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Tarifrunden im Einzelhandel

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Tarifrunden im Einzelhandel

Laufend aktuelle Infos zu den Tarifverhandlungen 2017
Kraftakt Tauziehen Kampf Verhandlung gemeinsam stark Peshkova, Shutterstock.com Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde – Weiterhin gilt: Organize now!

Infos zu allen Tarifabschlüssen nach den Tarifverhandlungen 2017 für den Einzelhandel findet ihr unten nach Bundesländern bzw. nach Tarifgebieten sortiert, dazu gibt es eine gesonderte Übersicht der verhandelten Ausbildungsvergütungen im Einzelhandel.

Übrigens: Einen rechtlich einklagbaren Anspruch auf die Regelungen eines Tarifvertrages haben nur Mitglieder der tarifvertragsschließenden Gewerkschaft!

Natürlich zahlen die Arbeitgeber meist freiwillig an alle Beschäftigten das tariflich vereinbarte Entgelt. Kommt es aber zum Streit z.B. vor dem Arbeitsgericht, gehen Nicht-Mitglieder leer aus.

Außerdem lässt sich nur mit Kenntnis des genauen Inhaltes eines Tarifvertrages kontrollieren, ob alle Regelungen wirklich eingehalten werden. Den kompletten Tarifvertragstext mit allen Einzelheiten erhalten Mitglieder im Betrieb über Vertrauensleute oder bei der nächstliegenden Geschäftsstelle von ver.di.

Wer noch nicht Mitglied ist, kann dort auch einen Mitgliedsantrag ausfüllen. Noch schneller könnt ihr natürlich online Mitglied werden.

  • Baden-Württemberg: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 04. April 2017 ergab kein Angebot der Arbeitgeber, mehr Infos findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nr. 3
    • 2. Runde am 02. Mai 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeberseite:
      - Erhöhung der Löhne, Gehälter und Auszubildungsvergütungen ab 1. Juni 2017 um 1,5 Prozent (nach zwei Nullmonaten) und ab 1. April 2018 um weitere 1,0 Prozent;
      - Laufzeit 24 Monate
    • 3. Runde am 31. Mai 2017 führte zur Ergänzung des Arbeitgeberagebots:
      Als weitere Entgeltkomponente bieten sie eine „verstetigte Einmalzahlung“ in Höhe von jährlich jeweils 150 Euro (für Vollzeitbeschäftigte, Teilzeitbeschäftigte anteilig) an, die "Jahr um Jahr um Jahr" jeweils im letzten Monat des Tarifjahres (erstmals also im März 2018) fällig wird. Im Jahr 2018 wird sie als Barlohn ausgezahlt, danach – verknüpft mit einer tariflichen Öffnungsklausel – sollen die Betriebsparteien über deren Verwendung bestimmen. Vorrangig sollte hier ein Beitrag zur Verbesserung der Altersvorsorge angestrebt werden – Ansatzpunkte biete das jüngst beschlossene Betriebsrentenstärkungsgesetz; andere Zwecke seien aber auch denkbar/verhandelbar. Herr Merten betonte, dass er uns – sofern gewünscht – die Details der eingebrachten Entgeltkomponente ausführlicher erläutern könnte.
      Die Form des Angebots stößt insbesondere in zwei Punkten auf unsere Ablehnung:
      - Sie steht im Gegensatz zu unserem Koordinierungsbeschluss hinsichtlich Tabellenwirksamkeit der Tariferhöhungen.
      - Die Öffnungsklausel steht unserem Anspruch entgegen, solche Fragen der Regelungsbefugnis der Tarifparteien zu belassen. Bei Themen wie Altersvorsorge gilt dies in besonderer Weise. Beiträge zur Altersvorsorge müssen nach unserem Verständnis auch in angemessenem Umfang durch die Arbeitgeberseite finanziert werden. Dies ist in dem jetzigen Angebot unberücksichtigt. Im Ergebnis lehnten wir das Angebot vollumfänglich ab und forderten die Arbeitgeber nochmals zu tabellenwirksamen Reallohnanhebungen auf.
    • 4. Runde am 30. Juni 2017 ergab kein neues Angebot der Arbeitgeber, mehr dazu in unserer Tarifinfo Nr. 6 unten zum Download!
    • In der 5. Runde am 10. Juli 2017 legten die Arbeitgeber ein verbessertes Angebot vor und nahmen dabei die bisher angebotene Einmalzahlung vom Tisch:
      - Laufzeit von 24 Monaten
      - Tariferhöhungen um 2,0 Prozent in 2017 (nach zwei Nullmonaten) sowie um weitere 1,8 Prozent ab April 2018.
      Die dringend notwendige Allgemeinverbindlichkeit unserer Tarifverträge lehnen die Händler weiter kategorisch ab. Mehr dazu in unserer Tarifninfo 7 unten zum Download.
    • In der 6. Runde am 27. Juli 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.06.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.04.2018;
      - 50 Euro Einmalzahlung für Beschäftigte im März 2018;
      - 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018;
      Ausbildungsvergütungen werden – leicht überproportional – jeweils zum 01.08. angepasst;
      - 24 Monate Laufzeit.
      Mehr Infos und auch die neuen Entgelttabellen findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nummer 8 zum Download und in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss vom 28.07.2017.

    Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

    Unsere Tarifinfos mit weiteren Details gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

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  • Bayern: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 02. Mai 2017 ergab folgendes "Angebot" der Arbeitgeber:
      - In 2017 zwei Nullmonate und eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent.
      - In 2018 eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent.
      - Laufzeit 24 Monate.
      - Der Tarifvertrag Warenverräumung soll wieder in Kraft gesetzt werden.
    • In der 2. Runde am 14. Juni 2017 wurde dieses Angebot ergänzt wie folgt:
      - eine Einmalzahlung in 2018 und 2019 von jeweils 150 Euro;
      - Die Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzelhandel lehnten die Arbeitgeber kategorisch ab.
    • In der 3. Runde am 07. Juli 2017 bestanden die Arbeitgeber darauf, gleich zu Beginn ein verbessertes Angebot vorzulegen. Dieses war identisch mit NRW:
      - In 2017 zwei Nullmonate und eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,0 Prozent.
      - In 2018 eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent.
      - Laufzeit von 24 Monaten.
      Wir wertschätzen dieses höhere Angebot, aber:
      - Die Höhe ist nach wie vor völlig unzureichend und bedeutet nach wie vor Reallohnsenkungen.
      - Die Struktur der Forderung nach einem Euro mehr wird nicht aufgegriffen und negiert unser Ansinnen, die unteren Entgeltgruppen stärker anzuheben und der Altersarmut genau hier stärker entgegenzutreten.
      - Das Angebot für Auszubildende gefährdet die Zukunft unserer Branche. Die Ausbildungsvergütungen müssen überproportional angehoben werden.
      - Die Ablehnung der AVE verschärft den Vernichtungswettbewerb im Einzelhandel und vergrößert die Altersarmut. Wir verwiesen erneut auf die dann folgende Konsequenz, dass damit der Gesetzgeber gezwungen werde, mit Regelungen zu Mindestarbeitsbedingungen auf den Plan treten und die Handlungshoheit über die eigene Branche aus der Hand gegeben werde. Keine Gesellschaft kann es sich leisten, dass eine der größten Branchen mit über 70 Prozent der Beschäftigten in die Altersarmut steuert.
    • In der 4. Runde am 08. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Gehalt ab 01.07.2017;
      - 2,0 Prozent mehr Gehalt ab 01.05.2018;
      - 50 Euro Einmalzahlung für Beschäftigte im März 2018;
      - 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018;
      - 2,3 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017, aufgerundet auf den nächsten 5-Euro-Betrag;
      - 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018, ebenfalls aufgerundet auf den nächsten 5-Euro-Betrag;
      - 24 Monate Laufzeit (bis 30.04.2019).
      Die Erklärungsfrist läuft bis zum 18.08.2017. Mehr Infos und auch die neuen Entgelttabellen findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nummer 6 zum Download und in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss vom 08.08.2017.

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  • Berlin: Tarifabschluss

    Verhandlungsstand und -termine:

    • 1. Runde am 06. Juni 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeber:
      - Laufzeit 24 Monate
      - von den ersten zwölf Monaten zwei Nullmonate, dann ab 01.09.2017 1,5 Prozent;
      - in den zweiten zwölf Monaten ab 01.07.2018 1,0 Prozent;
      - weitere materielle Forderungen müssen außerhalb der Tabelle vereinbart werden;
      - verstetigte Einmalzahlung, die im letzten Monat des jeweiligen Tarifjahres fällig wird: im ersten Tarifjahr (30.06.2018) Auszahlung als Barlohn, ab dem zweiten Tarifjahr (30.06.2019) Öffnungsklausel für andere Verwendungszwecke auf betrieblicher Ebene möglich; Erhöhung der
      Einmalzahlung jeweils 150 Euro pro Tarifjahr
      - Der Tarifvertrag Warenverräumung wird wieder in Kraft gesetzt.
      Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo 3 zum Download!
    • In der 2. Runde am 11. Juli 2017 formulierten die Arbeitgeber inhaltlich so:
      - Streik empfinden sie als Drohung. Das sei schädlich für ein Zueinanderkommen.
      - Ihr Ziel sei nicht der Großhandelsabschluss. Sie bitten um Verständnis dafür, dass die Marktlage das nicht hergebe.
      - Bisher standen die Einmalzahlungen im Fokus. Davon sei man abgerückt und lege das im Bundesgebiet diskutierte modifizierte Angebot hier heute vor (Laufzeit 24 Monate, 20 Monate, in 2017 2,0 Prozent Erhöhung, in 2018 1,8 Prozent Erhöhung, TV Warenverräumung im Verkauf mit analoger Erhöhung in Kraft).
      - Auf unsere Nachfrage zur Laufzeitverkürzung: Sie haben keine Veranlassung zur Korrektur, weil sie von uns dazu kein Gegenangebot haben.
      - Auf unsere Nachfrage zu AVE und ver.di-Bonus: Man habe sich dazu bereits am 6. Juni ausführlich und klar geäußert, es bleibt beim abgegebenen Petitum. „Wir können wechselseitig nicht unsere jeweiligen Organisationsprobleme lösen.“
      Wir haben auf alle Punkte pariert (gestiegene Kaufkraft dank Mindestlohn und Tarifabschlüssen, gestiegene Leistungen, gestiegene Lebenshaltungskosten, Entwicklung des Einzelhandels im Vergleich zum Großhandel, Schwierigkeiten gute Auszubildende für den Einzelhandel zu gewinnen usw.) und letztlich unsere Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass sie insbesondere für das erste Jahr der Laufzeit im Angebot sogar zurückgegangen sind. Sie haben uns tatsächlich Sondierungen unter der Prämisse angeboten unterhalb des Großhandelsabschlusses (< 4,5 Prozent) zu bleiben. Das haben wir abgelehnt.
    • In der 3. Runde am 21. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017;
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt ab 01.07.2018;
      - weitere 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018;
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im März 2018;
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018;
      - Der Tarifvertrag Warenverräumung im Verkauf vom 01.07.2015 wird mit den oben genannten Erhöhungen wieder in Kraft gesetzt.

    Mehr Infos findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nr. 6 zum Download!

