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Jugendcamp: Internationale Gewerkschaftsarbeit im Handel

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Jugendcamp: Internationale Gewerkschaftsarbeit im Handel

Jugendcamp UNI Global Union - Gruppenbild ver.di Jugendcamp UNI Global Union - Gruppenbild

T-Shirts, die wir in Deutschland im Laden kaufen wurden in der Türkei, Vietnam oder Bangladesh hergestellt – häufig unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Seit dem Zusammenbruch der Rana Plaza Fabrik in Bangladesch im April 2013, bei dem über tausend Menschen ums Leben kamen, sind diese Arbeitsbedingungen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber nicht nur bei Modeketten verbergen immer kompliziertere Lieferketten unwürdige Arbeitsverhältnisse. Alle großen Unternehmen sind heute weltweit tätig.

Daher ist es heute unerlässlich, dass sich auch Beschäfitgte der beteiligten Staaten austauschen und mit ihren Gewerkschaften zusammenarbeiten. Vor allem die junge Generation ist hier gefragt, da sie besonders unter prekären Beschäftigungen leiden. Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten auszuloten sind wichtige Aufgaben der internationalen Gewerkschaftsbewegung. Im September 2016 kamen über 30 junge Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus vier Kontinenten dafür zusammen.

In der Bildungsstätte Konradshöhe bei Berlin diskutierten sie die wichtigen Trends im Handel wie Onlinehandel, Konzentrationsprozesse und Rationalisierung der Logistikketten. "Es war eine großartige Gelegenheit, um andere junge Gewerkschaftsfaktivisten zu treffen, die vor ähnlichen Situationen stehen wie wir", sagte Norika aus Sri Lanka. "Ein Treffen mit so einer breiten Beteiligung aus so vielen verschiedenen Teilen der Welt habe ich noch nicht erlebt", sagte Ryan, von der RWDSU Bildungsveranstalter aus New York.

Mehr Infos zum Jugendcamp auf der Website der UNI Global Union  

Die Lieferketten organisieren – Ein Artikel in der Jungen Welt vom 20.09.2016