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Verlängerung des Bangladesch Accords für Gebäudesicherheit

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Verlängerung des Bangladesch Accords für Gebäudesicherheit

ver.di und die NGWF begrüßen Verlängerung des Bangladesch Accords für Gebäudesicherheit - auch tägliche Arbeitsbedingungen müssen sich aber verbessern
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Zur heute (29.06.2017) bekannt gegebenen Verlängerung des Bangladesch Accords für Brandschutz- und Gebäudesicherheit in der Bekleidungsindustrie erklären die Gewerkschaften National Garment Workers Federation (NGWF) aus Bangladesch und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

"Wir begrüßen, dass der Accord verlängert wird. Dies musste besonders gegen die Regierung in Bangladesch und die lokalen Unternehmer durchgesetzt werden. Es ist schon viel erreicht worden, um die Gebäudesicherheit zu erhöhen, gleichzeitig bleibt aber noch einiges zu tun, um auch die täglichen Arbeitsbedingungen in den Bekleidungsfabriken zu verbessern. Hier stehen besonders die Einzelhandelsunternehmen in der Pflicht", sagte Amirul Hague Amin, Vorsitzender der NGWF, der größten bangladeschischen Bekleidungsgewerkschaft und Kooperationspartner von ver.di im ExChains-Netzwerk.

"Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Bangladesch fordern wir von den unterzeichnenden Einkäufern, dass sie die Umsetzung des neuen Accords energisch vorantreiben. Es darf keine Verzögerungen geben", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Beide begrüßten, dass der Accord verbesserte Regelungen enthält, was Entschädigungszahlungen für Arbeiterinnen anbelangt, die aufgrund von Fabrikschließungen oder Umbaumaßnahmen wegen mangelnder Gebäudesicherheit ihren Arbeitsplatz verloren haben. Zudem wird die Notwendigkeit, gewerkschaftliche Zugangsrechte zu garantieren, im neuen Accord stärker betont.

"Das ist auch zwingend notwendig, denn Gewerkschaftsrechte sind Menschenrechte", so Nutzenberger. Sie forderte zudem: "Nun müssen alle Einzelhandelsunternehmen, die den alten Accord unterzeichnet hatten, auch dem neuen Accord beitreten und wir brauchen darüber hinaus weitere Unternehmen." Bislang haben (Stand 29. Juni 2017) weniger als zehn Unternehmen den Accord unterzeichnet. "Dass H&M und Inditex mit dabei sind, sehen wir auch als Ergebnis unserer gewerkschaftlichen Zusammenarbeit mit der NGWF und des Drucks der
Betriebsräte von H&M und Zara, die sich in den letzten Jahren besonders für menschenwürdiges Arbeiten entlang der Wertschöpfungskette stark gemacht haben", so Nutzenberger.

Amin forderte, den Accord auf andere Länder in Südasien auszudehnen, darunter Indien, Sri Lanka, Myanmar, Pakistan und Vietnam. So könne er zu einem Modell für bessere und sichere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie in Süd- und Südostasien werden. Bislang seien zudem viele große US-amerikanische Unternehmen dem Accord ferngeblieben, darunter auch solche, die auf dem deutschen Markt präsent sind, wie etwa Nike. Auch diese müssten endlich beitreten.