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  • Brandenburg: Tarifabschluss

    Pressemitteilung der ver.di in Brandenburg: Streikauftakt im Brandenburger Einzelhandel durch Beschäftigte bei Kaufland Logistik

    Verhandlungsverlauf:

    • 06. Juni 2017
      Kein Angebot der Arbeitgeber, mehr dazu unten in unserer Tarifinfo 3 zum Download.
    • 1. Runde am 26. Juni 2017
      Zu allererst verlangten wir ein Angebot zur Angleichung der Sonderzahlungen an Berlin (überfällig seit Oktober 2015) und erst dann eine Anhebung der Entgelte wie gefordert.
      Nach ihrem Verständnis seien dauerhafte Angleichungen nur in bestimmten Regionen überhaupt denkbar…
      Wir haben diese Sichtweise natürlich zurückgewiesen, auf die wiederholten Nachfragen und Forderungen von uns hingewie-sen und unsererseits klargestellt, dass wir zu den tariflich vereinbarten differenzierenden Regelungen folgendes Verständnis haben: ein erster Schritt in ganz Brandenburg, weitere Schritte in ausgewählten Regionen. Wir verwiesen auf den engeren Verflechtungsraum zu Berlin, wo man im anderen Bundesland wohnt, aber in Brandenburg arbeitet und umgekehrt.
      Nach weiterer Diskussion und Unterbrechung gab es das vor Kurzem in NRW unterbreitete leicht ergänzte unzureichende Angebot zu Entgelterhöhungen, das wir auch genauso bewertet haben.
      Ein Angebot zur Angleichung gab es nicht.
    • 2. Runde am 20. Juli 2017
      Wir erinnerten daran, dass uns heute ein Angebot zur Angleichung der Sonderzahlungen in Brandenburg gemacht werden soll. Die Arbeitgeber betonen:
      - die Auswirkungen und Ausstrahlung in die Unternehmen und andere Länder und brauchen für Regelungen zur
      Angleichung gegenüber den Verbandsmitgliedern, den Unternehmen und im Verband insgesamt gute Argumente;
      - heute sei kein schriftliches Angebot möglich;
      - für uns reichten Angleichungen für Potsdam und Umgebung nicht aus;
      - strukturelle Unterschiede der Regionen müssen beachtet werden;
      - Abschluss als Gesamtpaket;
      - Absenkung von Sonderzahlungen in anderen Unternehmen wird als schwierig gesehen;
      - Unterschied auch zu Berlin, dass dort dringende Notwendigkeit der Angleichung bestand
      Unsere Positionen:
      - Ohne Ost-West-Angleich kein Abschluss beim Entgelt;
      - Umsatzproduktivität Brandenburgs besser als im Durchschnitt der alten Bundesländer;
      - Es gibt keine regional tiefer differenzierenden Produktivitätszahlen für Brandenburg, deshalb hilfsweise Heranziehung anderer Faktoren für eine regionale Differenzierung vorstellbar, z.B. Kaufkraft, Bevölkerungsdichte und -entwicklung, Berufspendler-, Tourismus- und Mietenentwicklung;
      - Brandenburg hebt sich bei der Kaufkraftentwicklung stärker von den übrigen neuen Bundesländern ab;
      Unsere Datenlage wurde erneut vorgestellt (Anlage), insbesondere die Kaufkraftanalyse der Landkreise.
      Unsere Forderung: Ein Angleichungsschritt in ganz Brandenburg ist ein Muss für uns, denn die Produktivitätsentwicklung des Landes gibt das her!
    • In der 3. Runde am 23. August 2017 ging es dann auch sehr schnell zur Sache. Einigkeit zum Thema Tariferhöhung auf der Grundlage des Berliner Abschlusses gab es sehr zügig. Dann ging es zum Thema Angleichung. Herr Kania verwies zunächst auf die Schwierigkeit der zusätzlichen Belastung für die Unternehmen und betonte Ihre Prämisse „Nachhaltigkeit vor Geschwindigkeit“. Aus ihrer Sicht sei das Ziel von 62,5 Prozent Weihnachtsgeld für ganz Brandenburg nicht erreichbar.
      In der Folge stellte Herr Päts die Einteilung des Brandenburger Gebiets in drei Ortsklassen vor. Relativ bald nach der Vorstellung gelangte die Information zu uns, dass es im Arbeitgeberlager Stress gibt mit den Nachbarn im Süden.
      Nach einer Beratungspause fand ein Gespräch im kleinen Kreis statt, wo wortreich erläutert wurde, dass es besser sei, zunächst die internen Auseinandersetzungen zu führen, um dann an einem späteren Termin den Verhandlungsfaden wieder aufzunehmen. Die Arbeitgeberseite betonte erneut ihren ernsthaften Willen, mit uns beide Themen zu einem guten Abschluss zu führen und dann zusammen abzuschließen. Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo Nr. 6 zum Download!
    • In der 4. Runde am 13. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017;
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt ab 01.07.2018;
      - weitere 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018;
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im Mai 2018;
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im Mai 2018;
      - Die Angleichung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds erfolgt nach einem Stufenplan: Das Urlaubsgeld wird ab 2019 innerhalb von fünf Jahren bei 50 Prozent des Gehalts liegen, das Weihnachtsgeld bis 2025 bei 60 Prozent.
      - Der Tarifvertrag Warenverräumung im Verkauf vom 01.07.2015 wird mit den oben genannten Erhöhungen wieder in Kraft gesetzt.
      Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo Nr. 7 als PDF!

