dass ver.di sich verstärkt der Frage des Erhalts des freien Sonntags annimmt.

    Als Bundestagsabgeordnete würde ich hier aus meiner Überzeugung heraus unterstützend wirken. Die Mitarbeiter in meinen Büro stehen gern als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus möchte ich dich informieren, dass ich in dem Ausschuss Wirtschaft und Technologie sitze und für die Fraktion als Mittelstandpolitische Sprecherin agiere. Der Einzelhandel wird in Zukunft eine der Branchen sein, die ich schwerpunktmäßig beobachten werde. Ich hoffe nicht nur hier ergibt sich die Möglichkeit zu einer guten Zusammenarbeit im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ich würde mich freuen, wenn wir zu einem Gespräch zusammen kommen könnten, oder ich bitte dich mir einen Ansprechpartner zu benennen.

    Sabine Zimmermann, Berlin – MdB

  • Elke Ferner, MdB

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Zeit für die Dinge zu haben, die ich leider viel zu wenig habe. Freunde und Verwandte besuchen, die Seele baumeln zu lassen, ein gutes Buch zu lesen oder sich schlicht von den Mühen des Alltages zu erholen.

    Leider ist die Zahl der freien Sonntage bei mir sehr gering. Trotzdem bin ich der Auffassung, dass die Sonntage generell arbeitsfrei bleiben sollten. Bei den gestiegenen Arbeitsintensitäten brauchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens einen Tag, an dem sei frei vom Alltagsstress ihren Tag selbst gestalten können. Um so mehr habe ich Respekt vor denjenigen, die für die öffentliche Daseinsvorsorge oder aus betrieblichen Grünen an Sonn- und Feiertagen arbeiten.

    Elke Ferner, Berlin MdB

  • Marlies H.

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    • Leben innerhalb der Familie

    • Erholung vom Stress des Alltags

    • Zeit für Hobby und Freunde

  • Stellungnahme des Erzbischofs von Köln

    „Für den Erhalt des freien Sonntags“

    Den Sonntag begehen die Christen als ersten Tag der Woche, als Herrentag. Sie kommen im Sonntagsgottesdienst zusammen, um die zentralen Heilsereignisse, besonders die Auferstehung Christi von den Toten, zu feiern.

    Als Tag der religiösen Feier, der Ruhe, der Besinnung und der Familie unterbricht der Sonntag den Alltag und erinnert den Menschen an seine religiöse Dimension. So wurde der Sonntag zu einem Kulturgut der Gesellschaft.

    Durch die Aufhebung des Sonntags als arbeitsfreier Tag wird der Mensch auf seine Funktion als Konsum- und Produktionswesen beschränkt, das der Wirtschaft zu dienen hat. Darin ist der Verlust menschlicher Würde inbegriffen.

  • Dr. Walter Mixa, Bischof von Augsburg

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    ..., dass ich an diesem Tag persönlich mehr zur Ruhe komme, nicht zuletzt auch etwas länger schlafen kann und mich dadurch auch erhole.

    Für mich ist der Sonntag natürlich auch eine sehr gute Gelegenheit, mit den verschiedenen Pfarrgemeinden unserer Diözese zu unterschiedlichsten Anlässen Gottesdienste zu feiern und dadurch mit allen Gläubigen die Freude am Glauben zu erleben und den Wert unseres christlichen Glaubens als bestmögliche Lebenshilfe zu erfahren. Für mich ist es auch eine sehr große Freude mit den verschiedensten Altersgruppen, besonders auch mit Kindern und Jugendlichen, in den Pfarrgemeinden zusammenzutreffen. Dies ist nur deshalb möglich, weil alle am Sonntag schul- und arbeitsfrei haben und das muss so bleiben.

  • Dirk B.

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    Zeit haben.

    Samstag Abend weggehen können. Sonntag Morgen mit Freunden und Familie frühstücken. Zeit für Sauna und Wellness haben. Verwandte besuchen. Ausflüge machen. Die Woche hinter sich lassen. Dinge erledigen, zu denen man sonst nicht kommt.

  • Stefanie E.

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    ... ein Tag zur Erholung und für die Familie.

    Würde der Sonntag von meinen freien tagen wegfallen, hätte ich keine Chance mehr, Freunde und Bekannte zu treffen sowie familiäre Kontakte zu pflegen. Dazu kommt, dass man in der Woche auch erst spät zu Hause ist.

  • Anne B.

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    der einzige freie Tag in der Woche um:

    • meinen Hobbys nach zu gehen

    • mich mit Freunden und Verwandten treffen

    • mich mit der Schule intensiv zu beschäftigen

    • er ist somit der einzige Tag, wo ich in Ruhe mit der Familie ausspannen kann

    • (gemeinsames Frühstück)

    • außerdem ist es der einzige Tag, wo man mit der Familie in die Kirche gehen kann!

  • Silke G.

    Der freie Sonntag bedeutet für mich ...

    dass ich mit meiner Familie und meinem Partner die Zeit verbringen will, da in der Woche keine Zeit besteht, da wir in der Woche durch unsere Arbeit keine Zeit haben uns zu sehen und was miteinander zu unternehmen. Dann bleibt nur der Sonntag.

  • Anja K.

    Der freie Sonntag ist für mich ...

    Familientag...

    ... für Ausflüge, Unternehmungen etc. Wenn ich meine freien Tage in der Woche machen müssten, da sind meine Kinder in der Schule bzw. Kita, was habe ich da noch von meiner Familie?! Durch Schichtarbeit (z.B. Spätschicht) sehe ich sie nur früh zum Aufstehen, das war´s, was die tagsüber erleben, erfährt man meist nicht!

    Sonntag muss „frei“ bleiben.