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  • Bremen/Nordsee: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 15. Mai 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeberseite:
      - Laufzeit 24 Monate;
      - Lohn- und Gehaltserhöhungen in 2017: nach zwei Nullmonaten 1,5 Prozent ab 1.8.2017; Erhöhung der Azubivergütung in gleicher Höhe, aber ohne Nullmonate (ab 1.8.17);
      - Lohn- und Gehaltserhöhungen in 2018: 1,0 Prozent ab 1.5.2018; Erhöhung der Azubivergütung in gleicher Höhe (ab 1.8.18);
      - Reaktivierung des Tarifvertrags Warenverräumung.
    • 2. Runde am 22. Juni 2017
      Arbeitgeber legten das gleiche Angebot vor wie zur 1. Tarifverhandlung, allerdings boten sie zusätzlich für beide Tarifjahre (2017/2018) eine Einmalzahlung von 150 Euro an. Auszubildende boten sie zusätzlich zur prozentualen Erhöhung auch 75 Euro als Einmalzahlung.
    • In der 3. Runde am 02. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt ab 01.07.2017
      - 2,3 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017, diese wird auf den nächsten 5-Euro-Betrag aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro).
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt ab 01.05.2018
      - weitere 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018, diese wird wiederum aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro). Für das 1. Ausbildungsjahr wurde der rechnerische Erhöhungsbetrag (14,60 Euro) dabei auf die übernächste 5-Euro-Stufe gerundet.
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im März 2018
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018
      - Erhöhung der Stundenlöhne nach dem TV Warenverräumung auf 10,42 Euro ab 01.07.2017 und auf 10,63 Euro ab 01.05.2018.
      Die Erklärungsfrist läuft bis zum 16.08.2017.

    Mehr Infos findet ihr in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss vom 03.08.2017.

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  • Hamburg: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 03. Mai 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeber:
      - In 2017 zwei Nullmonate und eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent
      - In 2018 eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent
      - Laufzeit 24 Monate
    • In der 2. Runde am 01. Juni 2017 wurde dieses Angebot ergänzt um eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 Euro, die jedes Jahr an alle Vollzeitbeschäftigten (Teilzeit anteilig) gezahlt werden soll. Im ersten Tarifjahr erfolgt die Auszahlung als Barlohn, ab dem zweiten Tarifjahr sollen Öffnungsklauseln für andere Verwendungszwecke auf betrieblicher Ebene möglich sein.
      Mehr dazu in unserer Tarifinfo 3 unten zum Download.
    • 3. Runde am 22. Juni 2017
      Die Arbeitgeber legten kein neues Angebot vor. Einzige Änderung: Auszubildende boten sie jährlich 75 Euro als Einmalzahlung an. Mehr dazu in unserer Tarifinfo 4 unten zum Download.
    • 4. Runde am 13. Juli 2017 
      Zu Beginn der Verhandlungen präsentierten die Arbeitgeber eine Gegenüberstellung von Rentenansprüchen bei einer tariflichen
      Altersvorsorge von 150 Euro in die HPK gegenüber einer Erhöhung der Tabelle um 0,5 Prozent und die daraus resultierende
      Erhöhung des gesetzlichen Rentenanspruchs.
      Wir machten deutlich, dass wir eine verstetigte Einmalzahlung ablehnen, da damit die Entgelttabelle abgesenkt wird und somit
      für eine zukünftige Entgeltstruktur ein niedriges Ausgangsniveau zugrunde liegt. Darüber hinaus sind wir der Meinung,
      dass die Beschäftigten selber entscheiden können, wofür sie ihr Entgelt verwenden wollen bzw. können.
      Daraufhin stellten die Arbeitgeber das bereits bekannte verbesserte Angebot vor:
      - Laufzeit 24 Monate;
      - Erhöhung in 2017 mit 2 Nullmonaten um 2,0 Prozent;
      - Erhöhung in 2018 um weitere 1,8 Prozent;
      - Auszubildende erhalten gleiche Erhöhungen entsprechend Ausbildungsbeginn;
      - Übertragung der Erhöhungen auf den Tarifvertrag Warenverräumung.
      Eine AVE lehnen sie strikt ab. Eine ver.di Vorteilsregelung lehnen sie ebenso strikt ab.
      Mehr dazu in unserer Tarifinfo 3 unten zum Download.
    • In der 5. Runde am 11. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.07.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.05.2018;
      - 50 Euro Einmalzahlung (Teilzeit anteilig) für Beschäftigte im April 2018;
      - 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im April 2018;
      Ausbildungsvergütungen werden – leicht überproportional – jeweils zum 01.09. angepasst;
      - 24 Monate Laufzeit.
      Die Erklärungsfrist läuft bis 19.09.2017. Mehr Infos findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nummer 6 zum Download und in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss am 11.09.2017.

    Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

    Unsere Tarifinfos mit weiteren Details gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

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  • Hessen: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 27. April 2017 ergab kein Angebot der Arbeitgeber
    • 2. Runde am 30. Mai 2017 ergab folgendes Angebot:
      - ab 1. Juni 2017: 1,5 Prozent mit 2 Nullmonaten;
      - ab 01. April 2018: 1,0 Prozent; 
      - Laufzeit 24 Monate.
      Wir sagen: Wertschätzung sieht anders aus!
    • 3. Runde am 29. Juni 2017 Die AG unterbreiteten sie uns das bereits allseits bekannte Angebot: 1,5 Prozent, 1,0 Prozent und 150 Euro verstetigte Ein-malzahlung (75 Euro für Azubis).
      Wir hatten den Eindruck, dass sie offensichtlich den Auftrag hatten, in Hessen zu prüfen, ob ver.di bereit ist, die harte Linie bei der Ablehnung von Einmalzahlungen aufzugeben. Sie wiesen erneut darauf hin, dass am Volumen der linearen Erhö-hungsangebote zurzeit nichts zu verändern ist, und sie uns aus diesem Grund kein anderes Angebot unterbreiten könnten. Wir vertagten uns zur Fortsetzung der Verhandlungen. Damit keine Illusionen aufkommen, haben wir ihnen wieder klarge-macht, dass Erhöhungen nur tabellenwirksam sein können, Einmalzahlungen grundsätzlich abgelehnt werden, ein Tarifab-schluss ohne soziale Komponente undenkbar ist und wir auf ihre Unterstützung der AVE-Frage erwarten.
    • Die 4. Runde am 17. Juli 2017 eröffneten wir mit dem Hinweis, dass wir den ernsthaften Versuch unternehmen sollten, heute in Hessen zu einem Ergebnis zu kommen. Die Voraussetzungen, unter denen ein Abschluss möglich ist, sind bereits aus den Landesbezirken Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg bekannt. Wir machten klar, dass der Abschluss des Tarifvertrages Warenverräumung nicht ohne entsprechende Würdigung bei einem Entgeltabschluss erfolgen könne, da er nur von zwei Unternehmen (Tegut und Real) in insgesamt 16 Märkten in Anspruch genommen wird.
      In ihrer Erwiderung machten die Arbeitgeber deutlich, dass sie uns ihr „allseits bekanntes neues Angebot“ unterbreiten:
      - 2,0 Prozent ab 1. Juni 2017 (2 Nullmonate)
      - weitere 1,8 Prozent ab 1. April 2018
      - die Wiederinkraftsetzung des Tarifvertrages Warenverräumung
      - Laufzeit von 24 Monaten.
      Ein Abschluss sei nur dann möglich, wenn er deutlich unter dem Großhandelsabschluss läge. Dieser Lösungsansatz wurde von uns mit Verweis auf die Tarifverhandlungen in anderen Landesbezirken abgelehnt.
      Wir schlugen vor, über einen Festbetrag für alle Entgeltgruppen zu verhandeln, um so den Bezug zu einer linearen Entgeltsteigerung und damit den Vergleich mit einer anderen Branche nicht zu ermöglichen. Die Arbeitgeber lehnten das Modell eines Festbetrages grundsätzlich ab.
      Da keine Annäherung der unterschiedlichen Positionen möglich war, wurden die Verhandlungen mit dem Hinweis vertagt, dass vor Anfang September auf Seiten der Arbeitgeber keine Termine möglich sind. Mehr dazu in unserer Tarifinfo 6 unten zum Download!
    • In der 5. Runde am 12. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.06.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.04.2018;
      Ausbildungsvergütungen werden zu denselben Prozentsätzen jeweils zum 01.04. angepasst;
      - 50 Euro Einmalzahlung (Teilzeit anteilig) im März 2018.
      Die Erklärungsfrist läuft bis 21.09.2017. Mehr Infos findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nummer 7 zum Download.

    Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

    Unsere Tarifinfos mit weiteren Details gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

    ver.di-Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden:

  • Mecklenburg-Vorpommern: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 26. Juni 2017 ergab dasselbe Angebot der Arbeitgeber wie in Hamburg:
      - In 2017 zwei Nullmonate und eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent;
      - In 2018 eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent;
      - Laufzeit 24 Monate;
      - Eine jährliche Einmalzahlung in Höhe von 150,- Euro (Teilzeit anteilig), im ersten Jahr im letzten Kalendermonat als Barlohn, ab dem zweiten Jahr verstätigt mit einer Öffnungsklausel, dass die Betriebsparteien eine Verwendung für die betriebliche Altersvorsorge verhandeln können;
      - Auszubildende sollen eine jährliche Einmalzahlung in Höhe von 75,- Euro erhalten;
      - Der TV Warenverräumung soll wieder in Kraft gesetzt werden.
      Wir bewerten zwar ein Angebot in der ersten Verhandlungsrunde grundsätzlich als positiv, haben allerdings dieses Angebot als vollkommen ungenügend abgelehnt. Mehr dazu in unserer Tarifinfo Nr. 6 unten zum Download!
    • Die 2. Runde am 12. Juli 2017 wurde mit einem verbesserten Angebot der Arbeitgeber (wie in NRW, Bayern und BaWü) eröffnet:
      - Laufzeit 24 Monate
      - Erhöhung in 2017 mit 2 Nullmonaten um 2,0 Prozent
      - Erhöhung in 2018 um weitere 1,8 Prozent
      - Auszubildende erhalten gleiche Erhöhungen entsprechend Ausbildungsbeginn
      Einmalzahlungen sind bei ihnen kein Thema mehr, die AVE lehnen sie kategorisch ab und auch die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ist mit den Arbeitgebern nicht verhandelbar.
      Es sollte bis zum Beginn der Ferien in Mecklenburg-Vorpommern keinen weiteren Termin geben, wir haben uns aber auf den 08. August als 3. Verhandlungsrunde verständigt. Falls es bis dahin kein Ergebnis geben sollte, stünde dieser Termin evtl. zur Disposition und würde in den September verlegt werden. Mehr dazu in unserer Tarifinfo Nr. 7 unten zum Download!
    • In der 3. Runde am 08. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01.09.2017 (die Laufzeit in MVP ist 1.7. bis 30.06) um 2,3 Prozent;
      - weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 01.07.2018;
      - Ausbildungsvergütungen werden um die gleichen Prozente angehoben und auf volle 5 Euro angehoben sowie in den Abständen geglättet. Damit steigen die Ausbildungsvergütungen zum Teil erheblich mehr als 2,3 bzw. 2,0 Prozent.
      - für die beiden Nullmonate eine Einmalzahlung von 50,00 Euro im Juni 2018 (Teilzeit anteilig, Azubis 25,00 Euro); auch die Entgeltgruppe G1, 1. TJ wird von der Einmalzahlung nicht ausgenommen bzw. wir mussten keine Abstriche für die einseitige Anhebung auf den Mindestlohn hinnehmen!
      - Der TV Warenverräumung wurde wieder in Kraft gesetzt mit den jeweiligen Erhöhungssätzen.
      - Erklärungsfrist bis zum 10. August 2017


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  • Niedersachsen: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 15. Mai 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeberseite:
      - Laufzeit 24 Monate;
      - Lohn- und Gehaltserhöhungen in 2017: nach zwei Nullmonaten 1,5 Prozent ab 1.8.2017; Erhöhung der Azubivergütung in gleicher Höhe, aber ohne Nullmonate (ab 1.8.17);
      - Lohn- und Gehaltserhöhungen in 2018: 1,0 Prozent ab 1.5.2018; Erhöhung der Azubivergütung in gleicher Höhe (ab 1.8.18);
      - Reaktivierung des Tarifvertrags Warenverräumung.
    • 2. Runde am 22. Juni 2017
      Arbeitgeber legten das gleiche Angebot vor wie zur 1. Tarifverhandlung, allerdings boten sie zusätzlich für beide Tarifjahre (2017/2018) eine Einmalzahlung von 150 Euro an. Auszubildende boten sie zusätzlich zur prozentualen Erhöhung auch 75 Euro als Einmalzahlung.
    • In der 3. Runde am 02. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt ab 01.07.2017
      - 2,3 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017, diese wird auf den nächsten 5-Euro-Betrag aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro).
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt ab 01.05.2018
      - weitere 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018, diese wird wiederum aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro). Für das 1. Ausbildungsjahr wurde der rechnerische Erhöhungsbetrag (14,60 Euro) dabei auf die übernächste 5-Euro-Stufe gerundet.
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im März 2018
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018
      - Erhöhung der Stundenlöhne nach dem TV Warenverräumung auf 10,42 Euro ab 01.07.2017 und auf 10,63 Euro ab 01.05.2018.
      Die Erklärungsfrist läuft bis zum 16.08.2017.

    Mehr Infos findet ihr in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss vom 03.08.2017.

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    Unsere Tarifinfos mit weiteren Details gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

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  • Nordrhein-Westfalen: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 04. Mai 2017 ergab folgendes Angebot der Arbeitgeber:
      - zwei Nullmonate
      - ab 1. Juli 2017 eine Erhöhung um 1,5 Prozent
      - ab 1. Mai 2018 eine weitere Erhöhung um 1 Prozent
      - Laufzeit von 24 Monaten
      Umgerechnet auf den Stundenlohn bedeutet das Angebot eine Erhöhung in der ersten Stufe um 23 Cent. Zugleich verweigerten die Arbeitgeber, die Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge überhaupt zu verhandeln.
    • In der 2. Runde am 01. Juni 2017 wurde erhöht auf:
      - jeweils eine zusätzliche nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 Euro, beide Zahlungen werden am Ende des jeweiligen Tarifjahres (April 2018 / April 2019) fällig. Im ersten Tarifjahr erfolgt die Auszahlung in Form von Barlohn. Ab dem zweiten Tarifjahr sind Öffnungsklauseln für andere Verwendungszwecke auf betrieblicher Ebene möglich.
      - Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen lehnt die Arbeitgeberseite weiterhin ab. Mehr dazu unten in der Tarifinfo 3 und unserer Pressemitteilung vom 01.06.2017.
    • 3. Runde am 20. Juni 2017 Die Arbeitgeber legten das gleiche Angebot vor wie zur 1. Tarifverhandlung. Allerdings boten sie zusätzlich für beide Tarifjahre (2017/2018) eine Einmalzahlung von 150 Euro an. Im zweiten Jahr können Betriebsräte entscheiden, ob die Einmalzahlung als Bezahlung, als Warengutschein oder als Zahlung in die betriebliche Altersvorsorge gezahlt wird. Auszubildenden boten sie zusätzlich zu der prozentualen Erhöhung auch 75 Euro als Einmalzahlung an.
    • 4. Runde am 04. Juli 2017
      In kleiner Verhandlungsrunde wurde uns unterbreitet, dass man jetzt bei einer Steigerung nach zwei Nullmonaten von zwei Prozent stehe und im zweiten Jahr weitere ein Prozent. Die Arbeitgeber erläuterten, dass die wirtschaftlichen Rahmendaten des Einzelhandels nicht mehr hergeben, sie lediglich noch Verhandlungsspielraum für das zweite Jahr sehen, aber nicht für das erste.
      Nach einer Diskussion über die Bewertungen der wirtschaftlichen Lage machten die Arbeitgeber ein verbessertes Angebot, bei dem es auch am Ende blieb:
      - Nach zwei Nullmonaten 2,0 Prozent und ab dem 01.05.2018 weitere 1,8 Prozent, Auszubildende dieselben prozentualen Steigerungen jeweils ab dem 01.09.2017 und 2018.
      Die Arbeitgeber erklärten, da sie eine Baustelle geräumt hätten, dass aus ihrer Sicht weitere Verhandlungen nur Sinn machen, wenn wir ihnen unsere Bereitschaft signalisieren würden, unterhalb des Großhandels abzuschließen. Dies lehnten wir ab, da aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Einzelhandel ein Abschluss über dem Abschluss des GAH liegen muss.
      Wir verwiesen darauf, dass auch wir Baustellen räumen würden, sollten wir uns auf ihre Angebotsstruktur einlassen. (Laufzeit von 24 Monaten, keine soziale Komponente, keine überproportionale Anhebung der Auszubildendenvergütungen und unsere Forderung nach einer AVE).
      Zum Ende kam es zu einem kleinen Eklat. Wir forderten einen neuen Verhandlungstermin und boten dazu ein Zeitfenster bis zum 04. August an. Die Arbeitgeber erklärten, dass sie nur für den Fall eines Tarifergebnisses in einem anderen Tarifbezirk zu einem kurzfristigen Verhandlungstermin bereit seien. Einen neuen Verhandlungstermin wollten sie erst nach der Sommerpause vereinbaren. Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo Nr. 5 zum Download!
    • In der 5. Runde am 29. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 01.07.2017
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung ab 01.05.2018
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im März 2018
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018
      - Laufzeit 24 Monate (bis 30.04.2019)
      Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo Nr. 6 zum Download!


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  • Rheinland-Pfalz: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 09. Mai 2017 ergab folgendes "Angebot" der Arbeitgeber:
      - zwei Nullmonate;
      - Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen im ersten Jahr um 1,5 Prozent, im zweiten Jahr um 1,0 Prozent;
      - Laufzeit 24 Monate;
      - Der Tarifvertrag Warenverräumung soll wieder in Kraft gesetzt werden;
      - AVE ist für sie in der jetzigen Struktur nicht verhandelbar;
      - Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder ist für sie ebenfalls nicht verhandelbar.
    • In der 2. Runde am 08. Juni 2017 wurde dieses Angebot ergänzt um eine zusätzliche Einmalzahlung für beide Tarifjahre (2017/2018).
    • In der 3. Runde am 30. Juni 2017 boten die Arbeitgeber nichts Neues, allerdings warben sie massiv für die verstetigte Einmalzahlung und versuchten sie uns schmackhaft zu machen, indem sie erklärten, dass diese ausbaufähig sei. Nach einer Auszeit brachen wir die Verhandlungen ab. Wir erklärten wiederholt, dass wir die angebotene Struktur, insbesondere die Einmalzahlung, nicht verhandeln werden. Mehr dazu in unserer Tarifinfo Nr. 4 unten zum Download!
    • In der 4. Runde am 21. Juli 2017 legten die Arbeitgeber dann das bereits bekannte Angebot vor:
      - zwei Nullmonate;
      - 24 Monate Laufzeit;
      - Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01.07.2017 um 2,0 Prozent, ab 01.05.2018 um 1,8 Prozent;
      - Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01.08.2017 um 2,0 Prozent, ab 01.08.2018 um 1,8 Prozent;
      - gleiches Angebot für die Gruppe der Warenverräumung;
      - Einmalzahlung ist vom Tisch.
      Wir wiesen dieses Angebot als nicht ausreichend zurück.
    • In der 5. Runde am 11. August 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr Entgelt ab 01.07.2017
      - 2,3 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2017, diese wird auf den nächsten 5-Euro-Betrag aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro).
      - weitere 2,0 Prozent mehr Entgelt ab 01.05.2018
      - weitere 2,0 Prozent mehr Ausbildungsvergütung ab 01.09.2018, diese wird wiederum aufgerundet (15 Euro/20 Euro/25 Euro). Für das 1. Ausbildungsjahr wurde der rechnerische Erhöhungsbetrag (14,60 Euro) dabei auf die übernächste 5-Euro-Stufe gerundet.
      - zusätzlich 50 Euro Einmalzahlung für Vollzeit-Beschäftigte (Teilzeit anteilig) im März 2018
      - zusätzlich 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende im März 2018
      - Erhöhung der Stundenlöhne nach dem TV Warenverräumung auf 10,42 Euro ab 01.07.2017 und auf 10,63 Euro ab 01.05.2018.
      Die Erklärungsfrist läuft bis zum 16.08.2017. Mehr Infos unten in unserer Tarrifinfo Nr. 6 zum Download!


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  • Saarland: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 10. Mai 2017
    • 2. Runde am 06. Juni 2017
      Folgendes Angebot wurde von der Arbeitgeberseite vorgelegt (wie AG BaWü):
      - Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 1. Juni 2017 um 1,5 Prozent, ab 1. April 2018 um weitere 1,0 Prozent 
      - Einmalzahlung für 2017/2018
      - Laufzeit: 24 Monate.
    • 3. Runde am 26. Juni 2017
      Vor der Verhandlung baten H. Horstmann und H. Schulz um einen kurzen Austausch ohne die jeweiligen Kommissionen. In diesem Gespräch erklärten sie, dass sie heute das gleiche vorlegen würden wie in NRW angeboten wurde. Sie erklärten allerdings, dass sie sich heute in der Rolle sehen würden evtl. in einer Sondierung zu erörtern, ob es denn Punkte auf beiden Seiten gäbe, die aufgeweicht werden könnten. Hierbei wurde allerdings klar, dass sie zumindest derzeit unbedingt an der Einmalzahlung festhalten würden, lediglich die Nullmonate gaben sie zur Disposition.
    • In der 4. Runde am 18. Juli 2017 erklärten die Arbeitgeber, sie würden heute das bereits bekannte, weiterentwickelte Angebot vorlegen. Darüber hinaus wollten sie wissen, ob wir auch über Festbeträge verhandeln würden.
      Wir erklärten ihnen erneut, dass wir eine Festgeldforderung gestellt haben und darüber mit ihnen auch verhandeln möchten.
      In der Verhandlung selbst stellten sie folgendes Angebot vor:
      - Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01.06.2017 um 1,5 Prozent, ab dem 01.04.2018 um weitere 1,0 Prozent;
      - Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01.08.2017 um 1,5 Prozent, ab dem 01.08.2018 um weitere 1,0 Prozent;
      - zwei Nullmonate;
      - Die Entwicklung soll auch für die Entgelte in der Warenverräumung gelten;
      - Laufzeit 24 Monate.
      Die Arbeitgeber betonten, sie hätten mit diesem neuen Angebot die von uns nicht gewollte Einmalzahlung vom Tisch genommen und würden linear in die Tabelle einzahlen. Wir wertschätzten, dass sie von der Einmalzahlung endlich Abstand genommen hätten, dass das neue Angebot trotzdem zu gering ist. Wir beendeten die Verhandlung ergebnislos und vertagten uns
    • In der 5. Runde am 05. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.06.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.04.2018;
      - Erhöhungen gelten auch für Warenverräumung und Auszubildende (Azubivergütung wird auf volle 5 Euro aufgerundet)
      - 50 Euro Einmalzahlung (Teilzeit anteilig) für Beschäftigte im März 2018;
      - 24 Monate Laufzeit.
      Die Erklärungsfrist läuft bis 16.09.2017.

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  • Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • In der 1. Runde am 09. Juni 2017 legten die Arbeitgeber folgendes Angebot vor:
      - keine Erhöhung im Juni und Juli 2017;
      - ab 01.08.2017 eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 1,5 Prozent und zum 01.06.2018 eine weitere Erhöhung um 1,0 Prozent;
      - für Mai 2018 soll eine Einmalzahlung von 50,00 Euro für Vollzeitkräfte gezahlt werden.
      Die Tarifkommission hat dieses Angebot abgelehnt, mehr dazu in unserer Tarifnfo 2 unten zum Download!
    • In der 2. Runde am 03. Juli 2017 ergab sich keine Annäherung der Parteien. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung unten zum Download.
    • In der 3. Runde am 02. August 2017 haben die Arbeitgeber zu Verhandlungsbeginn ein Angebot auf der Grundlage Ba-Wü 1 zu 1 vorgelegt. Für SAT bedeutet dies, eine Erhöhung erst zwei Monate später und eine Fortschreibung der Kleinbetriebsklausel. Bei den Azubis wurde die Aufrundung auf volle 5 Euro angeboten und beim TV Warenverräumung die exakten Werte von Ba-Wü.
      In der anschließenden Diskussion in unserer Kommission wurde die Höhe des Abschlusses (Niveau unter GH) und besonders die fehlende soziale Komponente kritisiert. Die fehlende Bereitschaft der Arbeitgeber, über eine Vorteilsregelung zu verhandeln, feuerte die Diskussion weiter an. Es gab bei den überwiegenden TK-Mitgliedern keine Bereitschaft, der Übernahme des Abschlusses aus Ba-Wü einfach zuzustimmen. Nach fast dreistündiger Diskussion entwickelte sich der Vorschlag, die Einmalzahlung von 50 Euro anders zu verteilen.
      Unser Vorschlag:
      - Alternative 1: Aus 50 Euro werden 100 Euro, die nur in den beiden unteren Gehalts- und Lohngruppen gezahlt werden;
      - Alternative 2: Aus 50 Euro werden 100 Euro, die nur an ver.di Mitglieder gezahlt werden.
      In einer kleinen Verhandlungsrunde wurde dies den Arbeitgebern vorgestellt. Die Arbeitgeber erklärten ein gewisses Verständnis für regionale Forderungen. Für sie sei jedoch der Abschluss aus Ba-Wü ein Pilotabschluss und heute nicht veränderbar.
    • In der 4. Runde am 11. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.08.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.06.2018;
      - 50 Euro Einmalzahlung (Teilzeit anteilig) für Beschäftigte im April 2018;
      Ausbildungsvergütungen werden jeweils zum 01.09. angepasst;
      - 24 Monate Laufzeit.
      Mehr Infos findet ihr unten in unserer Tarifinfo Nummer 5 zum Download und in unserer Pressemitteilung zum Tarifabschluss am 11.09.2017.

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  • Schleswig-Holstein: Tarifabschluss

    Verhandlungsverlauf:

    • 1. Runde am 27. April 2017 ergab kein Angebot der Arbeitgeber, mehr dazu in unserer Tarifinfo unten.
    • 2. Runde am 29. Mai 2017 ergab folgendes "Angebot" der Arbeitgeber:
      - zwei Nullmonate
      - Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2017 um um 1,5 Prozent, ab 01. Mai 2018 um 1,0 Prozent.
      - Laufzeit 24 Monate.
      Mehr dazu unten in unserer Tarifinfo von Juni.
    • 3. Runde am 29. Juni 2017
      Die Arbeitgeber haben die Verhandlungen damit begonnen, dass sie nicht gewillt sind, das erste Angebot (2 Nullmonate, 1,5 und 1,0 Prozent) mit den nunmehr mehrmalig angebotenen Einmalzahlungen heute vorzulegen. Begründet hat der ehrenamtliche Verhandlungsführer Koch (EDEKA Nord) es damit, dass sie nicht etwas wiederholen wollen, was überall auf Ablehnung gestoßen ist. Auf Nachfrage gibt es kein offiziell neues Angebot. Da überall Ablehnung besteht, sind sie nunmehr davon abgerückt. 
    • 4. Runde am 21. Juli 2017
      Zu Beginn der Verhandlungen wurde von unserer Seite aus die letzte Verhandlungsrunde nochmals analysiert. Es ist auch der Initiative der Arbeitgeberverbände aus dem Norden zu verdanken, dass in der Koordinierung am 03. Juli die Einmalzahlungen vom Tisch waren. Danach haben wir von Arbeitgeberseite das bekannte Angebot mit:
      - Erhöhung um 2,0 Prozent mit 2 Nullmonaten in 2017;
      - Erhöhung um 1,8 Prozent in 2018;
      - Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um die gleichen Prozentsätze;
      - Wiedereinsetzung des TV Warenverräumung mit den gleichen Erhöhungssätzen;
      - Laufzeit von 24 Monaten.
      Das ist inakzeptabel! Warum wir jetzt Druck machen müssen, lest ihr in unserer Tarifinfo für Juli 2017 (unten zum Download).
    • In der 5. Runde am 12. September 2017 gelang schließlich ein guter Kompromiss. Die Einzelhandelsarbeitgeber und die ver.di-Verhandlungskommission verständigten sich auf folgende Tariferhöhungen:
      - 2,3 Prozent mehr ab 01.07.2017;
      - 2,0 Prozent mehr ab 01.05.2018;
      Ausbildungsvergütungen werden um die gleichen Prozentsätze erhöht, aufgerundet auf volle 5 Euro dabei noch einmal geglättet, um die Stufenerhöhung wie in den vorherigen Abschlüssen beizubehalten;
      - 50 Euro Einmalzahlung für Beschäftigte (Teilzeit entsprechend der individuellen Arbeitszeit);
      - 25 Euro Einmalzahlung für Auszubildende;
      - 12 Monate Laufzeit.
      - Einsetzung des TV Warenverräumung mit den gleichen Erhöhungssätzen
      Die Erklärungsfrist läuft bis zum 19.09.2017.

    Weiterhin gilt: Stärker werden, Mitglied werden, mitkämpfen!

    Unsere Tarifinfos mit weiteren Details gibt es auch unten zum Download als PDF. Dazu ein Anmeldeformular für alle, die uns zusätzlichen Rückenwind für die Tarifverhandlungen geben wollen!

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